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Homosexuelle Zwangsgedanken, die mich quälen

Homosexuelle Zwangsgedanken
homosexuelle Zwangsgedanken

Homosexuelle Zwangsgedanken-
Bin ich schwul oder nicht?

Seit etwa zwei Monaten quälen mich (m, 37) täglich homosexuelle Zwangsgedanken. Das geht mir seit dem Tag so, als ich eigentlich Sex mit meiner Freundin hatte, aber überhaupt keine Erregung zustande gebracht habe. Da setzte sich der Gedanke fest: Möglicherweise kannst du nicht, weil du eigentlich homosexuell bist.

Mittlerweile läßt mich dieser Gedanke überhaupt nicht mehr los. Mir ist jetzt eingefallen, dass schon in der Schule die Mitschüler in der Turnkabine mich als „schwul“ gehänselt haben. Und sogar meine Mutter hatte mal zu mir gesagt, als ich mit 17 noch keine Freundin hatte, dass ich vielleicht schwul wäre. Tatsähclich ist es mir auch schon mehrfach so gegangen, dass schwule Männer irgendwie auf mich zu stehen scheinen und mich schon ein paar Mal angesprochen haben.

Dabei habe ich bis vor zwei Monaten mich pornomäßig immer nur für Frauen interessiert.

Das ist die letzten Wochen anders- da schaue ich nur noch Schwulenpornos, auch wenn ich eigentlich gar keine richtige Lust dazu habe. Wahrscheinlich will ich so herausfinden, ob ich schwul bin oder nicht. Besonders anmachen tut mich das nicht.

Ehrlich gesagt- ich weiß jetzt überhaupt nicht mehr wo ich stehe. Die Beziehung mit meiner Freundin ist auseinandergegangen, ohne dass wir über den Grund gesprochen haben. Vielleicht lag es daran, dass ich sexuell so versagt habe. Allerdings war das nur bei diesem letzten Mal so, davor hatte ich keine Probleme.

Bin ich jetzt schwul oder nicht?

Uwe D.. (Name geändert)

Homosexuelle Zwangsgedanken-
Schwulenpornos als Homo-Test

Hallo Uwe,

beim letzten Mal Sex mit Ihrer Freundin hatten Sie keine Erektion. Kurz darauf ist Ihre Beziehung auseinandergegangen. Seitdem plagen Sie homosexuelle Zwangsgedanken und Sie schauen täglich Schwulenpornos, um herauszufinden, ob Sie homosexuell sind.

Homosexualität und Zwangsgedanken-
Das sind zwei paar Stiefel…

Mir fällt auf, dass Sie in Ihrer Nachricht drei Problembereiche miteinander vermengen:

  • Die Trennung von Ihrer Freundin
  • Die quälenden Zwangsgedanken
  • Die Frage, ob Sie homosexuell sind oder nicht

Da diese drei Themenbereiche sehr unterschiedlich sind, lohnt es sich aus meiner Sicht, sie jeweils für sich näher zu betrachten.

Um der Sache wirklich auf den Grund zu gehen, wäre es jetzt nötig, dass wir uns sehr viel ausführlicher über die ganze Angelegenheit unterhalten. Nehmen Sie deswegen die folgenden Gedanken als erste Anregung zum Nachspüren, ob sich meine Überlegungen für Sie selbst stimmig anfühlen oder nicht.

Wenn Sie möchten, können und sollten wir uns viel ausführlicher unterhalten.

Die Trennung von Ihrer Freundin

Ich kann mir nach meinem ersten Eindruck nur schwer vorstellen, dass die fehlende Erektion beim letzten Sex mit Ihrer Freundin tatsächlich der Grund für Ihre Trennung gewesen ist.

Mir scheint es sehr viel wahrscheinlicher, dass sich die Trennung schon vorher angebahnt hat- auch wenn Sie selbst das bewußt gar nicht mitbekommen haben.

Aber irgendwie hätten Sie bei diesem letzten Sex bereits selbst gespürt, dass mit Ihrer Beziehung etwas nicht stimmt. Das scheint aus meiner Sicht ein sehr viel einleuchtenderer Grund für Ihre Erektionsstörung als das plötzliche Aufkommen homosexueller Zwangsgedanken.

Im Augenblick Ihrer Erektionsstörung hätten Sie dann lieber sich selbst und Ihrer möglichen Homosexualität die Schuld am misslungenen Sex zugeschoben- statt sich einzugestehen, dass möglicherweise in Ihrer Beziehung insgesamt etwas nicht stimmt.

