Archiv der Kategorie: Paartherapie und Eheberatung

Übersicht über alle Artikel zum Thema Paartherapie und Eheberatung

Paartherapie und Eheberatung

Wenn eine Partnerschaft scheitert, liegt das in fast allen Fällen nicht daran, dass die Partner schlecht zusammenpassen. Im Gegenteil- grundsätzlich ist fast immer eine gemeinsame und glücklichere Zukunft möglich.

Ein Hauptproblem ist in vielen Ehen und Partnerschaften der Stillstand in der gemeinsamen Kommunikation, denn die beiden Partner alleine kaum noch auflösen können.

Deshalb lohnt es sich, sich im Fall einer Krise kompetente Beratung zu holen. Im Rahmen einer Paartherapie oder Eheberatung ist es möglich, die bestehenden Probleme in Ruhe zu analysieren und neue Lösungsstrategien zu entwickeln. Auf diese Weise erhält nicht nur die Partnerschaft insgesamt neue Impulse: Auch beide Partner je für sich können ihre eigene Lebensqualität erheblich verbessern.

Häufig gelesene Artikel hier im Blog zum Thema

Sex und Liebe-
gehört beides
notwendig zueinander?

„Sex und Liebe sind nicht dasselbe.“

(Virginia Johnson im Bewerbungsgespräch bei Dr. William Masters)

Sex und Liebe

Die Fernsehserie Masters of Sex
aus sexualtherapeutischer Sicht.
Staffel 1.1. Pilot

Sex und Liebe

Masters of Sex. Staffel 1.1: Pilot

1956: Der Gynäkologe Dr. William Masters (Michael Sheen), geehrt für seine Forschungen auf dem Gebiet Geburtshilfe, beginnt seine ersten Forschungen zum Thema Orgasmus an der Washington University in St. Louis/ Missouri. Bei einer Prostituierten im Wandschrank versteckt, misst er die Dauer der Erregungsphasen der Klienten mit einer Stoppuhr.

Privat leiden er und seine Frau Libby (Caitlin FitzGerald) unter Kinderlosigkeit- seine Frau beginnt jeden Beischlaf mit einem Gebet um Schwangerschaft. Obwohl Dr. Masters weiß, dass sein eigener Spermienmangel die Ursache ist, beginnt er, seine Frau im Krankenhaus zu behandeln.

Zur Vorbereitung einer neuen Studie zum Paarsex gewinnt er Virginia Johnson (Lizzy Caplan), früher Nachtclubsängerin, als Sekretärin. Diese erlkärt ihm im Vorstellungsgespräch, dass Sex und Liebe nicht dasselbe sind und dass Frauen Orgasmen vortäuschen, damit der Mann kommt und sie mit dem weitermachen können, was sie eigentlich wollen.

Virginia, die schon zweimal verheiratet war und 2 Kinder hat, freundet sich mit dem Assistenzarzt Dr. Ethan Haas (Nicolas d´Agosto) an, und zeigt ihm, was orale Befriedigung bei Mann und Frau bedeutet. Ethan verliebt sich und kann nicht verstehen, dass Virginia mit ihm zwar aus Spaß Sex gehabt hat, ihn aber dennoch nicht als neuen Lebenspartner wünscht. Bei einer Auseinandersetzung schlägt Ethan Virginia ins Gesicht und beschimpft sie als Hure.

Oberarzt Langham (Teddy Sears)stellt sich als Freiwilliger für die Paarstudie zur Verfügung, die unter Duldung von Universitätspräsident Scully beginnt. Dr. Masters schlägt seiner Assistentin vor, dass sie beide gemeinsam ebenfalls an der Paarsexstudie teilnehmen sollten.

Die sexualtherapeutische Sicht

Weit aufregender als die Messung der verkabelten Testpersonen erscheint in dieser Pilotfolge die Lebensweise von Virginia Johnson, die sich ihre Liebhaber nach eigenem Bedürfnis zum Sex aussucht, ohne einen festen Lebenspartner zu wünschen.

