Archiv der Kategorie: RTL- Let´s talk about Sex- Radiointerviews

RTL- Let´s talk about Sex mit Louisa:
Radiointerviews mit Dr. Michael Petery

RTL- Let´s talk about Sex
RTL- Let´s talk about Sex: Dr. Michael Petery als Experte im Live-Talk mit Louisa.

Dr. Petery stellt sich als Experte den Fragen der RTL-Moderatorin und erklärt in der Radioshow aktuelle Themen rund um den Sex.

Was ist „richtig guter Sex“?

Was ist eigentlich „richtig guter Sex“?
Was heißt eigentlich, gut im Bett zu sein?

Radiointerview richtig guter Sex
Hier der Radiomitschnitt.
(wird nachgetragen)

Interview mit Dr. Michael Petery
in der Sendung Let´s talk about Sex bei Radio 89.0 RTL

Richtig guter Sex:
Worauf kommt es im Bett an, damit es gut klappt?

Die Hauptregel gleich zuerst:
Dafür, dass es in einer Beziehung im Bett klappt, ist die wichtigste Voraussetzung, dass es schlicht und ergreifend auch außerhalb vom Bett klappt: sowohl im Miteinander der beiden Partner, aber auch im Leben der beiden Partner je für sich.

Die Sexualität ist ein Kernbereich in der Emotionalität jedes Menschen. Und jede Störung in anderen Lebensbereichen wirkt sich hier aus.

Das beginnt bereits bei äußeren Problemen wie z.B. beruflichem Stress, der bis ins Bett hineinlappen kann, wenn der Kopf einfach nicht mehr abschaltet. Aber auch eigene psychische Probleme, wie zum Beispiel Depressionen oder Zwangsstörungen können die Freude am Sex erheblich beeinträchtigen.

Und noch schwieriger wird der Sex, wenn ungelöste Konflikte mit dem Partner oder der Partnerin anstehen, wenn ein offener Streit besteht oder unausgesprochene Vorwürfe zwischen beiden schwelen.

Solche Probleme außerhalb und innerhalb der Partnerschaft können dazu führen, dass der Sex rein körperlich gar nicht mehr möglich ist und einer oder beide Partner keinen Orgasmus mehr bekommen.

Interessant ist übrigens, dass bei vielen Menschen der schnelle Sex mit einem bzw. einer völlig Unbekannten manchmal besser klappt als mit dem langjährigen Partner. Das liegt daran, dass sich beide so noch in der Illusion wiegen können, den absoluten Traummann oder die absolute Traumfrau zu umarmen: den anderen Menschen in seinen tatsächlichen Eigenarten haben beide noch überhaupt nicht wahrgenommen.

Ähnlich funktioniert auch jede Form der Verliebtheit. Letztlich bin ich zunächst einmal in das Idealbild von einem Menschen verliebt und nicht in die konkrete Person, die ich ja noch gar nicht kenne. In dieser Phase funktioniert der Sex einfach und gut- aber es ist letztlich noch keine tiefe Begegnung mit einem anderen Menschen.

Richtig guter Sex benötigt Zeit, benötigt das gegenseitige Kennenlernen der sexuellen Vorlieben und Fantasien, benötigt auch ein gutes Stück Spielfreude und Spaß am Ausprobieren.

Richtig guter Sex:
Was ist für Männer und was für Frauen wichtig?

So pauschal lässt sich da keine Antwort geben. Jeder Mensch ist unterschiedlich, und das gilt für Männer genauso wie für Frauen. Entgegen dem allgemeinen Klischee gibt es durchaus Männer, die vor allem kuscheln wollen, und Frauen, die im Sex auch härtere Gangarten mögen.

Was allerdings zu beachten ist, dass Männer und Frauen rein anatomisch unterschiedlich zum Orgasmus kommen.

Für die meisten Männer –aber auch nicht für alle- ist der Koitus, also das Eindringen des erigierten Penis in die Scheide der Frau- ein sicherer Weg zum Höhepunkt.

Viele Frauen dagegen bekommen allein durch den Koitus niemals einen Orgasmus. Für sie ist ein ausführliches Vorspiel mit der Erregung der Klitoris entscheidend oder auch die Möglichkeit, die eigenen Schenkel fest zusammenpressen zu können, um so einen Orgasmus zu erreichen.

Dazu kommt dann auch noch ein zeitlicher Unterschied. Frauen benötigen ca. 20 min Vorspiel, um ihren ersten Orgasmus zu bekommen. Dafür können sie danach länger auf dem höchsten Erregungslevel bleiben und ggf. auch noch weitere Orgasmen bekommen.

Männer dagegen kommen bei entsprechender körperlicher Stimulation deutlich schneller zum Orgasmus- und gelangen danach sehr schnell in die sogenannte Refraktärphase, in der die sexuelle Erregung komplett zurückgeht.

Richtig guter Sex:
Wie kann es im Bett besser funktionieren?

Von der technischen Seite her gesehen, ist es wichtig, dass beide Partner um diese geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Sex wissen. Es ist also sinnvoll, dass der Mann seinen Orgasmus erst dann bekommt, wenn die Frau bereits ihren ersten hatte. Sonst besteht die Gefahr, dass der Mann die Lust verliert, bevor es bei der Frau mit der Erregung überhaupt richtig losgegangen ist.

Das traditionelle Ideal, einen gemeinsamen, gleichzeitigen Orgasmus im Koitus anzustreben, ist geradezu ein sicherer Weg, sich beim Sex gegenseitig total unter Druck zu setzen und nur Frust abzubekommen.

Sex funktioniert dann am besten, wenn beide Partner vom jeweils anderen wissen, was der braucht, um glücklich zu sein. Deshalb ist es so wichtig, in einer Beziehung hin und wieder auch über den Sex und über sexuelle Bedürfnisse zu reden. Und das nicht nur beim Sex selber- sondern vielleicht auch einmal in Ruhe auf einem Spaziergang, ohne gleich übereinander her zu fallen.

Dabei könnten dann auch etwas ausgefallenere Themen angesprochen werden, wie z.B. „Was hältst du eigentlich von Fetisch- oder BDSM-Sex?“ Und das, ohne den anderen mit solchen Ideen sofort unter Druck zu setzen.

Sich gegenseitig zu kennen, auch in seinen sexuellen Fantasien, und darüber offen reden zu können- das ist der Königsweg zu richtig gutem Sex, der immer wieder aufregend und spannend ist.

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Zuletzt aktualisiert am 18.09.2017.

Klischees über Frauen-
Interview mit Dr. Michael Petery

Klischees über Frauen

Klischees über Frauen

Radiointerview Klischees über Frauen
Hier der Radiomitschnitt.
(wird nachgetragen)

Interview mit Dr. Michael Petery
in der Sendung Let´s talk about Sex bei Radio 89.0 RTL

Klischees über Frauen: die psychoogischen Hintergründe

Beispiele für Klischees über Frauen sind: Sie können zwischen Sex und Liebe nicht trennen, interpretieren überall etwas hinein…

Klischees über Frauen:
Wie entstehen solche Klischees?

Klischees über Frauen:
Nr.1: Frauen wollen nach dem Sex kuscheln, Männer nicht – warum?

Zuerst vorab als die Vorbemerkung: Alle Menschen sind unterschiedlich, Männer genauso wie Frauen.

Das heißt: Natürlich kann es auch Männer geben, die nach dem Sex kuscheln wollen und Frauen, die das nicht mögen. Und beides ist vollkommen normal.