Es könnte sich also für Sie lohnen darüber nachzudenken, ob es noch weitere Gründe gibt, warum Ihre Freundschaft auseinander gegangen ist.

Homosexuelle Zwangsgedanken

Wenn Sie seit zwei Monaten täglich darüber nachdenken, ob sie Homosexuell sind oder nicht, und wenn Ihnen dieser Gedanke unangenehm ist- dann ist das ein klassischer Fall von Zwangsgedanken. Wenn Sie dazu auch noch täglich Schwulenpornos ansehen, ohne daran Genuß zu finden, dann sind das obendrein auch noch Zwangshandlungen, die Sie verfolgen.

Da ein Mensch selbst aus solchen Zwängen nur schwer wieder herausfindet, sobald diese sich über einen Zeitraum von mehr als 14 Tagen verfestigt haben, ist es sinnvoll, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Oft haben Zwangsgedanken den unbewußten „Zweck“, andere, noch unangenehmere Gedanken zu verdecken. Bei Ihnen wäre da zu prüfen, ob die homosexuellen Zwangsgedanken Sie möglicherweise davon freistellen, sich über die gründe für das Scheitern Ihrer Beziehung insgesamt Gedanken machen zu müssen.

Homosexuell oder nicht?

Homosexualität ist kein Defizit an Männlichkeit, sondern eine sexuelle Präferenz: Sie sind dann homosexuell, wenn Sie Menschen ihres eigenen Geschlechts für sexuell begehrenswert halten.

Nach Ihrer eigenen Beschreibung werden Sie durch die täglichen Schwulenpornos nicht erregt, so dass das Anschauen dieser Pornos für sich genommen kein Indiz dafür ist, dass Sie homosexuell sind (sondern nur dafür, dass Sie an einer Zwangserkrankung leiden).

Allerdings scheint Ihre sexuelle Erregbarkeit mit dem Ende Ihrer Beziehung insgesamt gelitten zu haben. Es ist also gerade kein besonders günstiger Zeitpunkt für die Frage, an welchem Sex Sie nun eigentlich Freude haben, da in Sachen Sex insgesamt gerade nichts läuft.

Wen Sie, am besten im Rahmen einer Therapie, das Ende Ihrer Beziehung und das Problem Ihrer Zwänge aufgearbeitet haben, kann sich die Frage nach der Homosexualität aber durchaus noch einmal für Sie stellen, dann aber als der sehr viel angenehmere Gedanke: Welche sexuellen Fantasien machen mir Freude und erregen mich?

Sollte sich dann herausstellen, dass Ihnen der Gedanke an einen männlichen Freund besser gefällt als der an eine Freundin, dann könnte der Zeitpunkt gekommen sein, sich auf die entsprechende Suche nach einem Mann zu machen. Und wenn nicht- dann nach einer neuen Frau.

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen
Mausklick deaktivieren © M.Petery.
Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

PS: Vgl auch den Artikel: Homosexuell durch falsche Gedanken?
und „Die späte Entdeckung der Homosexualität„.

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Erektionsstörung und Versagensangst

Erektionsstörung-
Auch mit der Traumfrau geht nichts

Erektionsstörung? © Syda Productions Fotolia.com
Erektionsstörung
Als Jugendlicher hatte ich nie eine Freundin, mit der es zu richtigem Sex gekommen ist. Dazu dauerten diese Beziehungen nie lange genug.

Das erste Mal Sex hatte ich mit 20 Jahren. Das war ein ziemliches Fiasko, weil ich im Bett einfach keine richtige Erektion hinbekommen habe. Im Nachhinein kann ich mir das schon erklären: Im Grunde paßte diese Frau überhaupt nicht zu mir. Es ging mir eigentlich gar nicht um sie- ich wollte nur endlich meine erste sexuelle Erfahrung machen, und das ist dann gründlich daneben gegangen. Ziemlich peinlich!

Leider habe ich diese Erfahrung dann auch noch ein zweites Mal gemacht, mit einer Kommilitonin, mit der ich eine kurze Affäre hatte. Schon wieder eine blöde Erfahrung.

Jetzt habe ich eine neue Freundin, in die ich mich total verliebt habe. Was für mich richtig furchtbar ist: Auch bei ihr bekomme ich im Bett einfach keine Erektion. Dabei liebt sie mich, sie ist wunderhübsch und unglaublich zärtlich… Aber bei mir tut sich da unten einfach nichts. Das ist total heftig.

Erektionsstörung-
auch ohne körperliche Ursache

An körperlichen Ursachen kann es absolut nicht liegen. Ich onaniere regelmäßig, immer mit einer starken Erektion, ohne alle Probleme.

