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Masters und Johnson: sexualtherapeutische Übungen

Weiblicher Orgasmus-
Jede Frau ist anders

Weiblicher Orgasmus- bunter als allgemein bekannt (Gustav Klimt: Der Kuss (Detail)

Weiblicher Orgasmus-
normalerweise nicht beim Koitus

Weiblicher Orgasmus
Nach dem Mythos vom Normalsex sollte die Frau, möglichst gleichzeitig mit dem Mann, ihren Orgasmus im Koitus erreichen.

Schon 1976 hat die Wissenschaftlerin Shere Hite in ihrem berühmte Buch Hite Report aufgezeigt, dass die Mehrzahl der Frauen beim Koitus nicht zum Orgasmus kommen. Das überrascht nicht, da die Scheidenwand der Frau keine erogene Zone ist und kaum über Nervenverschaltungen verfügt.

Weiblicher Orgasmus-
Klitoris und G-Punkt

Tatsächlich benötigen 70-80% aller Frauen die Stimulation der Klitoris, um zum Orgasmus kommen zu können. Diese Stimulation wird durch den normalen Koitus und die Penetration mit einem Penis nicht erreicht.

Nach neueren Erkenntnissen ist die Klitoris als Organ weitaus größer als allgemein angenommen. Es handelt sich also nicht nur um die von außen sichtbare Klitorisspitze: vielmehr reichen die Nervenenden der Klitoris bis in die Vagina und in die Schenkel hinein: von daher ist die oft anzutreffende Unterscheidung in klitorale und vaginale Orgasmen nicht zu halten.

Eine weitere erogene Zone der Frau ist der G-Punkt an der Scheidenvorderwand, erstmals 1950 beschrieben vom deutschen Arzt Ernst Gräfenberg, aber bis heute noch nicht umfassend wissenschaftlich erforscht (vgl. auch die Dissertation von Anja Lehmann 2007 (Kapitel 1.4.). Viele Frauen erreichen durch die Stimulation des G-Punktes sehr schnell einen Orgasmus, manche Frauen sogar nur auf diese Weise.

Die Art, durch welche Art von Erregung eine Frau zu ihren Orgasmus kommt, ist offenbar genetisch festgelegt, wie eine britische Studien der Royal Society von 2005 mit eineiigen Zwillingen aufgezeigt hat.

Weiblicher Orgasmus- ein individuelles
Zusammenspiel der erogenen Zonen

Der weibliche Orgasmus geschieht also durch ein höchst individuelles Zusammenspiel der verschiedenen erogenen Zonen.

Dadurch läßt sich auch die statistische Beobachtung erklären, dass Frauen mit zunehmendem Alter tendenziell leichter zum Orgasmus kommen: Im Laufe des Lebens lernen sie ihren Körper, seine Bedürfnisse und die persönlichen Stimualtionsmöglichkeiten immer besser kennen.

Dabei kann es biografisch auch Veränderungen geben: so steigt die weibliche Orgasmusfähigkeit Statistiken zufolge nach der ersten Geburt eines Kindes (außer bei Kaiserschnitt).

Weiblicher Orgasmus- die vier Phasen der Lust

Die Psychologen Master und Johnson haben vier Phasen in der sexuellen Reaktion unterschieden (die übrigens analog ähnlich auch für Männer geltenn):

  1. Erregungsphase:
    Puls und Blutdruck steigen.Anschwellen von Klitoris, Schamlippen und Brustwarzen an. Die Geschlechtsteile werden feucht.
    Dauer: wenige Minuten bis zu einer Stunde.
  2. Plateauphase
    Puls und Blutdruck steigen weiter. Weitung der äußeren Schamlippen, eine Schwellung der äußeren Vagina. Weitere Absonderung von Scheidenflüssigkeit.
    Dauer: einige Minuten.
  3. Orgasmusphase
    Nochmalige Steigerung von Puls, Blutdruck und Atemtempo. Möglicherweise kurzer Bewusstseinsverlust. Muskelkontraktionen im unteren Scheidendrittel der Vagina, der Gebärmutter und der Analregion. Beim durchschnittlichen Orgasmus etwa 5 mal, beim intensiven Orgasmus 10-15 mal.
    Dauer: einige Sekunden.
  4. Rückbildungsphase
    Rükkehr zu normalem Puls und Blutdruck. Müdigkeitsgefühle. Rückgang der Schwellung von Schamlippen, Klitoris und Brustwarzen.
    Dauer: individuell sehr unterschiedlich, auch abhängig vom Lebensalter. Von wenigen Minuten bis Stunden.

Weiblicher Orgasmus-
Konsequenz für die Sexualtherapie

Da die Art, wie eine Frau zu ihrem Orgasmus kommt, genetisch festgelegt ist, kann es nicht die Aufgabe einer Sexualtherapie sein, eine Frau zu einer bestimmten Form des Orgasmus hinzuerziehen.