Sex und Liebe sind für sie zwei getrennte Bereiche, die nicht notwendig zusammengehören- eine heftige Provokation im Amerika der prüden 50er Jahre.

Sex und Liebe- auch heute noch ein Thema

Dass es Sex auch ohne Liebe und Bindung gibt, ist offenkundig. Sex funktioniert auch ohne Zuneigung, was für den männlichen Part ganz offensichtlich ist- im Film am Beispiel der Prostituierten aufgezeigt, die reichlich Sex liefert, ansonsten von den Männern ziemlich rüde behandelt wird und selbst emotional völlig unbeteiligt bleibt.

Im Bewerbungsgespräch bei Dr. Masters vermutet Virginia Johnson, dass die Mehrheit der Frauen beim Sex kaum etwas empfinden würde- und schließlich den eigenen Orgasmus vortäuscht, um sich danach endlich wieder anderen Interessen widmen zu können. Sie selbst lebt hier ein völlig anderes Lebenskonzept, wenn sie sich als Frau männliche Sexpartner sucht, um den Spaß am Sex zu genießen- und diese Männer als Freunde ansieht, nicht aber als Partner in einer Liebesbeziehung.

Was als Konzept für die Männerwelt selbstverständlich ist (Sex ohne Liebe), wird zum Skandal, sobald eine Frau dasselbe auslebt. Es ist bezeichnend, dass der enttäuschte Liebhaber Ethan Virginia als Hure beschimpft, als sie seine Liebeserklärung nicht erwidert. Und das, wo sie als Frau doch das genaue Gegenteil einer Hure ist: sie lässt männlichen Sex nicht empfindungslos über sich hingehen, sondern sucht sich Männer aus, mit denen sie Spaß am Sex haben will.

Ethans Schimpfwort von der Hure ist also im Grunde eine Projektion: er selbst fühlt sich von Virginia wie eine Hure behandelt. Virginia wünscht den Sex mit ihm als gutaussehenden Mann- aber sie will ihn nicht wahrnehmen als den liebesbedürftigen Menschen, der er vor allem ist.

Sex und Liebe- das Kränkungspotential
unterschiedlicher Vorstellungen

Aus meiner eigenen paartherapeutischen Erfahrung kann ich bestätigen: Unterschiedliche Vorstellungen über die Zusammengehörigkeit oder Nichtzusammengehörigkeit von Sex und Liebe können zu tiefsten gegenseitigen Kränkungen führen.

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Menschen zunächst von der Vorstellung ausgehen, sehr klar zwischen einer „reinen Sexbeziehung“ und „wirklicher Liebe“ trennen zu können. Was solchermaßen als „reine Sexbeziehung“ beginnt, kann aber schon bald für einen der Partner zur Liebesbeziehung werden- und wenn das einseitig ist, kommt es schon bald zu Problemen. Etwa dadurch, dass der liebende Part glaubt, besondere Rechte auf den anderen zu haben, z.B. die sexuelle Exklusivität oder den Vorrang gegenüber anderen Interessen des Partners. im schlimmsten Fall hilft sogar die offen ausgesprochene Trennung nicht- und der bzw. die Liebende belästigt als Stalker die oder den früheren Partner auf Jahre hin mit immer neuen Liebesbekundungen.

Problematisch ist also der Fall, wenn einer der Partner in einer „reinen Sexbeziehung“ plötzlich Gefühle entwickelt.

Und mindestens ebenso problematisch ist es, wenn ein Liebender (so wie im Film Dr. Ethan Haas) feststellen muss, dass der Partner eigentlich nur den Spaß am Sex haben wollte und mehr nicht. In diesem Fall begreift der Liebende -auch wenn nie etwas anderes vereinbart gewesen ist- den gemeinsamen Sex ohne anschließenden Beginn einer Beziehung als ungeheure Zurückweisung und tiefste persönliche Demütigung.