Allerdings stimmt, dass bei Männern und Frauen die Erregungskurve beim Sex unterschiedlich verläuft. Bei Männern setzt nach dem Orgasmus schon nach wenigen Sekunden die sogenannte Refraktärphase ein, also die Phase des Rückgangs der sexuellen Erregung. In dieser Phase ist der Mann eine Zeit lang zu sexueller Erregung nicht fähig. Manchen Männern wird es dann sogar zu viel, weiter im Bett liegenzubleiben und mit der Partnerin zu kuscheln.

Frauen dagegen haben körperlich die Möglichkeit zu mehreren Orgasmen hintereinander. Sie können eine viel längere Zeit sexuell erregt bleiben. Es kommt bei mir bei Paartherapien immer wieder vor, dass Frauen enttäuscht davon berichten, dass ihre Männer sehr schnell mit dem Sex fertig sind, während sie eigentlich noch weitermachen könnten.

Mein Tipp ist, sich gemeinsam insgesamt viel mehr Zeit zu lassen- und als Mann ruhig einmal nachzufragen, ob die Frau nicht doch noch einen weiteren Orgasmus haben will. Das muss dann gar nicht unbedingt im Koitus sein- das kann dann auch durch Selbstbefriedigung der Frau passieren. Denn auch nebeneinander Sex zu haben ist eine Form des gemeinsamen Sex!

Klischees über Frauen:
Nr.2: Frauen können Sex und Liebe meist nicht trennen – warum?

Auch das ist eine sehr pauschale Zuschreibung. Natürlich gibt es Männer, für die Sex ohne Liebe nicht vorstellbar ist und es gibt Frauen, die beides trennen und hin und wieder einfach bloß Sex haben wollen.

Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen Mann und Frau, die möglicherweise durch die Entwicklungsgeschichte des Menschen erklärbar sind. Amerikanische Forscher wie Irwin Silverman haben darauf hingewiesen, dass die unterschiedlichen Aufgabenbereiche in der Urhorde eine unterschiedliche Organisation des Gehirns bei Männern und bei Frauen begünstigt haben. Männer sind demnach mehr die „Jäger“, die auf schnelle Beute aus sind, Frauen eher „Sammlerinnen“, welche die Vorräte sorgfältig verwalten.

Demnach scheint die reine Lust am Sex ohne Liebe genetisch vor allem ein Interesse von Männern zu sein, die ihren Samen möglichst breit unter viele Frauen verteilen möchten.(Was modern auch heißen kann, sich virtuell mit zahlreichen Porno-Film-Frauen zu befriedigen.)

Bei Frauen ist Sex entwicklungsgeschichtlich dagegen immer auch mit Schwangerschaft und Kinderkriegen verbunden. So gesehen, ist es für Frauen wichtig, Sexualpartner zu finden, die nicht nur ihren Trieb abarbeiten wollen, sondern bereit sind, liebevoll für die Beziehung und auch den möglichen Nachwuchs einzustehen.

Heute haben sich Frauen durch moderne Verhütungsmittel aus dieser Zwangslage weitgehend befreit und können Sex auch pur und ohne Fortpflanzungsabsicht genießen. Trotzdem bleibt an dieser stammesgeschichtlichen Ausrichtung der Geschlechterrollen immer noch etwas dran.

In einer Partnerschaft ist es in jedem Fall eine etwas merkwürdige Idee, Sex und Liebe voneinander trennen zu wollen… Meiner Meinung nach gehört es zu einer funktionierenden Partnerschaft unbedingt hinzu, dass beide Partner nicht nur durch Sex, sondern auch durch Liebe miteinander verbunden sind und dass beide je nach ihren eigenen Bedürfnissen dazu auch noch sexuell die Befriedigung finden, die sie jeweils brauchen.

Trennung von Sex und Liebe wäre also eher ein Thema für One-Night-Stands als für die Partnerschaft.

Klischees über Frauen:
Nr.3: Warum interpretieren Frauen gern „in alles etwas rein“?

Das ist schon ein ziemlich heftiger Satz. Ich selbst kenne ihn vor allem von Männern in der Paartherapie, wenn sie ihrer Partnerin einfach nicht zuhören wollen.

Dann ist das die argumentative Superkeule: „Ihr Frauen interpretiert ja gern in alles etwas hinein.“ Und weil das nun einmal generell so ist, brauche ich als Mann mich auf keine weitere Diskussion mehr einzulassen.

Das Argument funktioniert natürlich auch mit umgekehrter Geschlechterverteilung. Auch die Frau kann zu ihrem Partner sagen: „Du interpretierst da in alles immer etwas rein.“

Und schon ist ein ernsthaftes Gespräch auf Augenhöhe nicht mehr möglich. Der oder die andere wird danach kaum noch Lust haben, Punkte in der Partnerschaft anzusprechen, die ihm gerade eben noch sehr wichtig waren.

Das Beispiel zeigt, wie gefährlich solche allgemeinen Zuschreibungen im Bereich der Psychologie sein können. Also: Vorsicht mit Sätzen an meinen Partner, die so ähnlich klingen wie: „Das ist doch bei allen Männern bzw. Frauen immer so!“

Viel besser, als das Gespräch mit einem solchen Dampfhammer abzubrechen, ist es, kurz innezuhalten und darüber nachzudenken, warum dem anderen das so wichtig ist, was er mir da sagen will. Und dann kann ich immer noch mit ihr oder ihm darüber weiterdiskutieren, ob der andere mit seinen Vermutungen recht hat oder nicht.

 

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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery
Klischees über Frauen

PS:
Vgl. auch das Interview Klischees über Männer

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Zuletzt aktualisiert am 14.09.2017.

Ist Selbstbefriedigung
gesund?

Selbstbefriedigung

Selbstbefriedigung-
Laster oder völlig normal?

Radiointerview Selbstbefriedigung
Hier der Radiomitschnitt.

Interview mit Dr. Michael Petery
in der Sendung Let´s talk about Sex bei Radio 89.0 RTL

Ist Selbstbefriedigung gesund?
Oder wird man davon blind?

Onanie macht definitiv nicht blind. Diese Aussage ist wissenschaftlich gesehen ein völliger Unsinn.

In Wirklichkeit ist genau das Gegenteil richtig. Selbstbefriedigung ist gesund. Und zwar sowohl körperlich wie auch psychisch.

Bei Männern trägt häufiges Onanieren dazu bei, das Risiko von Prostata-Krebs zu senken und schützt vor Entzündungen der Harnblase. Bei Männern und Frauen senken die Sexualhormone, die bei der Selbstbefriedigung freigesetzt werden, das Diabetes-Risiko.

Aus psychologischer Sicht gilt: Wer sich gut selbstbefriedigen kann, hat auch besseren Sex mit dem Partner.

Zum einen deswegen, weil er den eigenen Körper, seine eigene Orgasmusfähigkeit und seine eigenen sexuellen Bedürfnisse besser kennt und auch in der Beziehung besser äußern kann.
Zum anderen, weil es durch Selbstbefriedigung ein Ventil gibt, auch in der Partnerschaft den eigenen Sexualdrang manchmal alleine ausleben zu können.- und bei dr eigenen Bedürfnisbefriedigung nicht notgedrungen nur auf den Partner bzw. die Partnerin angewiesen zu sein oder aus lauter Druck fremdgehen zu müssen.

Wenn beide Partner unterschiedlich häufig das Bedürfnis zum Sex haben, ist das dann kein Problem, wenn die Partner sich auch selbstbefriedigen können.

Der Partner mit dem häufigeren Sex-Bedürfnis hat so eine Möglichkeit, trotzdem zum Orgasmus zu kommen , und muss nicht den anderen gegen dessen Willen mit seinem Sexwunsch bedrängen.

