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Sexrhythmus-
zu selten, zu oft oder gerade richtig?

Sexrhythmus: In jeder Partnerschaft stellt sich die Frage nach der Häufigkeit des Sex. In der Sexualtherapie stellt sich häufig heraus, dass einer der beiden Partner die Sexhäufigkeit als zu oft oder zu selten ansieht.

Sexrhythmus- die richtige Sexhäufigkeit macht glücklich

Das ist im Prinzip völlig normal. Denn jeder Mensch ist anders und hat unterschiedliche Bedürfnisse- auch beim Sex.

Das Problem beginnt da, wo die beiden Partner mit dieser Unterschiedlichkeit nicht umgehen können und glauben, ihr eigener Rhythmus müsse automatisch auch für den Partner der richtige sein.

Hier kann eine Sexualtherapie eine große Hilfe sein. Denn auch wenn beide Partner unterschiedliche Bedürfnisse und einen unterschiedlichen Rhythmus haben, gibt es viele Möglichkeiten, trotzdem eine gemeinsame Form des Sex zu finden, bei der beide Partner auf ihre Kosten kommen.

Häufig gelesene Artikel hier im Blog
zum Thema Sexrhythmus

Langeweile in der Beziehung- Was kann helfen?

Langeweile-
im Alltag und im Bett nichts als Routine

Langeweile in der Beziehung Foto © elnariz Fotolia.com
Seit fast vier Jahren lebe ich mit meinem Freund zusammen. Die erste Zeit unserer Beziehung war wirklich wunderschön: Wir haben viel miteinander unternommen, haben uns mit Freunden getroffen…

Seit einiger Zeit ist das irgendwie zu Ende. Am liebsten hängt er vor seinem Computer, spielt jeden Abend stundenlang irgendwelche epischen Ballerspiele. Am Wochenende kommt er kaum aus dem Bett. Er sagt, das bräuchte er, um sich von der Anspannung der Woche zu erholen.

Ich selbst habe viele Interessen, gehe gern aus und habe eine Menge Freunde. Das wiederum nervt ihn. Außerdem ist er wahnsinnig eifersüchtig, wenn ich in seiner Gegenwart auf mein Handy schaue, um nachzuschauen, was meine Freunde bei facebook gepostet haben.

Dabei tue ich das eigentlich eher aus Langeweile. Bei uns in der Beziehung läuft einfach nichts mehr außer Essen, Kuscheln, Schlafen. Und das ist mir einfach zu wenig.

Auch beim Sex läuft nicht mehr viel. Er selbst hat schon gemerkt, dass ich nicht mehr richtig feucht werde, und deswegen bei mir sogar nachgefragt. Ich meinte dann, ob er vielleicht eine Idee hätte, mich mehr in Erregung zu bringen. Und seine Reaktion war nur: Na gut, dann verschieben wir das halt auf später…

Ist unsere Beziehung tatsächlich so augelutscht, dass da nichts mehr läuft? Oder ist das völlig normal und passiert in jeder Beziehung nach den ersten Jahren?

Im Prinzip mag ich meinen Freund und will ihn auch nicht verlieren- andererseits wüßte ich gern, ob für mich in Sachen Liebe vielleicht doch noch mehr drin ist…

Melanie W. (Name geändert)

Langeweile in der Beziehung-
Anfang vom Ende der Partnerschaft?

Hallo Melanie,

Seit fast vier Jahren leben Sie mit Ihrem Freund zusammen. Jetzt stehen Sie an einem Punkt, an dem Sie Ihre Beziehung nur noch langweilig finden. Und auch beim Sex läuft nur wenig, weil Sie bei ihm in keine richtige Erregung kommen.

Langeweile in der Beziehung-
ein häufiges Thema in der Sexualtherapie

Mit Ihrem Problem stehen Sie nicht allein da. Langeweile in der Beziehung gehört zu den häufigen Gründen, warum Menschen sich Rat bei einem Sexualtherapeuten holen.

Viele Paare erleben die erste Zeit der Beziehung als unvergleichbar spannenden Moment -der er ja auch ist- und verbinden damit die Erwartung, dass diese Spannung niemals nachläßt.

Wenn sich dann im Laufe der Jahre so etwas wie Routine einstellt, bewerten viele Menschen das als negativ.

Langeweile in der Beziehung-
Routine kann auch positiv sein

Dabei ist auch die genau umgekehrte Bewertung von Routine in der Partnerschaft möglich: aus der Anfangsspannung kann sich durch Routine auch Vertrautheit entwickeln, das Wissen, den Partner sehr gut zu kennen und sich daher auf ihn in jeder Beziehung verlassen zu können.

Diese Vertrautheit bietet die Chance, beim Partner auch kompliziertere Themen anzusprechen, die in der Anfangszeit vielleicht nie zur Sprache kamen: so etwa das Thema unterschiedlicher Bedürfnisse.

Was in der Anfangszeit möglicherweise als Affront gewirkt hätte („Ich will etwas anderes als du!“, „Ich empfinde etwas anders als du!“), kann in der späteren Phase der größeren Vertrautheit auch ausgesprochen werden. Sollte es sogar- denn langfristig kann keine Partnerschaft funktionieren, wenn ein oder beider Partner dauerhaft sich mit ihren eigenen Vorstellungen zurückhalten, bloß um dadurch die Gemeinsamkeit nicht zu gefährenden.

Langeweile in der Beziehung-
die Entdeckung der Unterschiedlichkeit

Die Entdeckung der Unterschiedlichkeit kann ein gutes Mittel gegen mögliche Langeweile in der Beziehung sein.