Sex als Risikofaktor für menschliches Leid

Sex ist eine der intensivsten Erfahrungen, die zwei Menschen gemeinsam erleben können. Menschen kommen sich bei intensivem Sex emotional so nahe wie nirgendwo sonst. Aus diesem Grunde geschieht es gar nicht so selten, dass auch in einer Beziehung, die zunächst als reines Sexabenteuer geplant war, Gefühle der Liebe entstehen. Wer guten Sex mit einem anderen Menschen hat- der will davon schon bald noch deutlich mehr haben und wünscht sich schließlich, diesen Menschen mit niemand anderem teilen zu müssen.

Aus dieser Logik heraus ist sexuelle Freizügigkeit aus therapeutischer Sicht höchst problematisch. Die Vereinbarung einer „offenen Beziehung“ (vgl. dazu auch diese Fallgeschichte), in der beide Partner dem jeweils anderen weitere Sexkontakte zugestehen, ist aus meiner therapeutischen Erfahrung regelmäßig zum Scheitern verurteilt. Entweder deswegen, weil sich einer der Partner tatsächlich beim Sex mit einer oder einer Dritten verliebt- oder weil einer der beiden Partner zumindest glaubt, das könnte so sein und dann aller vereinbarten Offenheit zum Trotz massiv unter seiner Eifersucht leidet.

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Zuletzt aktualisiert am 18.09.2017.

Kondome und Partnerschaft

Kondome und Partnerschaft

Kondome und Partnerschaft

Interview mit Dr. Michael Petery

Kondome und Partnerschaft:
Welche Probleme werden bei der Verhütung mit Kondom bei Ihnen zur Sprache gebracht?

Kondomgeschichten gibt es jede Menge… Ich bekomme natürlich vor allem erzählt, was alles schiefgehen kann und nicht klappt. Also immer wieder, dass Sex mit Kondom Männern weniger Spaß macht. Was aber als solches nicht sehr viel aussagt: denn von den Paaren, die beim Sex mit Kondom keine Schwierigkeiten haben, erfahre ich ja nichts.

Daneben gibt es dann auch krassere Geschichten. So etwa von einer Frau, die absichtlich vor dem Sex in das Kondom kleine Löcher einstanzt, weil sie sich eigentlich ein Kind wünscht und es sich nicht traut, das ihrem Partner zu sagen…

Kondome und Partnerschaft:
Ist es ein Mythos oder Wahrheit, dass Sex mit Kondom vor allem für Männer lustkillend ist?

Reibung und Druck auf den Penis fördern die männliche Erregung. Ein Kondom kann tatsächlich das Reibungsgefühl in der Scheide verringern und dadurch ein Lustkiller sein.

Andererseits gibt es auch den genau gegenteiligen Effekt. Es gibt Männer, die Sex mit einem Kondom, besonders wenn es zum Beispiel mit Noppen besetzt ist, sogar noch aufregender finden als Sex ohne Kondom.

Durch die Benutzung eines Kondoms wird der Mann aktiv in das Thema Verhütung eingebunden. Wie kommt das Ihrer Erfahrung nach bei Männern an?

Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Männer, die meinen, Verhütung sei ausschließlich Sache der Frau. Und die wie selbstverständlich davon ausgehen, dass die Frau die Pille nimmt.

Andere wiederum haben Angst davor, ungewollt Vater zu werden und benutzen gern ein Kondom, um die Kontrolle nicht ganz und gar an die Frau abzugeben. Dieser Wunsch ist vor allem dann verständlich, wenn der Mann seine Partnerin nicht besonders gut kennt oder es sich nur um einen One-Night-Stand handelt.

Zum Funktionieren einer langfristigen Partnerschaft gehört allerdings immer dazu, dass beide Partner gemeinsam das Thema Verhütung absprechen und sich dann auch aufeinander verlassen können.

Kondome und Partnerschaft:
Benutzen die meisten Männer Kondome wirklich ungern?

Umfrageergebnisse sprechen da eine andere Sprache. Nach der neuesten Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung von 2016 benutzen 59 % der alleinlebenden Frauen zwischen 16 und 44 häufig oder immer Kondome und 71% der alleinlebenden Männer.