Interessanterweise ist Masturbation übrigens auch im Tierreich weit verbreitet, nicht nur bei Säugetieren wie Hunden, Affen, Kühen, Pferden oder Schafen, sondern auch bei Vögeln und Reptilien. Allein das zeigt, dass Masturbation biologisch zur Sexualität schlicht und einfach hinzugehört.

Nicht normal ist einzig und allein, die Lust an der Onanie künstlich zu unterdrücken.

Warum galt das früher als verpönt?

Das Verbot von Onanie ist menschheitsgeschichtlich eine späte Erfindung im Umfeld des Christentums. Bei den alten Griechen und Römern war Selbstbefriedigung noch völlig selbstverständlich.
Im frühen Christentum galt Sexualität schon bald als verpönt. Die eigentliche Liebe des Menschen sollte nur noch Gott allein gehören- und sogar der Sex mit der Ehefrau nicht mehr Lust bereiten als unbedingt nötig (daher das Verbot aller anderen Sexpraktiken außer der Missionarsstellung).

Diese christliche Sexualmoral hat die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts gründlich geprägt- und wirkt direkt oder indirekt bis heute fort.

Wie machen es Frauen / wie die Männer?
Gibt es da Unterschiede?

Die meisten Frauen gelangen selber zum Orgasmus, indem sie die Klitoris mit der Hand stimulieren. Manche Frauen nutzen dazu auch einen Vibrator. Deutlich weniger kommen durch vaginale Masturbation zum Orgasmus, also durch das Einführen eines Fingers in die Scheide . Und wieder andere erregen sich durch das feste Zusammenpressen der Oberschenkel.

Männer haben da weniger Möglichkeiten. Hier ist es eigentlich immer das rhythmische Reiben und Drücken des männlichen Gliedes, das erst zur Erektion und dann zum Samenerguss führt.
Bei Männern sind es etwa 94%, die regelmäßig masturbieren, bei Frauen etwa 80 %.

Männer benutzen dabei weit häufiger als Frauen Pornografie als Hilfsmittel. Selbstbefriedigung bei Männern ist in der Regel mit erotischen Fantasien verbunden, die zur Luststeigerung dienen.
Bei den Frauen sind es nur etwa 50%, die bei der Selbstbefriedigung erotische Vorstellungen haben. Die andere Hälfte der Frauen genießt das Masturbieren als einen rein körperlichen Akt.

Aber wie auch immer Mann oder Frau es macht: Aus sexualwissenschaftlicher Sicht kann gar nicht genug betont werden: Onanieren ist völlig gesund. Onanieren verursacht keinerlei körperliche oder psychische Schäden und kann als solches auch nicht zur Sucht führen.

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Das erste Mal Sex- worauf kommt es wirklich an?

Das erste Mal Sex

Das erste Mal Sex- Vorübung
oder entscheidender Eindruck?

Radiointerview Das erste Mal Sex
Hier der Radiomitschnitt.

Interview mit Dr. Michael Petery
in der Sendung Let´s talk about Sex bei Radio 89.0 RTL

Das erste Mal Sex- warum erinnern wir uns alle daran?

Erinnerungen werden dann besonders gut gespeichert, wenn eine emotionale Komponente beteiligt ist. Deswegen ist es leicht, sich an Personen und Erlebnisse zu erinnern, die uns etwas bedeuten- und aus genau dem gleichen Grund ist es für die meisten von uns schwer, sich mathematische Formeln zu merken, die uns emotional nur sehr wenig sagen.

Beim ersten Mal Sex sind wir alle mit unseren Gefühlen stark beteiligt. Das kann Stolz sein, Aufregung, Neugier, aber auch Angst oder sogar Ekel. Bei so starken Gefühlen ist das keine große Überraschung, dass wir uns alle an unser erstes Mal Sex gut erinnern können.

Dass wir Erlebnisse mit großem emotionalen Wert besonders gut erinnern, ist übrigens nicht sexspezifisch, sondern tritt auch auf bei anderen Lebensereignissen, die mit starken Gefühlen verbunden sind. Die meisten erinnern sich zum Beispiel sehr gut an den ersten Schultag, an die Abschlussprüfung oder an den Todesfall eines nahestehenden Menschen.


Das erste Mal Sex: Was sollte man beachten?

Das Wichtigste gleich als erstes:
Es gibt kein richtig oder falsch für den ersten Sex.

Es gibt auch keine festgesetzten Regeln, welches Programm da abzulaufen hat.

Das erste Mal muss nicht zwangsweise mit dem Orgasmus beider Partner im Koitus enden oder ein unglaublich schönes Erlebnis der Zweisamkeit werden. Eine solche Vorstellung ist insgesamt ziemlich unrealistisch.

Das gilt insbesondere dann, wenn bei der Frau das Jungfernhäutchen noch vorhanden ist und es beim ersten Sex durchtrennt wird. Das tut (in Maßen) weh- und danach sollte erst einmal Schluss mit dem Sex sein, außer die Frau erklärt ausdrücklich, dass sie weitermachen will.

Viele Menschen haben in Bezug auf das erste Mal eher zwiespältige Erinnerungen. Sex ist ein Spiel, das etwas Übung und Erfahrung braucht.
Viel wichtiger als die Frage nach dem ersten Sex ist aus sexualtherapeutischer Sicht, wie der Sex in der Gegenwart läuft.

Das erste Mal Sex: Was sollte man einfach „geschehen“ lassen?

„Geschehen lassen“ ist beim Sex nie eine gute Idee.

Wenn ich den Partner (oder auch die Partnerin) beim Sex Sachen machen lasse, die ich selbst nicht will, dann vergifte ich damit die Partnerschaft. Denn wenn ich etwas zugelassen habe, was ich aktiv gar nicht wollte, dann stauen sich innerlich Vorwürfe auf- nach dem Motto: Warum war der oder die denn so unsensibel, dass sie nicht gemerkt hat, dass ich gar nicht so weit gehen wollte?
Und so weit sollte es gar nicht erst kommen.

Wichtig ist also: Schlicht und einfach miteinander zu reden, auch in Sachen Sex. Dem Partner oder der Partnerin also schon vorher zu sagen, was man sich erwartet und wo die eigenen Grenzen sind.
Es ist nicht falsch, auch zwischendurch mal nachzufragen: Gefällt dir das so? Magst du das? Sollen wir so weitermachen oder vielleicht noch etwas anderes ausprobieren?

Sex funktioniert dann am besten, wenn beide aktiv mitspielen und sich beide Partner gemeinsam auf Entdeckungsreise begeben!


Wie ist das beim ersten Mal in einer neuen Partnerschaft?

Warum ist man dabei immer noch aufgeregt? Gibt es einen richtigen Zeitpunkt? Was sollte man beachten (Lachen können, Verhütung)?

Klar, wenn es in einer neuen Partnerschaft zum ersten Sex kommt, ist das immer eine aufregende Sache. Schließlich sind beide Partner neugierig, wie da der andere zu einem passt. Möglicherweise kommt auch noch der Wunsch dazu, beim ersten Sex einen tollen Eindruck machen zu wollen (was auch immer das sein soll).

Mein Tipp wäre, da ein bisschen Druck raus zu nehmen. Richtig guter Sex braucht in den meisten Partnerschaften Zeit. Es dauert eben, bis man sich richtig kennengelernt hat, auch auf sexuellem Gebiet. Deshalb sollten beide den ersten Sex in einer neuen Partnerschaft nicht überbewerten. Es ist völlig normal, wenn einer oder beide Partner erst nach ein paar Wochen beim Sex einen Orgasmus bekommen- auch wenn wir in unseren Köpfen vielleicht ein ganz anderes Bild vom feurigen Beginn einer Beziehung haben.