Dadurch, dass die Partner in der Beziehung ihre unterschiedliche Interessen haben, stellt sich immer wieder neu die Frage, wie die Partnerschaft zwischen den beiden Polen Gemeinsamkeit und Einzelinteressen der Partner neu auszubalancieren ist- eine Aufgabe, die in einer Beziehung auch über Jahrzehnte hinweg immer wieder neue Herausforderungen mit sich bringt.

Langeweile in der Beziehung-
Patentlösungen gibt es nicht

Langeweile in der Beziehung wurzelt letztlich darin, dass die Partner sich aus irgendeinem Grunde damit zufrieden geben, in der Beziehung nicht mehr ihre eigenen Bedürfnisse immer wieder neu aushandeln zu wollen.

Dafür kann es die unterschiedlichsten Gründe geben, wie zum Beispiel:

  • Die Partner haben ein sehr hohes Ideal von ihrer Beziehung und glauben, keine unterschiedlichen Interessen haben zu dürfen
  • Die Partner haben Angst, die Beziehung könnte eine Auseinandersetzung um unterschiedliche Interessen nicht überleben und halten daher lieber an dem Zustand fest, in dem sich die Beziehung gerade befindet
  • Die Partner wissen schlicht und ergreifend selber nicht, was ihre persönlichen Interessen eigentlich sein könnten.

Die Gründe können also sehr vielfältig sein, warum in einer Partnerschaft nicht offen über unterschiedliche Interessen ud Bedürfnisse gesprochen werden kann. Klar ist jedoch: Wenn ein solcher Stillstand erst einmal eingetreten ist, wird die Beziehung langweilig.

Es gibt keine Patentrezepte, wie ein solcher Stillstand – und damit auch die Langeweile- überwundern werden kann. Schließlich sind alle Menschen verschieden und auch jede Beziehung anders. Was für die einen eine passende Lösung ist, muss nicht automatisch für die anderen passen.

Langeweile in der Beziehung-
Kommunikation als Lösungsansatz

Letztlich können nur Sie und Ihr Partner das Problem lösen- indem Sie beide herausfinden, ob und wie Sie Ihre jeweils eigenen Bedürfnisse und Ihre Partnerschaft miteinander verbinden können.

Wichtigstes Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, wird es sein, dass Sie mit Ihrem Freund offen darüber reden, was er und was Sie selbst benötigen, um sich in Ihrer Beziehung wohl zu fühlen.

Dabei kann es sein, dass das ganz unterschiedliche Punkte sind. Von seiner Seite reicht vielleicht tatsächlich die immerwährende Wiederholung von Essen, Kuscheln, Schlafen. Von Ihrer Seite besteht dagegen das Bedürfnis nach Abwechslung, nach Ausgehen, nach Kontakt zu weitere Freunden.

In dem Moment, wenn Sie diese Unterschiedlichkeit wechselseitig anerkennen und trotz dieser Unterschiedlichkeit nach Wegen suchen, dass auch Ihre Gemeinsamkeit ihren Platz behält, dürfte es mit der Langeweile in der Beziehung vorbei sein.

Langeweile in der Beziehung-
Wie eine Therapie helfen kann

Die Entdeckung der Unterschiedlichkeit fällt vielen Paaren sehr schwer-zum Beispiel:

  • weil die Partner ihre jeweils eigenen Bedürfnisse nicht kennen bzw. nicht kommunizieren können
  • weil die Partner Schwierigkeiten haben, diese Unterschiedlichkeit überhaut wahrzunehmen
  • weil die Entdeckung der Unterschiedlichkeit so starke Konflikte auslöst, dass dadurch die Partnerschaft selbst in Bedrohung gerät.

Sollten Sie solche Schwierigkeiten in Ihrer Beziehung haben, könnte es sich -für Sie allein oder auch zu zweit- lohnen, in einige Sitzungen gemeinsam mit einem Therapeuten zu investieren.

Langeweile in der Beziehung-
die Klärung Ihrer eigenen Bedürfnisse

Bis jetzt wissen Sie vor allem, was Sie sich in Ihrer Beziehung nicht wünschen. Ein erster Schritt im Gespräch mit Ihrem Therapeuten könnte daher sein, dass Sie sich mehr darum kümmern, welche Erwartungen Sie grundsätzlich an Ihre Partnerschaft haben.

Dazu könnte die Klärung folgender Fragen beitragen:

  • Wie viel Zeit möchte ich gemeinsam mit meinem Partner verbringen und wieviel Zeit Brauche ich für mich alleine bzw. für die Interessen, die ich nicht mit ihm teile?
  • Was würde ich mit ihm in der gemeinsamen Zeit machen, wenn ich allein darüber bestimmen könnte?
  • Was möchte ich beim Sex in meinem Leben noch ausprobieren?
  • Welche sexuellen Fantasien machen mich an?
  • Wie sieht meine Wunschbeziehung in 10 Jahren aus?
  • Möchte ich mit meinem Partner irgendwann Kinder bekommen oder nicht?

Je genauer Sie Ihre eigenen Fantasien, Erwartungen und Wünsche (und die Ihres Freundes) kennen, desto mehr Möglichkeiten haben Sie, die eine oder andere Idee auch in Wirklichkeit umzusetzen.

Langeweile in der Beziehung hat oft auch den Grund, dass beide Partner nichts Neues mehr miteinander ausprobieren. Und das liegt wiederum vor allem daran, dass sie sich die jeweils eigenen Fantasien und Wünsche nicht mitteilen.

Kommunikation und offenes Aussprechen der eigenen Bedürfnisse ist also ein ganz wichtiges Mittel, um aus der Langeweile in der Beziehung herauszukommen.

Wenn Sie selbst anfangen, in der Partnerschaft neue Wünsche auszusprechen, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch Ihr Freund neue eigenen Ideen entwickelt. Und wenn das einmal so weit ist, ist das Thema Langeweile in der Beziehung ganz sicher wieder vom Tisch.