Eine Sexualtherapie kann allerdings eine Frau dazu ermutigen, unterschiedliche Formen des Sex auszuprobieren, um auf diese Weise herauszufinden, was ihr gefällt oder nicht. Und sie kann eine Frau darin bestärken, dass ihre eigene, höchst individuelle Form, einen Orgasmus zu bekommen, immer auch die genau richtige Form für sie ist.

Im Rahmen einer Partnerschaft kommt es dann darauf an, diese individuelle Form der Frau, ihren Orgasmus zu bekommen, so in das gemeinsame sexuelle Zusammenspiel zu integrieren, dass beide Partner an diesem Zusammenspiel Freude und Genuss verspüren. Wobei für die Integration des männlichen Orgasmus im gemeinsamen Sex natürlich das gleiche gilt.

Dabei ist es auch zu beachten, dass die vier Phasen des Orgasmus bei jedem Partner jedes Mal immer wieder unterschiedlich lang dauern können. Wichtig ist, dass beide Partner ausreichend Zeit haben, in ihrem eigenen Rhythmus die Phasen der Lust zu durchleben.

Da ein gleichzeitiger Orgasmus sehr unwahrscheinlich und aus sexualtherapeutischer Sicht kein anzustrebendes Ziel darstellt, sollte der Partner, der seinen Orgasmus bereits erlebt hat und keinen weiteren Orgasmus erleben will, das sexuelle Spiel nicht einfach abbrechen.

Vielmehr sollte jeder dem anderen Partner, so dieser es wünscht, genügend Zeit geben, ebenfalls seinen Orgasmus zu erleben. Wobei nirgendwo festgeschrieben steht, dass beide Partner ihren Orgasmus im Koitus bekommen müssen (vgl. Artikel „Normsex“).

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Fetisch:
Im Bett ist er nur ein Schnürpaket

Fetisch © moussa81 Fotolia.com

Unangenehmer Fetisch
Zerbricht daran die Beziehung?


Mein Freund steht auf alles, was mit Fetisch zu tun hat. Schon gleich zu Anfang unserer Beziehung hat er mich in seine Lust eingeweiht und mir seine Sammlung gezeigt: Ledermasken, Ketten, Harnische, Fesseln, Knebel etc.

Er steht darauf, beim Sex jede Kontrolle abzugeben und mehr oder weniger regungslos verschnürt zu werden.

So sehr wir uns beide mögen und sonst eigentlich in jeder Hinsicht prima zueinander passen- nur mit seinen Fesselbedürfnissen komme ich nicht ganz klar. Ich selbst habe einfach nicht das Bedürfnis, beim Sex einen Mann zu dominieren und brauche selber definitiv etwas anderes im Bett als ein verschnürtes, regungsloses Fleischpaket. Ein Stück weit widert es mich sogar an, wenn er da mit seinem Knebel im Mund vor sich her sabbert.

Allmählich habe ich Angst, dass ich über diese Form des Sex die Achtung vor ihm verliere.

Ich habe ihm das auch schon mal vorsichtig zu erklären versucht, und er war sehr verständnisvoll, sagte auch, dass er bereit wäre, auf den ganzen Fetisch zu verzichten, weil er mich so sehr liebt.

Aber ich denke dann, dass das auch nicht geht, weil für ihn der Fetisch beim Sex wohl das höchste der Gefühle ist. Ich hatte mir auch schon überlegt, wie es wäre, diese Spielchen nur hin und wieder zu machen. Aber das ist nicht Fisch und nicht Fleisch, und loskommen wird er davon so erst recht nicht.

Ich will ihn für seinen Fetischismus auch nicht verurteilen- aber mitmachen geht eben auch nicht.

Und die Vorstellung, dass er sich in meiner Abwesenheit in seinem Fetisch-Zeug selbstbefriedigt oder zu einer Domina geht, gefällt mir auch nicht. Schließlich will ich die Frau in seinem Leben sein- und das ganz ausschließlich.

Gibt es irgendeine Chance, dass unsere Beziehung nicht an seinem Fetisch zerbricht?

Jacqueline U. (Name geändert)

Unangenehmer Fetisch
Grund für eine Trennung?

Hallo Jacqueline,

Mit Ihrem Freund verstehen Sie sich prinzipiell gut. Nur kommen Sie nicht zurecht mit seinen Fetisch-Vorlieben, in der entsprechenden Ausstattung gefesselt und dominiert zu werden. Sie wissen nicht, wie Sie beide damit umgehen können und ob Ihre Beziehung daran zerbrechen wird.

Ihre Sorge ist sicherlich nicht unberechtigt. Für die Haltbarkeit einer Beziehung ist es wichtig, dass beide Partner (auch) über ihre sexuellen Bedürfnisse offen reden und dass die gemeinsame Beziehung bei beiden Partnern diese Bedürfnisse auch befriedigt.