Ob es in einer neuen Partnerschaft gleich beim ersten Date oder erst nach ein paar Wochen zum ersten Sex kommt, hat neueren Studien zufolge keinen Einfluss auf die Dauerhaftigkeit der Beziehung. Deshalb ist es weder sinnvoll, den ersten Sex künstlich hinauszuzögern- und auch nicht, den ersten Sex möglichst gleich beim ersten Date zu erzwingen.

In einer Partnerschaft lernen sich zwei Menschen über kurz oder lang sowieso in all ihren Vorzügen und ihren Nachteilen kennen. Daher lohnt es sich auch nicht, dem anderen irgendetwas beim ersten Sex vorspielen zu wollen.

Wichtig ist allein der Wunsch und die Freude, genau mit diesem Menschen zusammen sein zu wollen: und eine gemeinsame Form des Sex zu entdecken, die beiden Spaß macht.

Dazu gehört natürlich, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Zu guten Sex gehört dazu, dass sich die Partner schon vorher darüber Gedanken machen, wo sie dabei nicht gestört werden und welche Form der Verhütung sinnvoll ist.

Und auch dafür gibt es ein gutes Mittel: einfach offen miteinander zu reden!

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Zuletzt aktualisiert am 14.09.2017.

Domina-Sex: Warum stehen Männer darauf?

Domina-Sex

Domina-Sex:
Wenn Frauen Männer quälen

Domina-Sex

Interview mit Dr. Michael Petery
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Domina-Sex:
Warum machen das Männer, sich erniedrigen zu lassen?

Der Besuch bei einer professionellen Domina ist, anders als das auf den ersten Blick erscheinen mag, ein Verwöhnprogramm für Männer. Die Männer suchen sich bei einer Domina wie im Restaurant auf einer Speisekarte genau die Formen sexueller Erniedrigung aus, die sie sich selbst wünschen. Das hat mit Sadismus seitens der Frau nur sehr wenig zu tun.

Die wichtigste Erfahrung, um die es den meisten Männern dabei geht, ist die Abgabe der Führungsrolle: einmal selbst für nichts verantwortlich zu sein, sich ganz und gar in die Hände eines anderen Menschen zu begeben, der für die Dauer der Sitzung bestimmt, was geschieht.

Aus psychologischer Sicht ist eine Session bei einer Domina so etwas wie ein Angstexpositions-Training: der Mann stellt sich seinen tiefsten Ängsten von Misshandlung und Erniedrigung und kann im kontrollierten Rahmen des Domina-Studios erleben, dass diese lebensbedrohlichen Ängste sich zuletzt in sexueller Lust auflösen.

Bei vielen Männern, die eine Domina aufsuchen, ist anzunehmen, dass eigene Erfahrungen von sexuellem Missbrauch in der Kindheit im Hintergrund stehen. Neuere Forschungen gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 15% der Frauen und 5% der Männer als Kinder Opfer von sexuellen Übergriffen geworden sind. Dabei sind, gerade Männern gegenüber, die Täterinnen häufig weiblich: oft die eigene Mutter, aber auch die Erzieherin oder Lehrerin.

Wer so etwas in der Kindheit erlebt hat, für den ist die Erfahrung des Übergriffs und der sexuellen Erregung lebenslänglich sehr eng verbunden.

Der Besuch bei einer Domina ist da geradezu ein kreativer und lebensbejahender Weg, mit solchen Belastungen umzugehen. Dadurch, dass der Mann Auftraggeber der Domina ist, kann er diese spezielle Verknüpfung seiner sexuellen Lust mit der Erfahrung der Erniedrigung immer wieder nacherleben, ohne in die Rolle des Opfers zurückzufallen.


Domina-Sex:
Frauen – warum haben sie so eine Wirkung? Wieso wollen sie Männer erniedrigen?

Das ist jetzt eine ganz andere Frage: Frauen, die Männer erniedrigen wollen. Professionelle Dominas gehören in der Regel nicht zu dieser Gruppe. Sie verstehen sich meist eher als eine Mischung aus Schauspielerin und Psychotherapeutin.

Wenn eine Frau in ihrem Privatleben Freude daran hat, Männer sexuell zu erniedrigen, ist das etwas ganz anderes. Ein solcher Wunsch hat in der Regel ebenfalls Wurzeln in kindlichen Misshandlungserlebnissen. Das ist bei einer Frau dann oft die mehr oder weniger bewusste Rache für das, was andere Männer ihr früher selber angetan haben.

Domina-Sex:
Wann wird es gefährlich?

In der BDSM-Community und auch in der Beziehung zwischen der Domina und ihren Kunden ist allen Beteiligten klar, dass sie ein Spiel spielen Zu diesem Spiel gehört es, dass vorher festgelegte Regeln gelten: etwa Code-Wörter, wann es zu viel wird oder das Spiel abgebrochen werden soll. Die Kontrolle bleibt letztlich immer bei demjenigen, der die unterlegene Rolle innehat.

Ein solches Spiel zielt nicht auf die Erniedrigung anderer Menschen als Person ab, sondern auf die Erzeugung maximaler sexueller Lust- wobei Schmerz und Erniedrigung durchaus Mittel zum Zweck sein können.

Gefährlich wird es, wenn Schmerz und Erniedrigung selbst zum eigentlichen Zweck werden. Wenn also das Spiel aus Unterwerfung und Dominanz gar kein Spiel mehr ist.

Dann kann es zu schwerwiegenden Übergriffen kommen, sowohl im Sinne einer psychischen Demütigung und menschlichen Erniedrigung, wie auch durch ganz konkrete körperliche Gewaltexzesse.

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Sex im Freien

Sex im Freien

Sex im Freien-
auf Musikfestivals und anderswo

Radiointerview Sex im Freien
Hier der Radiomitschnitt.

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Sex auf Musikfestivals- Was ist denn Ihre Meinung dazu?
Zunächst einmal ganz grundsätzlich: Sex ist etwas Wunderschönes und Musikfestivals sind auch eine tolle Sache, besonders jetzt im Sommer im Freien.

Das Wichtigste, was ich allen sagen will, die jetzt zuhören: Genießt euer Leben so richtig und in vollen Zügen!

Und damit da nichts schief geht, gibt es aus sexualtherapeutischer Sicht ein paar Sachen zu beachten.

    • Bei Musikfestivals kann man total unkompliziert neue Leute kennenlernen. Das ist eine tolle Sache! Allerdings ist es nie eine gute Idee, mit Leuten, die man erst ein paar Stunden kennt, sofort auch Sex zu haben. Richtig guter Sex braucht etwas Vorlaufzeit: sowohl um sich besser kennenzulernen, aber auch, weil die Vorfreude auf das Zusammensein den Spaß am Sex deutlich vergrößert.
    • Etwas Gesundheitsfürsorge ist ebenfalls sinnvoll. Wo sich viele Menschen unter freiem Himmel treffen, sind auch jede Menge Krankheitskeime unterwegs: Sex ohne vorherige Dusche ist ein echtes Infektionsrisiko für alle möglichen Krankheiten, die ich hier gar nicht im Einzelnen aufzählen will. Also: Wenn es Sex auf dem Festival sein soll, dann unbedingt vorher mit Seife duschen!
    • Und wenn es doch zum Sex mit einem unbekannten Partner oder einer unbekannten Partnerin kommen sollte: Ein Kondom ist Pflichtsache. Also allein zur Sicherheit: Mann oder Frau sollten unbedingt ein paar Kondome dabeihaben. Es gibt immer noch AIDS und jede Menge andere Geschlechtskrankheiten. Und ihr könnt nicht davon ausgehen, dass Euch ein unbekannter Sexpartner noch vor dem Sex verrät, ob er irgendwelche Krankheiten hat.
    • Ein ziemliches Problem bei manchen Festivals ist der Alkohol. Und da gibt es Leute, die es ausnützen, wenn die Hemmschwelle durch den Alkohol sinkt. Bis dahin, dass für Frauen unter Alkoholeinfluss das Risiko erheblich stiegt, Opfer einer Vergewaltigung zu werden.