Das Kondom ist also im Laufe der letzten Jahre zur wichtigsten Verhütungsmethode außerhalb fester Partnerschaften geworden.
Das ist auch insofern wichtig, als dass Kondome nicht nur ungewollte Schwangerschaften verhindern, sondern auch vor AIDS und anderen sexuellen Erkrankungen schützen.

Kondome und Partnerschaft:
Welche Rolle spielt die Größe des Kondoms und welchen Einfluss hat sie auf den Sex?

Damit ein Kondom seine Funktion erfüllt, muss es die richtige Größe haben. Entsprechende Maßbänder zum Download finden sich auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Wenn es nur um Luststeigerung geht, kann ein zu kleines Kondom, das während des Koitus aufplatzt, die Erregung des Mannes fördern.

Kondome und Partnerschaft:
Wählen Paare in der Regel die richtige Größe aus?

Ich fürchte, das Wissen um die richtige Kondomgröße ist allgemein in der Bevölkerung nicht sehr verbreitet. Die meisten kaufen wohl einfach irgendein Kondom- egal ob das nun richtig passt oder nicht.

Kondome und Partnerschaft:
Wodurch kommt es am häufigsten zu Pannen beim Kondomgebrauch?

Ein häufiger Fehler ist, beim Überstreifen des Kondoms auch Luft mit einzuschließen. Das erhöht die Gefahr, dass das Kondom platzt. Und dann natürlich, wie schon erwähnt: das Kondom sollte die richtige Größe haben, also weder zu eng sein noch zu weit.

Kondome und Partnerschaft:
Was raten Sie Ihren Klienten ganz allgemein zum Thema Kondom?

Ich denke, es ist vor allem wichtig und gut, den Blick im Bereich der Sexualität etwas zu weiten. Das bedeutet, dass sexuelles Erleben nicht immer unbedingt mit einem Koitus und mit dem Thema Verhütung verbunden sein muss.

Guter Sex setzt nicht voraus, dass es bei jedem sexuellen Akt zum Koitus mit Ejakulation in der Scheide der Frau kommt. (Vgl. den beitrag über Normsex.)

Es gibt zahlreiche andere Varianten von Sex, bei denen das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft ohnehin nicht oder nur in sehr geringem Umfang gegeben ist. Auch durch Selbstbeobachtung der Frau und Vermeidung des Koitus an den Tagen der Empfänglichkeit lässt sich das Risiko einer Schwangerschaft weitgehend ausschließen.

Aus meiner Sicht ist das Kondom-Thema vor allem deswegen so heiß diskutiert, weil eine weitverbreitete gesellschaftliche Norm von Paaren verlangt, möglichst immer und regelmäßig Sex mit Koitus und Ejakulation in der Vagina zu haben. Wer sich von dieser Norm freimacht, kann aus meiner Sicht den deutlich vielseitigeren und interessanteren Sex erleben und ist auch nicht so sehr auf das Kondom als Verhütungsmittel angewiesen.

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Affären und Fremdgehen

Affären und Fremdgehen

Radiointerview Affären und Fremdgehen

Hier der Radiomitschnitt.

Interview mit Dr. Michael Petery
in der Sendung Let´s talk about Sex bei Radio 89.0 RTL

Affären und Fremdgehen:
Warum gehen Menschen eigentlich fremd?

Eine pauschale Antwort gibt es da sicher nicht. Jeder Mensch ist anders, und jeder Mensch, der fremdgeht, hat eine eigene Geschichte.

Es soll sie ja geben, die Menschen, die glücklich sind, wenn sie neben ihrer Hauptbeziehung immer wieder fremdgehen, und dadurch beides haben, das Glück einer festen Beziehung und die stete Abwechslung im Sex. Allerdings ist mir selbst ein solcher Mensch in meiner Praxis noch nicht begegnet.

Nach meiner Erfahrung steckt hinter jedem Fremdgehen ein ziemliches Maß persönlichen Unglücks- und zwar nicht nur bei dem betrogenen Partner, sondern gerade auch bei dem, der betrügt.