In Ihrer eigenen Schilderung geht es recht ausführlich um die Bedürfnisse Ihres Freundes, die dieser Ihnen gegenüber auch sehr klar zum Ausdruck gebracht hat. Von Ihren eigenen Bedürfnissen beim Sex haben Sie nur berichtet, was Ihnen nicht gefällt.

Was sind eigentlich Ihre Wünsche beim Sex?

Und genau da könnte sowohl das Problem selbst wie auch die Lösung zu finden sein. Haben Sie Ihrem Freund gegenüber schon einmal ganz klar gesagt, was Ihnen selber bei Sex gefällt? Oder kann es sein, dass Sie selbst sich noch gar nicht so richtig sicher sind, was Sie von einem Mann beim Sex genau erwarten?

Ihr Freund ist bei der Vorstellung seiner eigenen Wünsche offenbar sehr forsch vorgegangen- vielleicht ist Ihnen gar nicht die Zeit geblieben, in Ruhe Ihre eigenen Bedürfnisse in Bezug auf Sex wahrzunehmen.

Eine Sexualtherapie kann helfen

Damit Sie beide hier wieder zueinander finden, könnte es sich lohnen, einen Sexualtherapeuten aufzusuchen.

Ein möglicher therapeutischer Ansatz wäre es, dass Sie beide Ihren Sex noch einmal ganz langsam und von vorne „neu aufsetzen“, etwa nach dem Konzept der Übungen nach Masters und Johnson.

Nachdem Ihr Freund Sie liebt und sich sogar bereit erklärt hat, Ihnen zuliebe auf seinen Fetisch zu verzichten (wobei natürlich unklar ist, ob er das langfristig überhaupt kann), wird es sicher kein Problem sein, ihn für eine solche gemeinsame Therapie zu gewinnen.

So werden Sie schrittweise gemeinsam herausfinden, was Ihnen selbst und was Ihrem Partner beim Sex gut tut. Die Fetisch-Wünsche Ihres Freundes werden dabei zunächst vollkommen außen vor bleiben.

Das Hauptziel der Therapie ist, dass Sie beide im Laufe der Übungen ein Gefühl dafür bekommen haben, welche körperlichen Berührungen Sie selbst mögen und auf welche Weise Sie beide den jeweils anderen Partner verwöhnen möchten.

Umgang mit Fetisch-Wünschen
und überschüssiger sexueller Energie

Erst wenn Sie diese Übungen nach ca. 10-15 Wochen abgeschlossen haben, können Sie in Ihrer Therapie besprechen, ob jetzt auch Elemente aus dem Bereich der Fetisch-Vorlieben Ihres Freundes in das gemeinsame Spiel integriert werden können oder nicht. Formen des Fetisch, die Sie anwidern, haben in Zukunft beim gemeinsamen Sex definitiv keinen Platz.

Ebenfalls können Sie gegen Ende der Therapie gemeinsam noch einmal besprechen, ob Sie Ihrem Freund eigene sexuelle Aktivität (Selbstbefriedigung bzw. Domina-Besuche) gestatten wollen oder nicht.

Wenn nicht, wäre es wichtig herauszufinden, welche Lösung es geben kann, falls Ihr Freund (oder auch Sie selbst) häufiger sexuellen Appetit haben sollte als der jeweils andere. Denn dass einer von Ihnen beiden sexuell unbefriedigt durch die Gegend läuft, ist für Ihre Partnerschaft mit Sicherheit nicht gut.

Ihnen viel Erfolg auf Ihrem gemeinsamen Weg.
Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.
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PS: Weitere Infos im Artikel BDSM Beratung.

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Übungen in der Sexualtherapie-
Hilfe für guten Sex

Übungen in der Sexualtherapie- einfach nur zärtlich sein Foto © Photographee.eu Fotolia.com

Übungen in der Sexualtherapie-
Neue Wege zu lustvollem Sex

Mit gezielten Übungen kann eine Sexualtherapie bei vielen sexuellen Problemen in der Partnerschaft helfen. Diese Übungen führen dazu, dass beide Partner ihr eigenes Körpergefühl verbessern, ihre eigenen Wünsche besser formulieren und die Wünsche des Partners besser wahrnehmen können.

Eine solche Therapie dauert etwa 10-15 Sitzungen. Helfen können die Übungen u.a. bei folgenden Störungen:

Beim Mann:

Bei der Frau:

  • Scheidentrockenheit
  • Scheidenkrampf (Vaginismus)

Übungen nach Masters und Johnson-
Das Sensate Focusing

Das Konzept solcher Übungen geht zurück auf das amerikanische Psychologenpaar Masters und Johnson, die in den 60er und 70er Jahren das Sensate Focusing entwickelt haben.