    Was wäre denn Ihre Empfehlung für Sex im Freien?
    Ich denke, am meisten Spaß macht das mit einem Partner oder einer Partnerin, die sich schon ein etwas länger kennen und jetzt gemeinsam etwas Neues ausprobieren möchten. Da wäre jetzt weniger ein Musikfestival der günstigste Ort, irgendwo eingepfercht in ein enges Zelt, sondern ein schöner, einsamer Ort in der Natur, eine Waldlichtung vielleicht, ein Berg oder auch ein Strand.

    Ist Sex im Freien überhaupt erlaubt?
    Auch wenn ich kein Rechtsanwalt bin und folglich keine rechtlich verbindliche Auskunft geben kann. Prinzipiell ist aber Sex im Freien in Deutschland nicht verboten. Es kann aber Ärger nach StGB 183a geben: Erregung öffentlichen Ärgernisses. Das ist immer dann der Fall, wenn ein Paar es darauf anlegt, von anderen beim Sex entdeckt und beobachtet zu werden.

    Wer also auf einem vielbesuchten Parkplatz am Badesee im Auto Sex hat, so jeder es mitbekommt, muss mit einer Anzeige rechnen. Ein anderes Paar, das sich auf einer abgelegenen Waldwiese hinter dem Gebüsch vergnügt, kann das problemlos tun. Und weil da normalerweise kein Mensch vorbeikommt, sollte es sogar dann keinen strafrechtlichen Ärger geben, wenn überraschenderweise doch plötzlich ein Jäger vorbeispaziert.

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Therapie bei Liebeskummer?

Liebeskummer

Liebeskummer-
wie kann ich damit umgehen?

Radiointerview Liebeskummer
Hier der Radiomitschnitt.

Interview mit Dr. Michael Petery
in der Sendung Let´s talk about Sex bei Radio 89.0 RTL

Wie viel Liebeskummer ist gut? Wann wird es problematisch?

Zunächst einmal: Liebeskummer nach einer Trennung ist eine völlig normale und gesunde Reaktion. Wenn ich über den Verlust einer Beziehung überhaupt keine Trauer empfinde, dann kann diese Beziehung für mich entweder nicht besonders wichtig gewesen sein oder ich habe insgesamt Probleme mit meinem Gefühlsleben.

Wer liebt, riskiert etwas. Vor Liebeskummer ist nur geschützt, wer überhaupt keine Liebe empfindet oder gar keine Beziehung eingeht. Die gute Seite des Liebeskummers ist: Ich erkenne daran, dass ich ein liebesfähiger Mensch bin und Beziehungen eingehen kann, die mir etwas wert sind.

Problematisch ist Liebeskummer, wenn mein Partner oder meine Partnerin einseitig mit mir Schluss gemacht hat und ich diese Beziehung eigentlich weiterführen möchte.

Da liegt die Quelle für die drei Hauptschwierigkeiten.

  • Das erste Problem ist: die Trennung nicht akzeptieren zu können. Immer noch zu glauben: eigentlich liebt mich der andere, auch wenn er noch so deutlich gesagt hat: Es ist Schluss! Das kann dann zu ziemlich extremen Reaktionen führen, z. B. dazu, dem anderen auch nach der Trennung ständig hinterher zu spionieren und einfach nicht in Ruhe zu lassen. Das wäre die Reaktion des Stalking.
  • Ebenfalls problematisch ist es, wenn die frühere Liebe in extreme Wut und Hass umschlägt, bis dahin, dass es zu Gewaltakten gegenüber dem früheren Geliebten oder der früheren Geliebten kommt. Im Fernsehen oder in der Zeitung erfährt man alle paar Wochen von solchen Verbrechen aus Liebeskummer.
  • Die dritte problematische Reaktion ist, wenn ein Mensch den Verlust der Beziehung als komplette Sinnentleerung des eigenen Lebens empfindet. Da kann es dann zu Depressionen kommen, die sich bis hin zu Selbstmordgedanken steigern können. Oft steht da ein Rachegedanke im Hintergrund: Soll doch der frühere Partner zusehen, wie er mit meinem Tod zurechtkommt.

Wenn Liebeskummer solche Formen annimmt, ist dringend psychologische Hilfe nötig. Da sind auch Angehörige und Freunde gefragt. Jeder muss Selbstmorddrohungen ernst nehmen. Wer davon hört, dass ein anderer sich das Leben nehmen will, sollte umgehend einen Arzt oder Psychotherapeuten zu Hilfe holen- oder bei der Polizei anrufen, weil die weiß, wer örtlich zuständig ist.


Ablenken oder trauern, was ist besser?

Da gibt es keine Patentlösung. Das ist individuell sehr unterschiedlich und hängt auch davon ab, wie tiefgehend die kaputte Beziehung war. Bei einer langjährigen Liebe dürfte es ohne eine Phase der Trauer kaum möglich sein, wieder in ein neues Leben zu finden.

Dagegen kann es nach einem kurzen Flirt, aus dem nichts wurde, vielleicht sogar am besten helfen, sich abzulenken und schon ziemlich gleich wieder nach einem neuen, besseren Partner Ausschau zu halten.

Trauern Männer und Frauen unterschiedlich?

Nein, da gibt es keine spezifisch männlichen oder weiblichen Formen der Trauer. Der Schmerz darüber, wenn wir vom geliebten Partner oder von der geliebten Partnerin sitzen gelassen werden, ist für alle Menschen gleich groß. Und jeder Mensch, gleich ob Mann oder Frau müsse mit diesem Schmerz auf ihre Weise leben.

Eine andere Frage ist natürlich, wie weit dieser Schmerz oder diese Trauer nach außen getragen werden und dadurch auch für die Umwelt sichtbar sind.

Von Frauen habe ich jetzt schon ein paar Mal die Vermutung gehört, dass Männer da sehr viel verschlossener wären. Das kann aber auch daran liegen, dass Mann bzw. Frau Liebeskummer wohl eher mit Menschen mit dem gleichen Geschlecht teilt und Frauen also vor allem den Liebeskummer anderer Frauen erfahren.

Wann ist Liebeskummer ein Grund, zum Therapeuten zu gehen?

Immer dann ist es sinnvoll, sich professionelle Hilfe zu holen, wenn ich allein mit meinen Problemen nicht mehr zurechtkomme. Bei Liebeskummer kann das Gespräch mit einem Therapeuten dabei helfen, den Verlust aufzuarbeiten und neue Perspektiven für das eigene Leben zu entdecken. Bei sehr schwerem Leibeskummer, der mit Selbstmordgedanken einhergeht, ist es unbedingt erforderlich, dass der Betroffene therapeutische Hilfe bekommt.

Vgl. dazu auch meinem Beitrag:
Selbstmorddrohung- wie gehe ich damit um?

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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery
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Zuletzt aktualisiert am 18.09.2017.

Klischees über Männer-
Interview mit Dr. Michael Petery

Klischees über Männer

Klischees über Männer

Radiointerview Klischees über Männer
Hier der Radiomitschnitt.
Kleiner Hinweis: Dr. Petery ist Humanbiologe (Dr. rer. biol. hum.), nicht Psychologe.