Vor einiger Zeit habe ich in meinem weiteren Bekanntenkreis davon gehört, wie ein junger Vater seine schwangere Frau in den letzten Monaten der Schwangerschaft mit einer ganzen Reihe anderer Frauen betrogen hat. Was ihn dazu geführt hat, darüber lässt sich nur mutmaßen: die Angst davor, durch das Kind jetzt endgültig an die eine Frau gebunden zu sein? Oder vielleicht auch die Eifersucht auf das werdende Kind, nach dem Motto: Eigentlich ist es ja meine Frau, die mich betrügt, wenn sie jetzt ihre ganze Liebe auf das Kind im Bauch richtet und nicht mehr auf mich- wenn ich da fremdgehe, ziehe ich selber nur nach.

Das Beispiel zeigt, dass das Fremdgehen oft nicht nur aus sexueller Neugier passiert (die natürlich auch immer mitschwingt; vgl. den Link), sondern viel häufiger eine Folge von Problemen und Enttäuschungen in der Hauptbeziehung ist. Wer rundum glücklich ist in seiner Hauptbeziehung, wird kaum fremdgehen und kann auch dann nein sagen, wenn sich eine noch so attraktive Gelegenheit zum Seitensprung bietet.

Allerdings: Wer ist schon immer und ständig rundum glücklich in seiner Hauptbeziehung? In jeder Partnerschaft gibt es auch einmal Krisen- besonders dann, wenn der erste Kick der Anfangsverliebtheit vergangen ist und sich ein bestimmter Beziehungsalltag eingestellt hat. In einem solchen Moment kann es leichter scheinen, die Gelegenheit zum Sex mit einem anderen Partner zu nutzen, und sich nicht um die Probleme und Schwierigkeiten mit dem Hauptpartner kümmern zu müssen.

Dazu kommt dann beim Fremdgehen noch die verführerische Hoffnung, wenigstens für einmal den noch viel besseren Sex zu erleben oder auch einen neuen und besseren Partner bzw. Partnerin zu finden.

Affären und Fremdgehen-
Wann beginnt fremdgehen?

Es gibt da unterschiedliche Positionen. Manche halten bereits die Beschäftigung mit Pornos für einen Akt der Untreue. Andere meinen, sogar Sex mit anderen Partnern wäre noch kein Fremdgehen, solange nicht Liebe und emotionale Gemeinsamkeit hinzukämen.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Sogar wenn Partner im Anfang eine offene Beziehung vereinbart haben, in der jeder Partner hin und wieder auch mit Dritten Sex haben darf: sobald es dann tatsächlich dazu kommt, fühlt sich der nicht beteiligte Partner meist trotzdem betrogen und ausgenutzt.

Ich denke, unter Fremdgehen kann man letztlich jede sexuelle Aktivität mit einem anderen Menschen sehen, die ein Partner außerhalb seiner Hauptpartnerschaft hat. Welche sexuellen Aktivitäten das sind, ob nur ein Blowjob oder ein ausgedehntes Liebeswochenende, ist letztlich egal.

Affären und Fremdgehen- Was ist schlimmer:
eine Affäre oder ein einmaliger Seitensprung?

Hier ist, denke ich, immer die Sichtweise des betrogenen Partners entscheidend. Und der wird möglicherweise einen einmaligen Seitensprung leichter verzeihen können, zumal wenn es der andere von sich aus zeitnah berichtet und glaubhaft machen kann, dass er das selber bereut und es nicht nochmal vorkommen soll.

Eine längerfristige Affäre führt dagegen eigentlich immer zur Trennung, wenn der betrogene Partner davon erfährt. Da ist dann einfach zu viel Vertrauen zerbrochen, als dass es sich noch kitten ließe

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Was ist „richtig guter Sex“?

Was ist eigentlich „richtig guter Sex“?
Was heißt eigentlich, gut im Bett zu sein?

Radiointerview richtig guter Sex
Hier der Radiomitschnitt.

Interview mit Dr. Michael Petery
in der Sendung Let´s talk about Sex bei Radio 89.0 RTL

Richtig guter Sex:
Worauf kommt es im Bett an, damit es gut klappt?