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen
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Dr. rer. hum. biol. Michael Petery

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Ständig Sex –
Er will häufiger als ich…

Er will ständig Sex
und ich selber komme zu kurz

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Seit 10 Jahren bin ich mit meinem Mann verheiratet und wir haben zwei Kinder. Am Anfang unserer Beziehung hatten wir sehr viel Sex, manchmal sogar mehrmals am Tag. Das ist dann im Laufe der Jahre weniger geworden. Allerdings geht spontaner Sex ja auch nicht mehr so einfach, wenn es Kinder gibt und die Fahrerei zur Schule, zum Schwimmkurs, zum Ballett usw. Außerdem arbeite ich auch noch halbtags in einem Laden.

Vielleicht ist es da auch ganz normal, wenn ich mich abends hin und wieder einfach nur auf die Couch legen will…

Wir haben zwar immer noch alle 2-3 Tage Sex, aber eher, weil ich das Gefühl habe, dann wieder „dran“ zu sein. Tatsächlich macht mein Mann mir schon Vorwürfe, wenn es mal vier Tage dauert. Er fragt dann gleich, ob ich wohl einen anderen hätte und deswegen keine Lust. Ganz sein Ernst kann das aber kaum sein, schließlich hätte ich beim besten Willen neben Arbeit, Haushalt und Kindern keine Zeit dazu!

Richtig schmerzen tut mich, dass er mich nach drei Tagen ohne Sex nicht mehr in den Arm nimmt und sich auch im Bett nicht mehr an mich kuschelt, als Strafe sozusagen.
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Ich frage mich allmählich, ob er mich eigentlich nur dann lieben kann, wenn ich mit ihm schlafe. Und in meiner Unsicherheit sage ich dann jedes Mal schneller Ja zum Sex, als ich das selber eigentlich haben will.

Inzwischen habe ich herausgefunden, dass er in den Tagen dazwischen Pornos auf dem Computer anschaut. Ich hab ihm dann vorgeschlagen, dass wir uns ruhig am Abend mal gemeinsam einen Porno anschauen können. Aber er war dann nur ärgerlich und meinte, dass er weder allein noch mit mir Pornos guckt.

Ich weiß echt keine Lösung mehr. Ich liebe meinen Mann über alles, und eigentlich macht mir unser Sex sogar richtig viel Spaß. Aber nicht dann, wenn er ständig Sex will und ich selber total müde und erschöpft. Was soll ich bloß machen?

Jenny L. (Name geändert)

Ständig Sex –
Mein Mann bedrängt mich mit seinen Wünschen

Hallo Jenny,

Sie haben einen Mann, den Sie lieben. Prinzipiell haben Sie Freude am Sex. Allerdings will ihr Mann häufiger Sex als Sie- insbesondere dann, wenn Sie schlicht und ergreifend nur zu müde sind. Er bedrängt sie dann, macht Ihnen Vorwürfe und straft Sie mit Liebesentzug.

Ständig Sex –
Kontraproduktive Manipulationstechniken

Die Manipulationstechniken Ihres Mannes, die Sie zu mehr Sex bewegen sollen, sind kontraproduktiv:

  • Selbst wenn er es schafft, Sie, nur weil Sie wieder „dran“ sind, zum Sex zu überreden, hat er nicht viel davon. Diesen Sex nach Dienstplan werden Sie als anstrengend und unbefriedigend empfinden (und Ihr Mann möglicherweise auch), und Sie werden bei seiner nächsten Anfrage noch weniger Lust dazu haben, darauf einzugehen.
  • Und die Technik des Liebesentzugs wird Ihre Lust auf Sex mit Sicherheit nicht erhöhen.
  • Erst recht gilt das für die Unterstellung, Sie hätten Sex mit anderen Männern: Dadurch kann er Sie höchstens wütend machen oder ärgerlich.

Um diese Manipulationsversuche zu stoppen, ist es am wirkungsvollsten, wenn Ihr Mann selber begreift, dass er so nur sich selber schadet und langfristig sogar noch weniger Sex bekommt.

Allerdings ist es fraglich, ob er diese Botschaft von Ihnen selbst annehmen kann. Möglicherweise würde er, wenn Sie ihm selbst das so erklären, darin nur wiederum für ihn unverständliche Ausflüchte Ihrerseits heraushören- und dann so weitermachen wie bisher.

Hilfe
durch gemeinsamen Besuch beim Therapeuten

Es kann sein, dass es in dieser Situation lohnt, gemeinsam einen Therapeuten aufzusuchen. Um ihn für eine solche Therapie zu gewinnen, ist es sicherlich sinnvoll, die Sache mit den Manipulationsmethoden erst einmal draußen zu lassen.

Leichter werden Sie ihn dafür gewinnen, wenn Sie sagen, dass Sie gern Ihre gemeinsamen Probleme beim Sex gemeinsam lösen wollen.
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Ständig Sex- Lösungswege aus der Krise

Hier nun ein paar Überlegungen, worum es in Ihrer Therapie gehen könnte:

  • Sie beide lernen die Bedürfnisse des jeweils anderen besser kennen.
  • Sie beide überlegen gemeinsam, was dazu beitragen kann, dass die eigenen Bedürfnisse und die Bedürfnisse des Partners befriedigt werden.
  • Dabei stellt sich gleichzeitig heraus, was dazu nicht beiträgt (u.a. Manipulationsversuche, aber auch allgemeine Faktoren wie Übermüdung, zu viel Arbeit, schlechtes Timing…).
  • Umgangsstrategien mit dem unterschiedlich häufigen Sexbedürfnis

Der unterschiedliche Sex-Rhythmus

Der unterschiedlich häufige Wunsch nach Sex ist ein Problem, das in vielen Partnerschaften unterschwellig vorhanden ist und mit dem beide Partner oft nicht recht umzugehen wissen.