Interview mit Dr. Michael Petery
in der Sendung Let´s talk about Sex bei Radio 89.0 RTL

Klischees über Männer: Was ist „typisch“ Mann? Was nervt, was stimmt, was nicht?

Beispiele für Klischees über Männer sind: Männer schauen alle Pornos. Männer gehen öfter fremd als Frauen. Männer wollen immer nur Sex. Männer sind unsensibel, hören nie zu.
Männer müssen immer stark sein, zeigen nie Schwäche.

Klischees über Männer: Wie entstehen solche Klischees?

Klischees haben aus psychologischer Sicht ursprünglich eine Schutzfunktion. Auf einer ganz primitiven Stufe gibt es Klischee-Verallgemeinerungen, die durchaus Sinn machen, z.B. der Satz: Alle Löwen sind gefährlich und fressen Menschen.

Es ist gut, wenn ich als Mensch einen solchen Satz verinnerlicht habe, sogar auch dann, wenn es rein theoretisch dressierte Löwen geben könnte, die zu Menschen nur nett sind. Wenn ich aber plötzlich auf der Straße einem Löwen begegne, ist es das beste: Ich denke sofort diesen Satz, habe Angst und laufe davon.
Ein solcher Klischee-Satz schützt mich davor, groß nachzudenken: Ich renne sofort los, wenn ich den Löwen sehe. Mein Handeln ist so sehr viel effektiver, als wenn ich erst darüber nachdenken muss, ob denn dieser konkrete Löwe eigentlich gefährlich ist oder nicht.

Psychologisch gesehen, haben solche Verallgemeinerungen also vor allem diesen einen Sinn: mich davor zu schützen, dass ich mich mit einem konkreten Einzelfall wirklich auseinandersetzen muss.
In der Partnerschaft sind solche Klischees absolutes Gift. In einer Partnerschaft geht es nämlich immer um einen konkreten Einzelfall, nämlich um den Menschen, mit dem ich in einer Beziehung lebe.
Wenn ich als Frau in mir drin einen Satz herumtrage wie „Alle Männer sind unsensibel und hören nie zu“, dann verbiete ich mich selber wahrzunehmen, dass möglicherweise gerade in diesem Moment genau der Mann vor mir sitzt, der mir zuhören will. Und ich gebe diesem Mann dann wegen meiner eigenen vorgefassten Meinung keine Chance, mir zuzuhören.

Wenn ich felsenfest von solchen Sätzen überzeugt bin wie z.B. „Alle Männer sind unsensibel und hören nie zu!“- dann brauche ich mich auch als Frau nicht mehr zu bemühen, einem Mann irgendetwas zu erklären. Es macht ja sowieso keinen Sinn.

Klischees über Männer: Ist das wirklich typisch Mann?

Klar, es gibt Unterschiede zwischen Mann und Frau. Experimente haben zum Beispiel gezeigt, dass Männer und Frauen eine unterschiedliche Farbwahrnehmung haben. Frauen sehen die Welt in kräftigeren Farben als Männer. Dieser Unterschied scheint tatsächlich genetisch gegeben zu sein und für alle Männer zu gelten.

Aber da hören dann auch schon die allgemein nachweisbaren psychologischen Unterschiede auf. Sätze wie „Männer schauen alle Pornos.“ oder „Männer wollen immer nur Sex.“ sind offensichtlich falsch, da es ja auch viele Gegenbeispiele gibt.

Klischees über Männer:
Was ist noch ok und was ist nicht zu tolerieren?

Es gibt keine allgemeine Regel, was eine Frau in einer Partnerschaft beim Mann durchgehen lassen soll und was nicht.

Die entscheidende Frage ist vielmehr: Welches konkrete Verhalten dieses einen Mannes stört mich als seine Partnerin so sehr, dass es die Partnerschaft bedroht?

Und das kann von Fall zu Fall höchst unterschiedlich sein. Bei Paartherapien habe ich da in meiner eigenen Praxis schon die unterschiedlichsten Dinge erlebt. Eine Klientin störte sich daran, dass ihr Mann oft am Wochenende ohne sie allein im Wald Stunden lang spazieren ging (wobei sie selber keine Lust hatte mitzukommen)- eine andere Frau wiederum fand es unerträglich, dass sie die Wohnung niemals für sich allein haben konnte, weil ihr Mann überhaupt kein Hobby hatte, das ihn jemals nach draußen gebracht hätte.

Wenn ich als Frau also etwas habe, was für mich absolut nicht OK ist, muss ich das dem Mann sagen. Viele Frauen gehen wie selbstverständlich davon aus, dass ihre Männer wissen, was sie stört- und in der Paartherapie sind dann oft beide überrascht nach dem Motto: „Ach, das stört dich an mir?“ „Ja klar, das hättest du doch schon längst merken müssen.“ „Aber ich habe da gar nichts gemerkt, weil du es mir nie gesagt hast.“

Erst wenn solche störenden Punkte offen ausgesprochen sind, ist es möglich, gemeinsam Lösungen für das Problem zu finden.

Klischees über Männer:
Kann man einen Mann noch „erziehen“?

Den anderen zu erziehen, funktioniert in der Partnerschaft ganz bestimmt nicht. Erziehen kann man nur Kinder.

In der Partnerschaft bedeutet Erziehung, dass derjenige, der in der Erzieherrolle ist, den anderen nicht mehr gleichrangig als Erwachsenen wahrnimmt. Und damit ist die Partnerschaft auf Augenhöhe am Ende. Was danach bestenfalls och übrig bleibt, ist wechselseitige Abhängigkeit. Das hat aber mit Partnerschaft nicht mehr viel zu tun.

Übrigens gibt es das in der Praxis gar nicht so selten, dass ein Partner den anderen auf solche Weise entmündigt- aber das ist immer das Ende der Partnerschaft im eigentlichen Sinne und funktioniert auf Dauer nur, wenn einer oder beide Partner an einer psychischen Störung leiden.

Wenn mich also etwas an meinem Partner stört, dann sind Erziehungsmaßnahmen wie Belohnung oder Bestrafen der falsche Weg. Helfen kann da nur ein gemeinsames Gespräch über wechselseitige Bedürfnisse. Und wenn die Situation schon so festgefahren ist, dass das Gespräch nicht mehr möglich ist, dann hilft nur noch der Weg zum Paartherapeuten.

Klischees über Männer:
Wie können Frauen lernen, damit zu leben?

Es kommt auf die Gesamtbilanz an. Wenn ich insgesamt mit meinem Partner zufrieden bin, kann ich ihm auch das eine oder andere nachsehen.

Und wenn die Gesamtbilanz stimmt, hat das auch für die Frau Vorteile. Wenn er sich ein paar Dinge herausnehmen darf, dann gibt es auch für die Frau Bereiche, wo sie sich von ihm nicht hereinreden lassen muss.

Und das ist das Geheimnis einer guten Partnerschaft: dass es einen großen gemeinsamen Bereich gibt, aber auch für jeden Partner einzeln genügend Freiräume, wo jeder für sich er oder sie selbst sein kann. Und dieses Wechselspiel von Gemeinsamkeit und Für-Sich-Sein macht eine Partnerschaft auch auf Dauer lebendig und spannend.

 

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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

PS:
Vgl. auch das Interview Klischees über Frauen

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Zuletzt aktualisiert am 18.09.2017.

Was törnt an beim Sex,
was nicht?

Was törnt an beim Sex? Was törnt an beim Sex?

Was törnt an beim Sex, was nicht?