Die Hauptregel gleich zuerst:
Dafür, dass es in einer Beziehung im Bett klappt, ist die wichtigste Voraussetzung, dass es schlicht und ergreifend auch außerhalb vom Bett klappt: sowohl im Miteinander der beiden Partner, aber auch im Leben der beiden Partner je für sich.

Die Sexualität ist ein Kernbereich in der Emotionalität jedes Menschen. Und jede Störung in anderen Lebensbereichen wirkt sich hier aus.

Das beginnt bereits bei äußeren Problemen wie z.B. beruflichem Stress, der bis ins Bett hineinlappen kann, wenn der Kopf einfach nicht mehr abschaltet. Aber auch eigene psychische Probleme, wie zum Beispiel Depressionen oder Zwangsstörungen können die Freude am Sex erheblich beeinträchtigen.

Und noch schwieriger wird der Sex, wenn ungelöste Konflikte mit dem Partner oder der Partnerin anstehen, wenn ein offener Streit besteht oder unausgesprochene Vorwürfe zwischen beiden schwelen.

Solche Probleme außerhalb und innerhalb der Partnerschaft können dazu führen, dass der Sex rein körperlich gar nicht mehr möglich ist und einer oder beide Partner keinen Orgasmus mehr bekommen.

Interessant ist übrigens, dass bei vielen Menschen der schnelle Sex mit einem bzw. einer völlig Unbekannten manchmal besser klappt als mit dem langjährigen Partner. Das liegt daran, dass sich beide so noch in der Illusion wiegen können, den absoluten Traummann oder die absolute Traumfrau zu umarmen: den anderen Menschen in seinen tatsächlichen Eigenarten haben beide noch überhaupt nicht wahrgenommen.

Ähnlich funktioniert auch jede Form der Verliebtheit. Letztlich bin ich zunächst einmal in das Idealbild von einem Menschen verliebt und nicht in die konkrete Person, die ich ja noch gar nicht kenne. In dieser Phase funktioniert der Sex einfach und gut- aber es ist letztlich noch keine tiefe Begegnung mit einem anderen Menschen.

Richtig guter Sex benötigt Zeit, benötigt das gegenseitige Kennenlernen der sexuellen Vorlieben und Fantasien, benötigt auch ein gutes Stück Spielfreude und Spaß am Ausprobieren.

Richtig guter Sex:
Was ist für Männer und was für Frauen wichtig?

So pauschal lässt sich da keine Antwort geben. Jeder Mensch ist unterschiedlich, und das gilt für Männer genauso wie für Frauen. Entgegen dem allgemeinen Klischee gibt es durchaus Männer, die vor allem kuscheln wollen, und Frauen, die im Sex auch härtere Gangarten mögen.

Was allerdings zu beachten ist, dass Männer und Frauen rein anatomisch unterschiedlich zum Orgasmus kommen.

Für die meisten Männer –aber auch nicht für alle- ist der Koitus, also das Eindringen des erigierten Penis in die Scheide der Frau- ein sicherer Weg zum Höhepunkt.

Viele Frauen dagegen bekommen allein durch den Koitus niemals einen Orgasmus. Für sie ist ein ausführliches Vorspiel mit der Erregung der Klitoris entscheidend oder auch die Möglichkeit, die eigenen Schenkel fest zusammenpressen zu können, um so einen Orgasmus zu erreichen.

Dazu kommt dann auch noch ein zeitlicher Unterschied. Frauen benötigen ca. 20 min Vorspiel, um ihren ersten Orgasmus zu bekommen. Dafür können sie danach länger auf dem höchsten Erregungslevel bleiben und ggf. auch noch weitere Orgasmen bekommen.

Männer dagegen kommen bei entsprechender körperlicher Stimulation deutlich schneller zum Orgasmus- und gelangen danach sehr schnell in die sogenannte Refraktärphase, in der die sexuelle Erregung komplett zurückgeht.

Richtig guter Sex:
Wie kann es im Bett besser funktionieren?