Es ist es vollkommen normal, dass zwei Menschen nicht ständig genau zu den selben Zeiten und im selben Rhythmus Lust auf Sex haben. Das wäre ja genauso, als wenn beide davon überzeugt wären, immer nur zur gleichen Zeit das gleiche Essen in der gleichen Menge zu sich nehmen zu können. Auch da wären die Probleme vorprogrammiert!

Wenn in einer Partnerschaft Kinder und Arbeit hinzukommen, wird es noch schwieriger, passende Zeitpunkte für den gemeinsamen Sex zu finden. Es ist also ein Stück Planung erforderlich.

Onanie als Möglichkeit
für die sexuelle Grundversorgung

Von daher halte ich es für unbedingt sinnvoll, wenn jeder Partner sich und seinen Körper soweit kennt, dass er sich auch selbst befriedigen kann. Auch da die Analogie: So schön das gemeinsame Essen ist- Wenn ich hungrig bin, sollte ich prinzipiell in der Lage sein, auch ohne Anwesenheit des Partners etwas zu essen.

In Ihrer Beziehung scheint Ihr Mann Schwierigkeiten mit seiner Onanie zu haben, wenn er den eigenen Pornokonsum vor Ihnen abstreiten muss. Die Therapie könnte ihm helfen, hier besser mit seinen eigenen Bedürfnissen umzugehen, ohne dass ihm die eigene Scham dabei im Wege steht.

Schöner gemeinsamer Sex ist kein Zufall!

Aus dem offenen Zulassen der Onanie in der Partnerschaft ergibt sich als Konsequenz: Mein Partner sollte es vorher wissen, wenn ich mit ihm gern Sex haben will, damit er sich nicht schon vorher selbst befriedigt hat. Die Einladung zum gemeinsamen Essen spreche ich ja auch so rechtzeitig aus, dass mein Partner nicht unmittelbar vorher zum Schnellimbiss geht…

Es ist also etwas Planung nötig. Gibt es einen Abend, an dem Sie beide etwas früher aus der Arbeit kommen und die Kinder beim Babysitter oder bei den Großeltern in guten Händen sind?

Guter Sex passiert nicht aus Zufall: Ein gemeinsames Essen oder ein gemeinsames Bad können einen schönen Rahmen geben. Vielleicht auch das Ansehen eines erotisch anregenden Films, der Ihnen beiden gefällt. Da sollten Sie ruhig etwas herumexperimentieren.

Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit, alle paar Wochen einen Kurztrip mit Hotelübernachtung ohne die Kinder zu machen. Dann könnten Sie zu zweit in ein Kino, zu einem Konzert oder in die Sauna gehen und am nächsten Morgen ausschlafen… Und Gelegenheit zum ungestörten Sex hätten sie auch…

Ich wünsche Ihnen beiden viel Erfolg auf einer solchen Entdeckungsreise Ihrer wechselseitigen Bedürfnisse!

Herzliche Grüße
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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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Warum will meine Freundin keinen Sex?

Sie will keinen Sex-
und das, obwohl wir uns lieben

keinen Sex
Seit drei Monaten habe ich eine neue Freundin. Alles läuft ganz prima mit uns, wir verstehen uns sehr gut.Nur mit dem Sex klappt es nicht richtig.

Wir genießen es sehr, uns zu küssen und zu streicheln und beieinander zu liegen. Seit einem Monat übernachtet sie sogar bei mir zuhause im Bett- aber nackt sind wir nur bis auf die Unterhose.

Gestern habe ich mich getraut, sie zu fragen, ob wir nicht doch noch mehr miteinander ausprobieren könnten. Sie meinte nur, dass sie mit mir noch keinen Sex haben will. Auf meine Frage nach dem Warum entgegnete sie, dass sie vor dem Sex Angst habe und auf jeden Fall noch Zeit brauche.

Ich meinte dann, das wäre für mich OK, sie dürfte sich soviel Zeit nehmen, wie sie wolle. Worauf sie dann meinte, ob für mich auch ein bis zwei Jahre in Ordnung wären.

Darauf habe ich nicht mehr groß geantwortet, sondern einfach einen Kuss gegeben. Wir waren dann wieder sehr zärtlich miteinander, aber hatten natürlich keinen Sex.

Etwas verzweifelt bin ich allmählich schon. Es ist nicht ganz leicht, jeden Abend eine höchst attraktive Frau im Bett zu haben, die ich liebe und die sich mit ihrem ganzen Körper an mich schmiegt, und gleichzeitig gesagt zu bekommen, dass es erst nach Jahren oder vielleicht nie gemeinsamen Sex geben wird.

Was soll ich nur machen?

Johannes G. (Name geändert)

Miteinander im Bett- und trotzdem kein Sex

Hallo Johannes,
Sie haben eine neue Freundin, und sie beide verstehen sich prima. Nach zwei Monaten übernachtet Ihre Freundin bereits regelmäßig bei Ihnen, ohne dass es zu „richtigem“ Sex kommt.

Ganz offensichtlich hat Ihre Freundin sehr viel Vertrauen in Sie: denn auch wenn sie sagt, vor dem ersten „richtigen“ Sex Angst zu haben, so hat sie gleichzeitig überhaupt keine Angst vor Ihnen als Mann. Also haben Sie bis jetzt alles richtig gemacht!

Fragt sich nur: Woher kommt ihre Angst vor dem Sex? Und da sind verschiedene Möglichkeiten denkbar.