Wahrscheinlich ist das mittlerweile meine Angst, die mich dermaßen blockiert. Ich kann mich einfach nicht mehr fallenlassen. Sobald es Richtung Bett geht, denke ich nur noch, dass es bei mir nicht klappt und wir keinen Sex haben können.

Bis jetzt hat sie noch richtig viel Verständnis und ist total nett zu mir. Aber ich weiß nicht, ob nicht auch bei ihr der Geduldsfaden irgendwann reißt. Schließlich will sie ja gern Sex mit mir haben, und ich kann ihr das einfach nicht geben.

Ich habe schon nachgedacht, ob ich Viagra nehmen soll. Ob das ein Ausweg ist?

Selbst bin ich mir da nicht sicher. Schließlich hat mein Problem, wie gesagt, hundertprozentig KEINE körperliche Ursache.

Tobias K. (Name geändert)

Erektionsstörung– Belastung für die Beziehung

Hallo Tobias,

obwohl Sie alleine beim Onanieren keine Erektionsprobleme haben, klappt es nicht, wenn Sie sexuellen Verkehr mit einer Frau haben wollen: so schon mit Ihren ersten zwei Bekanntschaften und jetzt wieder mit Ihrer neuen Freundin. Und das, obwohl Sie sehr verliebt sind.

Erektionsprobleme-
Medikamente lösen nur körperliche Probleme

Das Wichtigste vorweg: körperliche Impotenz ist nicht Ihr Problem. Von daher ist es unwahrscheinlich, dass ein Medikament wie Viagra überhaupt eine Wirkung bei Ihnen hat.

Viagra kann durch chemische Prozesse die sexuelle Erregung beim Mann verstärken- Voraussetzung ist allerdings, dass es überhaupt zu einer solchen Erregung kommt. Wenn Sie also alleine keine Schwierigkeiten haben, in sexuelle Erregung zu kommen und die Erregung nur in Gegenwart Ihrer Freundin ausbleibt, kann ein Medikament wie Viagra kaum helfen.

Erektionsprobleme-
Versagensangst als Ursache?

Da bei Ihnen körperlich offenbar alles in Ordnung ist, hat das Problem bei Ihnen wohl eine psychische Ursache, so wie Sie das schon selbst vermutet haben.

Versagensangst, also die Angst, das es nicht klappen kann, reicht völlig aus, um zu erklären, dass es auch tatsächlich nicht klappt.

Dadurch entsteht ein sich selbst verstärkender Teufelskreis: jedes Mal, wenn es nicht geklappt hat, wird die Versagensangst noch größer. Und wenn die Versagensangst noch größer wird, kann es beim nächsten Mal noch weniger klappen.

Aus einem solchen Teufelskreis ist es sehr schwierig, ohne therapeutische Hilfestellung herauszukommen. Deshalb lohnt es sich für Sie ganz bestimmt, ein paar Therapiestunden zu nehmen- vielleicht auch gemeinsam mit Ihrer Freundin.

Erektionsprobleme-
Wie eine Psychotherapie helfen könnte

1. Schritt: Psychischen Druck reduzieren

Ein erster Schritt könnte sein, Ihnen (und Ihrer Freundin) aufzuzeigen, dass Ihr Problem vielleicht gar nicht so riesige Dimensionen hat, wie Ihnen das auf den ersten Blick erscheint.

Wenn Sie selbst sicher sein können, dass es Ihrer Freundin mit Ihnen rundherum gut geht, ganz gleich ob Sie nun bei Ihr eine Erektion bekommen oder nicht, dann wäre das bereits ein erster Schritt, um dem Problem seine Bedrohlichkeit abzunehmen und den psychischen Druck zu reduzieren.

Es könnte also sinnvoll sein, wenn Sie Ihrer Freundin in nächster Zeit ab und an zu einem Orgasmus verhelfen, auch ohne selbst einen Orgasmus anzustreben.

Vielen Männern ist nicht klar, dass es durchaus möglich ist, mit einer Frau gemeinsam Sex zu haben, ohne dabei selbst eine Erektion und einen Orgasmus zu bekommen. Einzige Voraussetzung dafür ist, sich von den Vorstellungen des Normsex zu verabschieden, wonach beim Sex einzig der Koitus mit gemeinsamen Orgasmus zählt.