Interview mit Dr. Michael Petery
in der Sendung Let´s talk about Sex bei Radio 89.0 RTL

Was sind Dinge, auf die Männer und Frauen beim anderen jeweils bei der ersten Begegnung achten?

Das ist sehr unterschiedlich, von Person zu Person. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Männer häufig mehr visuell orientiert sind, also darauf achten, wie sieht die Frau aus, wie ist sie angezogen.

Frauen gehen mehr auf die Stimmigkeit des Gesamteindrucks: da gehören dann auch der Geruch dazu, der Klang der Stimme. Wichtig ist es den meisten Frauen vor allem, dass der Mann vertrauenswürdig wirkt und menschliche Wärme ausstrahlt.

Welche Rolle spielt „der Geruch“ – sich riechen können?

Der Geruch ist etwas, was besonders bei Frauen entscheidend ist. Dabei geht es gar nicht darum, ob der Mann ein Deo benutzt oder nicht. Es geht tatsächlich um den körperlichen Eigengeruch.

Wenn eine Frau einen Mann nicht riechen kann, hat der keine Chance. Und wenn er sich beim ersten Date noch so viel Mühe gibt, auf anderen Gebieten zu punkten.
Was törnt an beim Sex?
Was törnt an beim Sex?

Mundgeruch, ungepflegte Fingernägel – kann man das ansprechen und ändern?

Also, das ist schon eine ziemlicher Hammer, jemandem das so offen zu sagen. Ein bisschen stellt sich da für den Betroffenen auch die Frage: „OK, das sind die Punkte, die du mir jetzt sagst: Und was findest du noch alles an mir schlecht, ohne es mir gleich zu sagen?“

Bestimmt kein guter Einstieg in einer neuen Beziehung!

Und wenn die Beziehung schon länger läuft, dann ist natürlich auch zu überlegen: Warum habe ich jetzt in diesem Augenblick das Bedürfnis, meinem Partner oder meiner Partnerin auf diese Fehler hinweisen zu müssen? Schließlich habe ich das ja bis jetzt auch nicht getan und wir waren trotzdem zusammen.

Möglicherweise hat dieses plötzliche Kritikbedürfnis ja damit zu tun, dass in der Beziehung ganz allgemein ein paar Dinge nicht mehr stimmen.

Und dann im Bett – komische Vorlieben, Verhalten, Angewohnheiten? Wegrennen oder ansprechen?

Guten Sex gibt es nur, wenn ich meinem Partner oder meiner Partnerin zeigen kann, was meine eigenen Bedürfnisse und Vorlieben sind.

Natürlich mache ich mich ein Stück weit verletzlich, wenn ich eine scheinbar komische Vorliebe nenne- andererseits hat mein Gegenüber vielleicht ebenfalls Wünsche, die er oder sie sich kaum zu sagen traut.

Und wenn ich mich selber überwinde und meine eigenen Ideen ganz offen ausspreche, dann kann das auch den anderen dazu ermutigen, mit seinen unaussprechlichen Wünschen herauszukommen.

Aber das geht natürlich nur, wenn ich das Vertrauen habe, dass mein Partner mich nicht auslacht oder lächerlich macht. Deshalb ist wechselseitiges Vertrauen und Respekt das A und O in einer Beziehung.
Was törnt an beim Sex?
Kann man den anderen überhaupt „ändern“?

Ein ganz klares Nein. Wer seinen Partner nicht so annehmen kann, wie er ist und ihn ändern will, der hat bereits verloren. Der bekannte Psychologe Fritz Perls (Begründer der Gestalt-Therapie) hat das mal sehr schön gesagt:

Ich tu, was ich tu; und du tust, was du tust.
Ich bin nicht auf der Welt, um nach deinen Erwartungen zu leben,
Und du bist nicht auf der Welt, um nach den meinen zu leben.
Du bist du, und ich bin ich,
Und wenn wir uns zufällig finden: – wunderbar.
Wenn nicht, kann man auch nichts machen.

Was törnt an beim Sex?

Warum machen bestimmte Dinge eigentlich an und andere nicht?

Die Ursache dafür liegt in der Funktionsweise unseres Gehirns.

Wenn wir eine neue Erfahrung machen, wird nicht nur diese Erfahrung in unserem Gehirn gespeichert, sondern alle Eindrücke ringsherum: also auch Gerüche, Geräusche, Bilder und sogar eigene Gedanken und Vorstellungen.

Das bedeutet: Schon bei unseren frühesten sexuellen Erfahrungen -und bereits Kinder können so etwas wie sexuelle Erregung verspüren- speichern wir nicht nur die Erinnerung an das schöne Gefühl, sexuell erregt zu sein, sondern auch die Sinneseindrücke drumherum. Das passiert völlig unbewusst. Trotzdem gibt es im Hirn durch neuronale Verschaltungen eine ganz enge Nähe dieser verschiedenen Erinnerungsstücke.

Und damit haben wir die Erklärung dafür, dass uns später im Leben Sachen antörnen, die viel-leicht sogar auf den ersten Blick gar nicht so viel mit Sex zu tun haben: eine bestimmte Musik, bestimmte Gerüche oder Geräusche, oder auch innere Bilder. Es kann sogar auch auch das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun, was manche Menschen antörnt- vielleicht deswegen, weil sie früher einmal als Kinder von ihren Eltern beim Rumspielen mit ihrem Geschlechtsorgan überrascht wurden und es ihnen dann verboten wurde, weiterzumachen. So verbindet sich dann das Gefühl von Beschämung mit dem Gefühl starker sexueller Erregung.

Was wäre Ihr Tipp, sich auf ein Date vorzubereiten?

Aus meiner Sicht ist das Wichtigste, authentisch zu sein. Also nichts vorzuspielen. In einer Beziehung kann man dem anderen sowieso nicht lange etwas vormachen. Und wer beim ersten Date versucht, zu sehr zu blenden, der macht aus der Sicht der Psychologie einen Riesenfehler.

Denn der Partner oder die Partnerin wird das erste Date für die gesamte Beziehung und auch noch Jahre später als Messlatte nehmen. Für den, der sich da zu sehr herausgelehnt hat, sind ewige Vorwürfe des Partners oder der Partnerin vorprogrammiert: „Warum kannst du nicht auch heute so toll/schön/aufmerksam sein wie bei unserem ersten Date?“

Der große Auftritt beim ersten Date ist also nur etwas, was dazu dienen kann, schnell für einen One-Night-Stand zusammenzukommen. Wer eine längerfristige Partnerschaft sucht, sollte es das besser vermeiden, nur etwas vorzuspielen, was nicht da ist..

Und viele Frauen und Männer törnt es sogar an, wenn sie gleich zu Anfang merken: der oder die andere ist ja auch nicht perfekt, genauso wenig wie ich selbst. Und gerade deswegen können wir besonders gut zueinander passen.

Und wenn man schon miteinander im Bett ist: Gibt es da Sachen, die ganz besonders antörnen, also so etwas wie Sextoys oder Dirty talk?

Ich denke, dass ist höchst unterschiedlich. Jeder Mensch ist durch vorangegangene Erlebnisse in seiner sexuellen Erlebniswelt vorgeprägt- so wie ich das vorhin erklärt habe. Und da kann z.B. Dirty Talk für den einen Menschen ganz hervorragend funktionieren und ihn total hochbringen, und ein anderer Mensch ist komplett abgetörnt.

Die beste Lösung, die es hier gibt, heißt: miteinander reden und auch einfach mal ausprobieren. Nur wer den Mut hat, hier herumzuexperimentieren, kann auch neue Erfahrungen machen. Und das Wunderbare am Sex ist, dass es da für jeden Menschen unendlich viel zu entdecken gibt…

 

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Zuletzt aktualisiert am 14.09.2017.