Gründe für die Angst vorm Sex

Anscheinend haben Sie Ihre Freundin noch gar nicht nach ihren Vorerfahrungen gefragt:

  • Vielleicht, weil Sie die neue Beziehung nicht mit ausführlichen Gesprächen über bisherige Sexerfahrungen beginnen wollten?
  • Vielleicht, weil Sie fürchten, ihr eine Beichte über Ihre bisherigen Beziehungen ablegen zu müssen und sie dadurch zu verprellen?
  • Oder aus Rücksicht auf Ihre Freundin, um sie nicht mit Fragen zu bedrängen, die ihr möglicherweise unangenehm sind?

Wie dem auch sei: Es fehlen Ihnen die entscheidenden Informationen, um abzuschätzen, warum Ihre Freundin keinen Sex mit Ihnen will.

Prinzipiell gibt es zwei mögliche Hauptgründe:

Möglichkeit 1 (am wahrscheinlichsten!):
Ihre Freundin hatte bis jetzt noch keinen „richtigen“ Sex.
Dass eine Frau vor dem „ersten“ Mal Angst hat, ist völlig normal. Schließlich ist der Verlust der Jungfräulichkeit ein Eingriff in ihren Körper, der zunächst einmal mit Schmerzen und nicht mit Lust verbunden ist. Wenn das der Grund ist, dann traut sich Ihre Freundin möglicherweise nicht, mit Ihnen darüber zu sprechen, weil es ihr peinlich ist, beim „richtigen“ Sex noch gar keine Erfahrung zu haben und von Ihnen als zu unerfahren abgelehnt zu werden.

Möglichkeit 2 (nicht so wahrscheinlich, aber mitzubedenken):
Ihre Freundin hat schlechte Vorerfahrungen mit „richtigem“ Sex
Das wäre der dramatischere Fall. Weil Ihre Freundin sie liebt, hat sie Angst, der „richtige“ Sex könnte Erfahrungen und Erinnerungen wiederaufleben lassen, die ihr sehr unangenehm sind. Möglicherweise fühlt sie sich sexuell beschmutzt und möchte, gerade weil sie Sie liebt, Ihnen ihren Körper nicht überlassen.

Was tun?

In beiden Fällen wird es jetzt Zeit, dass Sie beide mehr übereinander erfahren. Allerdings sollten Sie ihr die Möglichkeit geben, auch hier in ihrem eigenen Tempo voranzukommen.

Es wäre sicherlich grundfalsch, hier mit der Tür ins Haus zu fallen: „Bist du eigentlich noch Jungfrau, dass du solche Angst hast?“ oder „Hattest du schon mal richtig schlechte Erfahrungen beim Sex, dass du dich jetzt so zuerst?“

Besser ist es, Sie lassen sich von ihr nach und nach ihr gesamtes Leben erzählen und fragen dann bei einzelnen Punkten weiter nach. So werden Sie sicherlich relativ bald herausfinden, wo das Problem bei Ihrer Freundin liegt:

  • Wenn Ihre Freundin bis jetzt noch gar keine Erfahrung mit „richtigem“ Sex gemacht hat, ist es am besten, Sie machen weiter wie bisher: Seien Sie zärtlich zueinander, bedrängen Sie sie nicht. Und es wird sicherlich nicht unendlich lange dauern, bis auch sie den Wunsch hat, mit Ihnen das erste Mal zu erleben.
  • Wenn Sie dagegen Grund zur Annahme haben, dass Ihre Freundin an früheren negativen sexuellen Erfahrungen leidet (Missbrauchserfahrung in der Kindheit, Vergewaltigung oder ähnliches), dann sollten Sie sie fragen, ob sie nicht mit Ihnen gemeinsam den Mut hat, einen Therapeuten aufzusuchen und aktiv an der Lösung des Problems zu arbeiten.

Die Tatsache, dass Sie beide sich so gut verstehen und dass Ihre Freundin Ihnen so sehr vertraut, dass Sie bei Ihnen übernachtet, auch wenn es „noch keinen Sex“ gegeben hat, ist ein gutes Zeichen dafür, dass sie sich bei Ihnen wohlfühlt und dass sie beide für das „Sexproblem“ eine gute Lösung finden werden.

Herzliche Grüße
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Kein Sex mehr in der Ehe- Was tun?

Kein Sex mehr-
und das, obwohl sonst alles stimmt

Kein Sex mehr!

Ich bin Anfang dreißig, glücklich verheiratet und habe zwei Kinder. Im Prinzip ist alles in Ordnung, mein Mann und ich sind beide berufstätig und ziemlich erfolgreich. Wir lieben uns und sind gerade dabei ein Haus zu bauen. Im Prinzip sind wir sehr glücklich.

Nur habe ich im Bett schon seit fast 2 Jahren irgendwie überhaupt keine Lust mehr auf Sex. Abends bin ich einfach viel zu müde, und auch am Wochenende und in den Ferien kommt keine rechte Lust auf.

Mein Mann überredet mich zwar hin und wieder dazu, mit ihm zu schlafen- und das mache ich auch, weil er mir ja irgendwie leid tut. Aber richtig Spaß macht mir das nicht. In letzter Zeit klagt er häufiger, dass es beim Sex einfach nicht mehr so ist wie früher. Das stimmt, irgendwie mag ich nicht mal mehr, das wir miteinander kuscheln. Von mir aus bräuchte ich eigentlich überhaupt keine körperlichen Berührungen mehr, nicht von ihm und erst recht nicht von irgend einem anderen Mann.

Etwas Angst habe ich, dass ich ihn irgendwann dazu treibe, sich eine andere Frau zu suchen. Dabei haben wir es geschafft, so viel gemeinsam aufzubauen. Und das wäre dann alles verloren.

Martina K. (Name geändert)

Kein Sex mehr- Die Entdeckung des Unglücklich-Seins

Hallo Martina,

Sie schreiben, dass Sie seit fast 2 Jahren keine Lust mehr auf Sex haben- und trotzdem sind Sie in Ihrer Ehe beide „im Prinzip sehr glücklich“. Das paßt für eine Frau Anfang dreißig nicht recht zusammen.

