Was ist Sexualtherapie? MP Online-Beratung

Was ist Sexualtherapie eigentlich? Methoden und Praxis

Was ist Sexualtherapie?
Das breite Spektrum der Angebote

Was ist Sexualtherapie?
Sexualtherapie ist in Deutschland (bis jetzt) kein geschützter Begriff, so dass sich mit „Sexualtherapie“ die unterschiedlichsten Konzepte und Methoden verbinden.

Das geht von universitärer Forschung bis hin zu Tantra-Gruppen-Seminaren mit körperlichen Erotik-Übungen, die mehr im esoterischen als im psychotherapeutischen Bereich verwurzelt sind. Dementsprechend sind auch die Ausbildungen der Therapeuten wie auch die Qualität der Veranstaltungen höchst unterschiedlich.

Wer sich also eine Sexualtherapie wünscht, tut gut daran, sich im Vorfeld zu informieren, was der jeweilige Anbieter eigentlich darunter versteht.

Was ist Sexualtherapie?
Mein eigener Ansatz

Sexualtherapie bedeutet für mich mehr als nur die Behandlung körperlicher sexueller Funktionsstörungen wie z.B. Erektionsstörungen oder Scheidentrockenheit- auch wenn solche Symptome ein guter Anlass sein können, eine Sexualtherapie zu beginnen.
Für mich ist das Ziel einer Sexualtherapie die ganzheitliche Sorge für eine glückliches Sexualleben– und dazu gehört nicht nur das gute Funktionieren des Körpers, sondern auch und vor allem ein gutes Verständnis für sich selbst und für den Partner.

Mein therapeutischer Ansatz kommt aus der klientenzentrierten Gesprächstherapie, einer klassischen Form der Psychotherapie, die von Carl Rogers in den 60er Jahren entwickelt wurde. Der wichtigste Aspekt ist: Der Klient bzw. die Klientin steht im Mittelpunkt, d.h., über die Inhalte und die angewandten Therapiemethoden entscheidet der Klient/die Klientin und nicht der Therapeut.

In meinen Therapiestunden geht es demnach nicht um das Praktizieren von Sexualität und schon gar nicht um das praktische Einüben bestimmter Sexualtechniken, sondern um die Reflexion und das Nachdenken über Probleme, die mit Sexualität in Zusammenhang stehen.

Im gemeinsamen Gespräch zwischen Klient/in und Therapeut geht es darum, Klarheiten und Einsichten zu gewinnen, die zur Verbesserung der Lebensqualität des Klienten/der Klientin beitragen.

Sexualtherapie ist nach meinem Verständnis lösungsorientiert: Es werden also nicht ganz allgemein Nachforschungen z.B. über das eigene Erleben der Kindheit angestellt (was natürlich auch spannend sein kann, aber nicht grundsätzlich und von vornherein in eine Therapie hineingehört). Sondern es geht darum, die anstehenden Probleme gemeinsam genau zu untersuchen und mögliche Lösungsstrategien zu entwickeln.

Eine wichtige Voraussetzung ist allerdings immer zu prüfen: Viele Probleme im Bereich der Sexualität haben nicht nur psychische Gründe, sondern auch körperliche Ursachen (z.B. unentdeckte Diabetes). Deshalb ist immer auch die medizinische Seite zu checken, bevor mit einer Psychotherapie begonnen werden kann.

Was ist Sexualtherapie?
Miteinander sprechen als Therapie

Für mich sind die folgenden Punkte entscheidend für die Qualität einer Sexualtherapie:

Wichtigste Therapiemethode ist das Gespräch, in dem der Therapeut dem Klienten/der Klientin in wertschätzender Haltung zuhört und einfühlsam und offen auf dem Weg durch die Therapie begleitet.

Dabei ist es der Klient/die Klientin selbst, welche die Inhalte und auch das Tempo bestimmt, wie die Therapie vorangehen soll. Wissenschaftlich ist die Wirksamkeit dieser Grundprinzipien der Gesprächstherapie durch zahlreiche Studien erwiesen.

Behutsamkeit im Umgang mit sexuellen Themen ist unbedingt zu beachten. Brachiale Therapiemethoden, wie sie besonders in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts modern waren und die intensiv auf körperliche Berührungen setzten, haben sich nicht nur als wenig wirksam, sondern häufig sogar als gefährlich erwiesen. Denn gerade im Bereich Sexualität kann es zurückliegende traumatische Erfahrungen geben, die nicht durch brutale Therapiemethoden unvermutet wachgeschüttelt werden dürfen.

Natürlich kann es in einer Sexualtherapie auch um traumatische Erfahrungen gehen- und das ist leider nur zu häufig der Fall, wenn man etwa an die hohe Quote von Kindesmissbrauch in Deutschland denkt. Aber gerade die Aufarbeitung traumatischer Erfahrungen benötigt vor allem Zeit und Behutsamkeit, und keine therapeutischen Kavallerieangriffe.

Übungen der Sexualtherapie

So das im Rahmen einer Therapie sinnvoll ist, können Übungen in der Sexualtherapie eine schöne Ergänzung zu den Therapiestunden ergeben. Vgl. dazu den ausführlichen Artikel Übungen in der Sexualtherapie.

Themen der Sexualtherapie

In einem eigenen Artikel habe ich eine Liste möglicher Themen für eine Sexualtherapie zusammengestellt. In der Therapie können also alle Fragen zur Sprache kommen, die mit Sexualität in engerem und weiterem Sinn zusammenhängen: Fragen der eigenen sexuellen Orientierung, körperliche Probleme, Missbrauchserfahrungen, Schwierigkeiten bei der Partnersuche, Probleme in der Partnerschaft. Nach Absprache kann es sinnvoll sein, einzelne Therapiestunden oder auch die gesamte Therapie gemeinsam mit dem Partner/der Partnerin anzugehen.

Bei eng umgrenzten Einzelfragen reicht häufig auch eine Einzelstunde für eine Beratung- dazu biete ich Online-Sprechstunden an, für die Sie sich auf Wunsch auch völlig anonym anmelden können.

Ich freue mich, wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen und wir dann für Ihre Fragen einen geeigneten Lösungsweg besprechen können. Eine solche Erstanfrage ist grundsätzlich kostenlos.

Mit freundlichen Grüßen
Mausklick deaktivieren © M.Petery.
Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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Vereinbaren Sie einen kostenlosen Ersttermin für meine Online-Sprechstunde per Mail:

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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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  • sexuelle Probleme aller Art
  • Angst (Versagensangst, sexuelle Ängste…), Depression
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2 Gedanken zu „Was ist Sexualtherapie eigentlich? Methoden und Praxis“

  1. das ist ja interessant, dass wie du sagst (unentdeckte) Diabetes einen Einfluss aufs Sexualleben haben kann ??

    lg

    1. Hallo Andreas,
      Diabetes kann tatsächlich ganz allgemein zu verminderter sexueller Lust führen, außerdem bei Männern zu Erektionsstörungen und bei Frauen zu Scheidentrockenheit. Deshalb ist vor einer Sexualtherapie immer auch eine medizinische Untersuchung erforderlich. Es wäre ein therapeutischer Kunstfehler, ohne eine solche Abklärung mit einer Psychotherapie zu beginnen.
      HG, Michael Petery.

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