MILF- wenn junge Männer
reife Frauen lieben

MILF MILF

MILF-
wenn die Frau die Mutter sein könnte…

MILF: Spätestens seit Macrons Wahlsieg in Frankreich ist das Thema wieder in aller Munde: die Liebe jüngerer Männer und reifer Frauen. Emmanuel Macron heiratete mit 30 Jahren seine 25 Jahre ältere Französischlehrerin, mit der er bereits als 15Jähriger eine Beziehung hatte. Andere prominente Beispiele für Frauen mit deutlich jüngeren Männern sind die Schauspielerin Demi Moore (15 Jahre Altersunterschied) und die Modeschöpferin Vivienne Westwood (26 Jahre Altersunterschied)

Durch verschiedene Fernsehserien, wie zum Beispiel Desperate Housewives, hat sich auch bei uns der amerikanische Slang-Ausdruck MILF verbreitet, das Kürzel für: Mother I’d Like to Fuck. Der entsprechende Ausdruck für ältere Männer mit deutlich jüngeren Frauen lautet Sugar Daddy.

Diese beiden Slangausdrücke verraten schon ein Stück weit, was am Thema Altersunterschied beim Sex für die Öffentlichkeit so aufregend ist: der Tabubruch mit dem Inzestverbot zwischen Eltern und Kindern. Wenn einer der beiden Partner die Mutter bzw. der Vater des anderen sei könnte, erregt das Aufsehen.

Und tatsächlich kann der Reiz an der Fantasie vom Inzest durchaus ein Kick sein, der diese Form des Sex für die Beteiligten zu einem aufregen 15 Jahre Altersunterschied) den Spiel macht- nicht anders, als auch andere Formen des sexuellen Tabubruchs wie z.B. Crossdressing.

MILF- eine reine Männerfantasie?

Die Fantasie von der MILF und vom Tabubruch „Sex mit einer älteren Frau“ nutzt die Pornoindustrie intensiv. Das MILF-Phänomen ist daher weitaus mehr im Internet zu finden als im wirklichen Leben.

So sehr die Vorstellung vom Sex mit einer älteren Frau für viele jüngere Männer aufregend ist, die deswegen die entsprechenden einschlägigen Seiten besuchen, bleibt es zumeist im wirklichen Leben bei einer Fantasie.

Der Postillion hat diese Internet-Fantasien in einem netten Artikel wunderbar durch den Kakao gezogen: Skandal erschüttert Pornoszene: 38 Prozent aller „MILFs“ haben gar keine Kinder.

MILF- die biologischen Fakten

Aber es gibt auch biologische Fakten, welche das MILF-Phänomen bei realen Partnerschaften erklären können. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben aufgezeigt, dass die größte sexuelle Orgasmusfähigkeit bei Männern zwischen 20 und 30 liegt, bei Frauen aber erst zwischen 40 und 50. Von daher könnte es naheliegen, dass zwischen beiden Gruppen eine besondere erotische Anziehungskraft vorliegt.

Allerdings ist die Frage, ob die biografisch maximale Orgasmusfähigkeit allein tatsächlich die Essenz ist, auf der dann auch Beziehungen und Partnerschaften wachsen können.

In der Regel werden es wohl eher gemeinsame (nichtsexuelle) Interessen sein, welche Menschen zueinander führen- und solche gemeinsamen Interessen finden sich eher unter Gleichaltrigen als zwischen Menschen mit hohem Altersunterschied (z.B. Partybesuche oder sportliche Aktivitäten: Hier unterscheidet sich der Geschmack von 25Jährigen meist erheblich von 50Jährigen…).

MILF- die Sehnsucht nach der reifen Frau

Für viele junge Männer ist die Fantasie vom Sex mit einer reifen Frau vor allem deshalb interessant, weil sie hier dem Stress eines selbstgesetzten Männlichkeitsideals entkommen, mit dem sie sich bei jüngeren Frauen erheblich selber unter Druck setzen: nämlich dem Gefühl, als richtiger Mann immer der aktive Teil, Liebhaber und Verführer sein zu müssen.

Bei einem solchen Idealbild von Sexualität ist die Gefahr des Scheiterns immer gegeben. Die unterschwellige andauernde Angst, eine Abfuhr zu bekommen, oder sogar in der eigenen Unerfahrenheit als lächerlich dazustehen, ist die ständige Begleiterin und Kehrseite des Macho-Ideals.

In der (vorgestellten) Begegnung mit der älteren Frau sind die jungen Männer dagegen selbst der umworbene Part, behutsam eingeführt in die Welt des Sex von einer Frau mit Erfahrung. Hier kann nichts schiefgehen, hier hat der Sex eine Leichtigkeit, wie sie mit gleichaltrigen Mädchen kaum erlebt werden kann.

Für reifere Frauen kann der Sex mit jungen Männern eine Bestätigung der eigenen körperlichen Attraktivität sein. Nach dem Motto: Offensichtlich bin ich auch mit über 40 immer noch eine sehr attraktive Frau, wenn sogar junge Männer mit mir Sex haben wollen.

MILF- Gefahren
aus der Sicht der Sexualtherapie

Der wichtigste Aspekt in Beziehungen mit einem großen Altersunterschied ist aus sexualtherapeutischer Sicht einzig die Frage: Geht es den beiden Partnern gut mit Ihrer Beziehung oder schaden sie sich selbst oder dem Partner dadurch?

Schädlich ist die Beziehung eindeutig dann, wenn der jüngere Partner noch minderjährig ist. Auch dann, wenn alles auf Freiwilligkeit basiert, ist es sogar strafrechtlich relevant, wenn eine deutlich ältere Person ein sexuelles Verhältnis mit einem Partner oder einer Partnerin unter 18 aufnimmt.

Die psychischen Schädigungen eines solchen Missbrauchs können erheblich sein und die psychische Gesundheit des jugendlichen Opfers ein Leben lang beeinträchtigen.

Schädlich ist die Beziehung auch dann, wenn ein Machtverhältnis zwischen den beiden Partnern vorliegt, z.B. Professorin und Student. Es besteht ja ein Abhängigkeitsverhältnis, etwa dadurch, dass die Professorin den Studenten benoten muss. Wenn die Professorin das Liebesverhältnis gegenüber der Uni nicht offenlegt, könnte hier ein Disziplinarverstoß vorliegen.

Innerpsychisch schädlich könnte eine solches Liebesverhältnis sein, wenn es sich nicht aufgrund der Zuneigung zweier Menschen zueinander entwickelt hat, sondern aufgrund einer psychischen Erkrankung eines oder beider Beteiligten. Das wäre z.B. dann der Fall, wenn der junge Mann von Zwangsgedanken gequält wird, Sex nur mit älteren Frauen haben zu können- und das, obwohl er in seinem Inneren eigentlich Sex mit gleichaltrigen Frauen wünscht.

Von diesen Fällen einmal abgesehen, gilt für eine Beziehung mit großem Altersunterschied das gleiche wie für alle anderen: Es ist schön, wenn sich Menschen gefunden haben, die sich lieben und miteinander glücklich sind.

Wenn Sie möchten, können Sie sich mit weiteren Fragen gern an mich wenden.

Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

PS: Am Sonntag, 14. Mai 2017 war ich mit einem Interview in der Sendung „Let´s talk about Sex“ bei RTL zu hören.

Let´s talk about Sex mit Louisa. Sex mit einer MILF. Dr. Michael Petery bei 89.0 RIL

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