Und so richtig glücklich können Sie sich auch deswegen nicht fühlen, weil Sie selbst schreiben, davor Angst zu haben, Ihren Mann an eine andere Frau zu verlieren und mit ihm zusammen all das, was Sie gemeinsam aufgebaut haben. Das hört sich doch eher nach Ausweglosigkeit und Sackgasse an.

Der erste Schritt, um aus dieser Lage herauszukommen, könnte heißen, dass Sie sich eingestehen, dass Sie unglücklich sind. Denn nur, wenn Sie sich zugeben, dass Sie unglücklich sind, werden Sie die nötige Kraft mobilisieren können, an Ihrer Lage etwas zu ändern.

Kein Sex mehr- Abklärung
durch Arzt oder Therapeuten erforderlich

Es kann sehr viel Gründe dafür geben, dass Sie keine Lust mehr auf Sex haben.

Denkbar ist, dass Sie schlicht und ergreifend zu viel arbeiten und zu wenig schlafen: Dann hätten Sie an sich und Ihren Körper Raubbau betrieben- und die fehlende sexuelle Lust ist eine natürliche Folge der Überbeanspuchung, die sich wieder geben wird, wenn wieder zu einem besseren Ausgleich zwischen Arbeit und Erholung finden.

Es kann aber auch sein, dass Sie an einer depressiven Erkrankung leiden: Das aber können Sie nur herausfinden, wenn Sie einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen.

In beiden Fällen ist es kein Fehler, sich Hilfe von außen zu holen. Die einzig schlechte Lösung ist, wenn Sie einfach weiter abwarten und hoffen, dass Ihre Lage von selbst besser wird.

Sinnvoll wäre es sicherlich auch, wenn Sie Ihren Mann bei der Lösungssuche beteiligen. Auch er hat ja bereits gemerkt, dass etwas nicht ganz in Ordnung ist.

Ein Paartherapeut könnte Ihnen beiden dabei helfen, genauer zu untersuchen, welche Ursache nun tatsächlich für Ihre sexuelle Unlust verantwortlich ist und wie Sie Ihr Leben wieder so ordnen können, dass alles nicht nur „im Prinzip“ völlig in Ordnung ist.

Gern stehe ich Ihnen für weitere Rückfragen zur Verfügung.

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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

PS: Weitere Infos finden Sie unter dem Tag Sexrhythmus.

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Bedürfnisse beim Sex-
Wie rede ich darüber?

Bedürfnisse beim Sex-
die Schwierigkeit, darüber zu reden

Bedürfnisse beim Sex- darüber zu reden macht vielen Menschen große Schwierigkeiten. Das liegt gleich an einer ganzen Reihe von Gründen

  • Die eigene Scham
    Bin ich pervers, wenn ich diese oder jene neue Spielart des Sex ausprobieren möchte (z.B. Fetish oder BDSM)?

  • Die Angst, vom Partner verletzt zu werden
    Der Partner/ die Partnerin könnte ja sagen: „Was? Das willst du ausprobieren? Für so pervers hätte ich dich niemals gehalten.“
  • Die Furcht, selber den Partner zu verletzen
    Der Partner/ die Partnerin könnte durch meine Anfrage beleidigt sein und meinen:
    Ach so, unser bisheriger Sex hat dir also nicht richtig gefallen. Und ich dachte immer, wir hätten es rundum schön miteinander.“
  • Bedürfnisse beim Sex-
    Warum es wichtig ist, darüber zu sprechen

    Alle diese drei Gründe können uns davon abhalten, mit unserem Partner/unserer Partnerin über unsere eigenen Bedürfnisse beim Sex zu reden. In jedem Fall ist das schade.

    Wenn ich nicht über eigene, noch unerfüllte Bedürfnisse beim Sex spreche, werde ich niemals diese Bedürfnisse von meinem Partner/ bei meiner Partnerin befriedigt bekommen. Verschwinden werden diese Bedürfnisse dadurch nicht. Viele Männer und Frauen gehen deswegen fremd, weil sie hoffen, in einer Affäre das zu erleben, was sie ihrem Partner/ihrer Partnerin nicht zu sagen trauen.

    Ohne das Thema Bedürnisse beim Sex anzusprechen, erfahre ich selber auch nicht, was meinem Partner/meiner Partnerin vielleicht gefallen würde und wir bisher (noch) nicht gemacht haben.

    Wenn ich mich nicht traue, mit meinem Partner/meiner Partnerin über meine Bedürfnisse beim Sex zu reden, dann kann sich das leicht zur Vorstellung auswachsen, mein Partner/meine Partnerin würde mich als der, der ich bin, nicht verstehen können: auf sexuellem Gebiet und möglicherweise auch auf anderen Gebieten des gemeinsamen Zusammenlebens. Wenn sich diese Vorstellung bildet, wird die gemeinsame Kommunikation immer schwieriger.

    Bedürfnisse beim Sex-
    Es ist gut, eigene Bedürfnisse zu kennen

    Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie unerfüllte sexuelle Bedürfnisse haben. Das ist z.B. dann der Fall, wenn in einer Beziehung beide Partner darüber klagen, dass ihnen der gemeinsame Sex langweilig und zu einer mehr der weniger lästigen Routine geworden ist. Dann haben beide offensichtlich noch nicht gemerkt, dass es ihr Bedürfnis wäre, beim Sex einmal etwas Neues auszuprobieren.

    Hier kann der Vergleich mit dem täglichen Mittagessen helfen. Natürlich kann ich mich über Jahre mittags mit Kartoffelsuppe und Salat ernähren, und mein Hunger wird auch irgendwie gestillt sein. Das aber fände wohl jeder langweilig und würde sagen: Warum nicht auch einmal etwas anderes essen?