2. Schritt: an der Versagensangst arbeiten

Ein zweiter Schritt wäre die therapeutische Arbeit an Ihrer Versagensangst. Um hier ein geeignete Vorgehensweise zu finden, ist zuvor eine gründliche Klärung im therapeutischen Gespräch erforderlich. Wichtige Fragen könnten dabei sein:

  • Kennen Sie das Thema Angst auch aus anderen Bereichen Ihres Lebens?
  • Welche Normen gelten für Sie beim Sex?
  • Was würde passieren, wenn Sie Ihre Angst plötzlich nicht mehr hätten?

Parallel zu der inhaltlichen Arbeit am Thema Angst könnte Ihnen der Therapeut auch vorschlagen, Entspannungstechniken zu erlernen, die Ihnen generell helfen, innere Verspannungen aufzulösen.

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen
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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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Erektionsprobleme- wenn die Frau ständig zu kurz kommt

Erektionsprobleme-
Dauererregung und doch kein Sex

Erektionsprobleme? © dmitrimanuta Fotolia.com
Erektionsprobleme
Seit einem guten Jahr habe ich einen neuen Freund. Alles eigentlich prima- wir verstehen uns gut, haben viele gemeinsame Interessen, unternehmen viel miteinander… Mir gefällt auch seine Wärme und wie er es schafft, mir jeden Tag zu zeigen, dass er mich liebt.

Der einzige Haken: der Sex.

Seitdem wir uns kennen, hat er Schwierigkeiten, eine richtige Erektion zu bekommen. Egal, ob Handjob oder Blowjob, ich schaffe es nicht, ihn steif zu bekommen. Auch beim Koitus hält er nicht bis zum Orgasmus durch, muss seinen Penis irgendwann herausziehen und es sich selbst besorgen (wobei ihm auch das ein ziemliches Mass an Anstrengung abverlangt). Auf diese Weise komme ich selber beim Koitus nie zum Orgasmus, was mich ziemlich frustriert.

Ich brauche mittlerweile schon etwas Überwindung, um dieses Spiel jedes Mal wieder mitzumachen.

Erektionsprobleme-
Mit einem solchen Mann das Leben teilen?

Was dazu eigentlich gar nicht passt, ist: Er wünscht sich jeden Tag Sex. Er steht irgendwie unter einer Dauererregung: Ich habe das Gefühl, dass es für ihn schon ausreicht, dass er mich nur sieht- und schon will er Sex. Mir selber würde, selbst wenn es ihm leichter fiele, zweimal die Woche durchaus ausreichen.

Auch wenn ich ihn sonst total gern mag: Richtig vorstellen kann ich es mir nicht, mit so einem Mann mein ganzes Leben zu verbringen. Ich hätte auch Angst, dass mir irgendwann ein Mann über den Weg läuft, der es einfach besser kann als er und dass ich dann nicht Nein sagen kann…

Mein Freund hat bei dem ganzen Rumgetue übrigens anscheinend gar kein Problem. Wenn ich ihm das mit seiner mangelnden Erektion sagen würde, empfände er das bestimmt nur als Kränkung und würde nicht zum Arzt gehen.

Kann das gut gehen, eine Beziehung, in der die Frau permanent sexuell unterversorgt ist? Wie soll man da jahrelang glücklich beieinander bleiben?

Yvonne S. (Name geändert)

Erektionsprobleme-
Grund für Auflösung der Partnerschaft?

Hallo Yvonne,

die Partnerschaft mit Ihrem neuen Freund hat viele gute Seiten: gemeinsame Interessen, viele Unternehmungen, Liebe und Wärme.

Nur beim Sex haben sie das Gefühl, ständig zu kurz zu kommen, da Ihr Freund weder durch Handjob, noch Blowjob, noch Koitus zum Orgasmus kommt, sondern nur durch Selbstbedienung. Sie selbst kommen durch den Koitus bei ihm auch nicht zum Orgasmus.

Das frustriert sie so sehr, dass Sie sich überlegen, ob sie beide überhaupt für eine langfristige Partnerschaft zueinander passen.

Erektionsprobleme-
eine medizinische Ursache?

Auch wenn es sicher kein Fehler ist, wenn Ihr Freund darüber einmal mit einem Arzt sprechen würde: Ich halte es für unwahrscheinlich, dass Ihr Freund ein medizinisches Problem hat (Impotenz).

Schließlich ist er ja in der Lage, eine Erektion zu bekommen und, bei Selbstbedienung, auch einen Orgasmus. Auch Sie als Person üben so viel sexuellen Reiz auf ihn aus, dass er sehr leicht in sexuelle Erregung kommt.

Von daher glaube ich nicht, dass irgendeine medikamentöse Behandlung besondere Fortschritte bringen würde.

Erektionsprobleme-
ein Problem von ihm oder mit ihm?