Dabei geht es darum, dass beide Partner Schritt für Schritt den Körper des anderen zärtlich erkunden und dabei lernen, offen und eindeutig über eigene Bedürfnisse zu kommunizieren. In der Therapiestunde bespricht der Therapeut die jeweils aktuelle Situation, in der sich die Partner befinden und erklärt die Übungen, welche dann bis zur nächsten Therapiestunde von den Partnern zuhause geübt werden können.

Diese „Hausaufgaben“ sollten beide, am besten zweimal in der Woche, miteinander „durcharbeiten“- zu einem Zeitpunkt, wo sie beide dazu die nötige Zeit und Ruhe haben. In der nächsten Therapiestunde können die Partner ihre Erfahrungen mit den Übungen vorstellen- der Therapeut schlägt dann ggf. vor, mit neuen Übungen weiter voranzuschreiten.

So kann es z.B. eine erste Übung sein, dass beide Partner (nacheinander) den anderen (ohne Genitalberührung) so streicheln, wie es ihnen selber gefällt. Hier geht es darum, Vertrauen und Körpergefühl (wieder) zu festigen. Wichtig ist es hier auch zu lernen, mit welchen Berührungen der Partner möglicherweise nicht einverstanden ist (z.B. Kitzeln an Fußsohlen).

In einer zweiten Übung könnte es dann darum gehen, den anderen so zu streicheln, wie dieser es als besonders angenehm empfindet. Dabei spielt die non-verbale Kommunikation eine besondere Rolle. Es geht um Fragen wie z.B.: Wie kann ich meinem Partner zeigen, was mir gefällt? Versteht mich mein Partner in meinen Wünschen, auch ohne dass ich es explizit ausspreche?

Von Sitzung zu Sitzung können diese Hausaufgaben weiter voranschreiten, bis hin zur sexuellen Stimulation und zum Koitus.

Der Fokus liegt dabei nicht auf dem Orgasmus von einem oder von beiden Partnern- denn befriedigender Sex kann im Orgasmus enden, muss es aber nicht.

Übungen in der Sexualtherapie-
Risiken und Nebenwirkungen

Sexualität gehört zu den sensibelsten Bereichen in der Persönlichkeit eines Menschen- deswegen wiegen Verletzungen und Kränkungen im Gebiet der Sexualität sehr schwer und führen zu erheblicher Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Wenn Menschen unter sexuellen Problemen leiden, ist es aus psychotherapeutischer Sicht gefährlich, Methoden „mit der Brechstange“ anzuwenden.

Gruppen-Sexseminare mit „Selbsterfahrung“-Übungen, wie sie (immer noch) im Internet angeboten werden, führen nicht notwendigerweise zu sexueller Befreiung, sondern können bestehende Probleme verschlimmern, wenn sie zu einer plötzlichen Konfrontation mit eigenen Traumata führen. Immer ist mitzubedenken, dass im deutschsprachigen Sprachraum circa 10-15 % der befragten Frauen und 5% der befragten Männer in ihrer Kindheit Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch gemacht haben.

Übungen in der Sexualtherapie-
Behutsamkeit ist wichtig

Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus, jeder Mensch hat seine eigene Geschwindigkeit, Neues auszuprobieren und zu erlernen.

Daher gibt es kein Standard-Übungskonzept, das für jeden und jede nützlich wäre. Im Umgang mit Sexualität sind Achtsamkeit und Behutsamkeit besonders wichtig. Bei Übungen der Sexualtherapie, bei denen gleich zwei Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit beteiligt sind, gilt das ganz besonders.

Es ist wichtig, dass Übungen der Sexualtherapie immer von einem gut ausgebildeten Therapeuten angeleitet und begleitet werden.

Übungen in der Sexualtherapie-
nur ein Teilaspekt der Therapie

Die menschliche Sexualität läßt sich niemals nur auf den reinen Akt des Geschlechtsverkehrs reduzieren. Auch wenn Übungen in der Sexualtherapie dazu beitragen können, Verkrampfungen zu lösen und den Orgasmus leichter zu erreichen, geht es bei diesen Übungen doch immer nur um einen Teilaspekt der Therapie.

Das eigentliche Ziel einer Sexualtherapie ist eine erfüllte und befriedigende Sexualität in der Partnerschaft.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist mehr nötig als das Erlernen sexueller Techniken. Oft ist es sogar so, dass in einer Therapie solche Übungen völlig in den Hintergrund treten.

Dafür nehmen dann andere Inhalte einen wichtigeren Platz ein, z.B. der gemeinsame Austausch über sexuelle Wünsche und Fantasien oder die Frage, wie auch langjährige Partner immer wieder neu aufregende und erfüllende Momente des sexuellen Miteinander erleben können.

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