    Das gleiche gilt für den Sex: Es muss nicht immer das eigene Schlafzimmer sein, es muss auch nicht immer der Koitus in Missionarsstellung sein, der irgendwie möglichst schnell bis zum Ende durchgezogen wird, oder irgendeine andere sexuelle Routine, die sich irgendwann im Laufe der Beziehung festgeschrieben hat und nun nach dem immer gleichen Drehbuch abläuft.

    Selbst zu bemerken, dass Ihnen neue Formen und Rituale des Sex Spass machen könnnen, ist der erste Schritt zu einem reicheren Sexualleben.

    Bedürfnisse beim Sex-
    eigene Bewertungen als Hindernis

    Es wäre sehr schade, solche neu erkannten Bedürfnisse aus Scham sogleich mit dem Etikett der Perversion zu belegen: Niemand sich trauen, dem eigenen Partner/der eigenen Partnerin sexuelle Wünsche vorzustragen, wenn er sie selbst als „pervers“ empfindet.

    Diese Träume ließen sich, wenn überhaupt, dann nur noch in einem Umfeld außerhalb der eigenen Beziehung ausleben, welches dann ebenfalls als irgendwie „pervers“ empfunden wird, sei es nun in einem Bordell oder bei einer Affäre.

    Bedürfnisse beim Sex-
    Wie sag ich´s meinem Partner?

    Patentrezepte für eine gelungene Kommunikation über Sex gibt es nicht. Jeder Mensch ist anders, und in jeder Beziehung gibt es unterschiedliche Kommunikationsstile.

    Die klassische Frage: „Hättest du mal Lust, xyz auszuprobieren?“ ist sicher nicht schlecht, kann aber für beide Seiten etwas zu direkt und schambelastet sein. Denn schließlich läßt sich so eine Frage nur mit Ja oder Nein beantworten, und das Ja kann ein Gefäliigkeits-Ja sein, um den anderen nicht zu verletzen (was langfristig keinen Lustgewinn bringt), und das Nein kann so stark als Abfuhr empfunden werden, dass danach nie wieder eine solche Frage kommen wird.

    Möglicherweise ist es besser, sich erst einmal ganz allgemein über die wechselseitigen Fantasien zu unterhalten: Was sind denn für dich Vorstellungen, die dich erregen?

    Auch Grenzen könnten in einem solchen Gespräch abgeklärt werden, ohne dass es zu einer Zurückweisung kommt: Ist z.B. Analsex etwas, was du dir vorstellen könntest, in deinem Leben einmal auszuprobieren oder nicht? Bei einem solchen Austausch kann beiden Partnern deutlich werden, wo neue Spielräume für den Sex liegen- und das, ohne dass einer dem anderen durch ein Nein verletzt.

    Gleichzeitig ist es bei einem solchen Gespräch der Vorteil, dass nicht nur ein einziger Vorschlag gemacht wird, der angenommen werden kann oder abgelehnt. Sondern es geht darum, das Feld neuer Möglichkeiten insgesamt zu durchloten- und dann, so wie es beiden Spass macht, die eine oder andere sexuelle Fantasie Wirklichkeit werden zu lassen.

    Und was tun, wenn ich mich absolut nicht traue?

    Nachdem sexuelle Bedürfnisse definitiv zu den menschlichen Grundbedürfnissen gehören und die Erfüllung dieser Bedürfnisse entscheidend zur Lebensqualität jedes Menschen beiträgt, ist es definitiv sehr wichtig, diese Bedürfnisse gegenüber dem Partner aussprechen zu können. Wenn also die eigene Scham oder Schüchternheit so groß sind, dass diese Kommunikation nicht klappt, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, als Paar oder auch einzeln Hilfe bei einem erfahrenen Therapeuten zu suchen.

    Denn Kommunikation über Bedürfnisse ist relativ leicht zu lernen. Die Nichterfüllung der eigenen sexuellen Bedürfnisse in der eigenen Beziehung dagegen ist etwas, das beiden Partnern sehr viel Lebensfreude und Lebensqualität wegnimmt. Und das muss ganz bestimmt nicht sein.

    Wenn Sie Fragen dazu haben: Ich freue mich, wenn Sie mich per Mail oder Telefon kontaktieren.

    Mit herzlichem Gruß

    Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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    Ich will mehr Sex als sie… Unterschiedliche Bedürfnisse

    Vor Geilheit durchdrehen?


    Mit meiner Partnerin hätte ich gern mehr Sex. Tatsächlich haben wir ungefähr 1x die Woche Sex, manchmal, im Urlaub, auch öfter. Der Sex macht uns beiden auch richtig viel Spaß, eigentlich haben wir gar keine Probleme, sollte man meinen.

    Aber ich habe dann doch eins, und sogar ziemlich arg, weil ich eigentlich jeden Tag könnte und sie eben nicht. Dabei habe ich das Gefühl: Ich brauche mehr Sex als sie, so richtig körperlich, um nicht vor Geilheit durchzudrehen. Dabei liebe ich sie total und will gar keine andere Beziehung. Aber ich habe Angst, dass ich irgendwann einfach nicht Nein sagen kann, wenn irgendeine andere mir mich anmacht.

    Ich habe auch schon versucht, mit ihr darüber zu reden. Aber sie meint, sie wär nun mal so, und mehr Sex mit ihr wär einfach nicht drin. Was soll ich bloß machen?

    Thomas W. (Name geändert)

    Mehr Sex- Unterschiedliche Bedürfnisse

    Hallo Thomas,

    es ist gar nicht so selten, dass in einer Beziehung der eine Partner mehr Sex will als der andere. Übrigens muss es nicht immer der Mann sein… Menschen haben körperlich uunterschiedliche Bedürfnisse: der eine braucht viel Sex, der andere weniger, und die Häufigkeit des Sex-Bedürfnisses kann sich auch im Laufe der Zeit immer wieder phasenweise ändern.