So wie Sie das schildern, hat er -streng genommen- gar kein Erektionsproblem und auch kein Orgasmusproblem. Denn auf körperlicher Ebene funktioniert das ja, jedenfalls bei der Selbstbefriedigung. Er selbst sieht das offenbar auch so und will deswegen auch nicht zum Arzt gehen.

Dennoch haben Sie ein Problem mit ihm, da er im Sex nicht die Erwartungen erfüllt, die Sie an einen Mann stellen: Orgasmusfähigkeit bei Handjob, Blowjob und im Koitus.

Außerdem ist bei Ihnen beiden der Sex am Ende, sobald er durch Selbstbedienung seinen Orgasmus bekommen hat- und Sie bleiben danach unbefriedigt.

Erektionsprobleme-
Bleibt die Frau ewig unbefriedigt?

Offenbar haben Sie ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie für Sie funktionierender Sex aussieht (vgl. Artikel: Normen für den Sex). Sie erwarten von einem Mann die Orgasmusfähigkeit bei Handjob, Blowjob und im Koitus- und das kann Ihnen Ihr Freund nicht bieten.

Grundsätzlich gibt es drei Veränderungsmöglichkeiten:

  1. Irgendwie schafft es Ihr Freund, die von Ihnen gewünschten Fähigkeiten doch noch zu bekommen.
  2. Sie finden einen Weg, wie Sie mit Ihrem Freund auch ohne Veränderung seiner Orgasmusfähigkeit befriedigenden Sex erleben können.
  3. Sie trennen sich von Ihrem Freund und suchen sich einen Mann, der diese Fähigkeiten hat.
Zu Möglichkeit 1: Die Veränderung Ihres Freundes

Sexuelle Fähigkeiten können sich ändern. Es ist durchaus möglich, dass Ihr Freund irgendwann auch ohne Selbstbefriedigung zum Orgasmus kommt. Allerdings gibt es kaum einen Weg, das irgendwie herbeizuzwingen. Hier gibt es definitiv keine Patentlösung.

Es kann sein, dass Ihr Freund durch innere Versagensängste daran gehindert ist, durch die genannten Methoden zum Orgasmus zu kommen. In diesem Fall könnte möglicherweise eine psychotherapeutische Beratung weiterhelfen. Das geht aber nur, wenn Ihr Freund selbst sich das selber wünscht.

Es kann aber genauso gut sein, dass Ihr Freund für seinen Orgasmus rein körperlich genau die Form der Stimulation benötigt, die er sich nur selber in Form der Masturbation geben kann. Das erhebliche Mass an Anstrengung, das er auch selbst aufwenden muss, kann ein Hinweis darauf sein, dass sein Orgasmus tatsächlich ein so starkes Mass an Stimulation benötigt- und dass dafür die anderen Techniken einfach nicht ausreichen.

Zu Möglichkeit 2: Neue Wege beim Sex

Bisher haben Sie den Sex mit Ihrem Freund als unbefriedigend erlebt. Ein Ansatz zu einer Verbesserung sind vielleicht folgende Überlegungen:

  • Was benötigen Sie selbst, um einen befriedigenden Orgasmus zu erleben?
  • Benötigen Sie unbedingt den Koitus und dazu den Samenerguss des Mannes, um einen befriedigenden Orgasmus zu erleben?
  • Kann es für Sie auch andere Möglichkeiten geben, zum Orgasmus zu kommen? Wie ließe sich eine solche Form des Orgasmus in Ihren gemeinsamen Sex einbeziehen: so dass Sie Ihren Orgasmus noch vor ihm erleben (eventuell auch im Koitus) oder danach (und dann nicht im Koitus)?

Gemeinsamer Sex kann durchaus anders aussehen als der „Normsex“ mit Orgasmus beider Partner beim Koitus.

Vielleicht haben Sie beide Lust, hier ein Stück weit zu experimentieren? Ich kann mir gut vorstellen, das es hier noch Möglichkeiten gibt, an die Sie vielleicht selbst noch gar nicht gedacht haben.

Bei einer solchen Entdeckungsreise zu neuen Möglichkeiten des sexuellen Miteinander kann es ggf. auch hilfreich sein, in ein paar Sitzungen bei einem Sexualtherapeuten zu investieren.

Zu Möglichkeit 3: Die Trennung von Ihrem Freund

Das ist die Möglichkeit, die Ihnen in jedem Fall offensteht. Aber vielleicht wäre es schade, diesen Weg zu wählen, ohne nicht vorher alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben. Denn Sie und Ihr Freund passen offenbar in allen anderen Lebensbereichen sehr gut zueinander…

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

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