    Natürlich ist es nicht gut, sexuell unbefriedigt durch die Gegend zu laufen. Und Sie haben Recht: Wenn Sie sexuell unbefriedigt sind, steigt die Gefahr, dass Sie sich bei passender Gelegenheit zu einer Affäre hinreißen lassen, die Sie eigentlich gar nicht haben wollten.

    Gegen Ihren Sexualtrieb werden Sie kaum etwas machen können (und wohl auch nicht machen wollen…). Und umgekehrt werden Sie auch Ihre Partnerin nicht zu häufigerem Sex gewinnen können, wenn bei ihr körperlich dazu kein Bedürfnis vorhanden ist.

    Wenn Sie trotzdem Ihre Partnerin ständig mit dem Thema „mehr Sex“ bedrängen, besteht sogar die Gefahr, dass sie glaubt, sie würde Ihnen nicht ausreichend gefallen oder Ihre Beziehung wäre gestört.

    Mehr Sex- eine Lösung auch ohne Fremdgehen?

    Bleibt also die Frage, ob Sie auch ohne Fremdgehen eine langfristige Lösung finden, Ihren Sexualtrieb befriedigen zu können. Es ist keine Schande, wenn Sie darüber auch ganz offen mit Ihrer Partnerin sprechen, möglicherweise auch im Rahmen einer Beratungsstunde bei einem Therapeuten.

    Wenn Ihre Partnerin versteht, dass Ihr Wunsch nach mehr Sex nicht etwas ist, was sie an ihr auszusetzen haben, sondern einfach nur eine unterschiedliche Bedürfnislage, dann lassen sich durchaus konstruktive Lösungen finden.

    Sex nur gemeinsam und nur als Koitus?

    Die wichtigste Frage gleich zuerst:
    Glauben Sie (beide?), dass Sie durch Ihre Partnerschaft auch ein Abkommen geschlossen haben, dass in Ihrer Beziehung jede sexuelle Betätigung nur gemeinsam und nur in der Form eines Koitus stattfinden darf?

    Wenn dem so sein sollte, dann ist es vorprogrammiert, dass immer einer von Ihnen beiden in seinen eigenen Bedürfnissen verletzt wird: sei es durch zu viel, sei es durch zu wenig Sex.

    Die Lösung kann also nur lauten: Machen Sie sich in der Befriedigung Ihres Sex-Bedürfnisses ein Stück weit unabhängig- und zwar so, dass Ihre Partnerin nichts dagegen hat.

    Bisher hat sich Ihre Partnerin durch das „mehr Sex“-Thema wahrscheinlich immer nur unter Druck gesetzt gefühlt und noch gar nicht verstanden, dass Ihr häufigeres Sex-Bedürfnis eigentlich ein körperliches Problem von Ihnen ganz persönlich ist, dass mit Ihrer gemeinsamen Beziehung gar nicht so viel zu tun hat.

    Der selbstauferlegte Zwang, Sex immer nur gemeinsam und immer nur in Form eines Koitus haben zu dürfen, ist ähnlich, als würden Sie in Ihrer Partnerschaft festlegen, dass Sie Ihre Abendessen grundsätzlich nur gemeinsam und in der Form eines ausgedehnten Fünf-Gänge-Menüs einnehmen.

    Auch das würden Sie beide vermutlich nicht besonders lange durchhalten- eben deswegen, weil die Bedürfnisse der Menschen unterschiedlich sind, weil bei dem einen der Hunger größer ist als beim anderen, weil der eine jeden Abend ein Festmahl essen könnte und der andere nicht. Wenn einer von Ihnen nicht jeden Tag das große Festessen haben will, bedeutet das keineswegs, dass Sie nicht beide gemeinsam an schönen Festessen Freude haben können. Es heißt nur: eben nicht an jeden Abend.

    Zusätzlicher Sex, der die Beziehung nicht stört?

    Und wo soll nun der zusätzliche Sex herkommen, der Ihre Partnerin nicht stört?

    Wahrscheinlich wird Ihre Partnerin eher erleichtert als verärgert sein, wenn Sie sie fragen, was sie davon hält, wenn Sie außer der Beziehung zu ihr auch Pornografie dazu nützen, sexuell nicht durchzudrehen. Das ist die Methode, mit der viele Männer das Problem lösen können.

    Darüber hinaus könnte Ihre Partnerin auch damit einverstanden sein, wenn Sie hin und wieder die professionelle Hilfe einer Prostituierten oder einer Domina aufsuchen. Möglicherweise lernen Sie sogar etwas für Ihr eigenes Sexualleben hinzu, was Ihnen beiden Spaß macht.

    Womit Sie hingegen Ihrer Beziehung richtig schaden können, ist, wenn Sie durch eine Affäre eine neue Beziehung nebenher aufnehmen. Denn auch wenn viele Männer (und Frauen) durchaus vom Zusammenleben mit mehreren Partnern träumen, gibt es in der Wirklichkeit kaum Beispiele dafür, dass das ohne Eifersucht klappt.

    Es ist je schon in einer Zweierbeziehung schwierig genug, dass jeder seine eigenen Bedürfnisses klar formulieren kann und nicht zu kurz kommt…

    Es gibt für Sie und Ihre Partnerin also eine ganze Menge Stoff zum Diskutieren und Nachdenken. Falls es Ihnen schwer fällt, diese Themen direkt und offen anzusprechen, kann es hilfreich sein, in einige gemeinsame Stunden mit einem Therapeuten zu investieren. Denn Ihre Beziehung ist so kostbar, dass sich eine solche Investition sehr schnell gelohnt hat.

    Mit herzlichem Gruß

    Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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