Von der technischen Seite her gesehen, ist es wichtig, dass beide Partner um diese geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Sex wissen. Es ist also sinnvoll, dass der Mann seinen Orgasmus erst dann bekommt, wenn die Frau bereits ihren ersten hatte. Sonst besteht die Gefahr, dass der Mann die Lust verliert, bevor es bei der Frau mit der Erregung überhaupt richtig losgegangen ist.

Das traditionelle Ideal, einen gemeinsamen, gleichzeitigen Orgasmus im Koitus anzustreben, ist geradezu ein sicherer Weg, sich beim Sex gegenseitig total unter Druck zu setzen und nur Frust abzubekommen.

Sex funktioniert dann am besten, wenn beide Partner vom jeweils anderen wissen, was der braucht, um glücklich zu sein. Deshalb ist es so wichtig, in einer Beziehung hin und wieder auch über den Sex und über sexuelle Bedürfnisse zu reden. Und das nicht nur beim Sex selber- sondern vielleicht auch einmal in Ruhe auf einem Spaziergang, ohne gleich übereinander her zu fallen.

Dabei könnten dann auch etwas ausgefallenere Themen angesprochen werden, wie z.B. „Was hältst du eigentlich von Fetisch- oder BDSM-Sex?“ Und das, ohne den anderen mit solchen Ideen sofort unter Druck zu setzen.

Sich gegenseitig zu kennen, auch in seinen sexuellen Fantasien, und darüber offen reden zu können- das ist der Königsweg zu richtig gutem Sex, der immer wieder aufregend und spannend ist.

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MILF

Vgl. dazu die Artikel

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Noch nie Sex- und das
als Mann mit über 30

Noch nie Sex
Noch nie Sex?

Noch nie Sex- wenn mangelnde
Erfahrung zum Problem wird

Auf jetzt.de kam das Thema wieder einmal zur Sprache: Mitte 30, männlich und noch Jungfrau.
Wie schlimm ist es eigentlich, wenn ein Mann über 30 immer noch keine sexuelle Erfahrung hat? Hat er überhaupt noch Chancen, eine Partnerin zu befriedigen? Wenn er beim ersten Sex sich so ungeschickt verhält wie ein 16-Jähriger?

Die Tendenz zu einem immer späteren Einstieg ins Sexualleben beobachtete schon 2015 eine Studie zur Jugendsexualität, durchgeführt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Bei den unter 17-Jährigen ist der Anteil von Jugendlichen mit Koituserfahrung gegenüber dem vorherigen Beobachtungszeitraum 1998-2005 erheblich zurückgegangen (dort S.8).

Insgesamt sammeln Frauen ihre sexuellen Ersterfahrugen etwas früher als Männer: Während 90% der Frauen bereits mit 19 Jahren Koituserfahrung haben, liegt bei Männern diese 90% Grenze erst bei 21. Die Studie kommt zu dem Schluss:

Die Mehrzahl der 18-bis 25-Jährigen ist regelmäßig sexuell aktiv –aber es gibt durchaus einen beträchtlichen Anteil unter ihnen, für die dies nicht zutrifft (36% „nur zeitweise/gelegentlich“, 7% „nie“). Entscheidend für regelmäßigen Sexualverkehr ist, dass sie aktuell in einer festen Beziehung leben.“ (S.141).

Die sexuelle Ersterfahrung findet also in der Regel innerhalb einer Beziehung statt- Wer keine Beziehung hat, hat auch keine Gelegenheit für sexuelle Erfahrungen.

Noch nie Sex-
und noch nie in einer Beziehung?

Wenn ein Mann mit über 30 noch keine sexuelle Erfahrung hat, liegt das also in der Regel daran, dass er noch nie in einer festen Beziehung gelebt hat. Und diese mangelnde Erfahrung des Zusammenlebens mit einem Partner kann tatsächlich zum Hindernis für eine erste Beziehung werden:

  • Wer mit über 30 noch nie in einer Partnerschaft gelebt hat, brauchte bisher in seinem persönlichen Lebensstil nur wenig Kompromisse einzugehen. Das fängt bei der Gestaltung des Tagesrhythmus, der Wochenenden und der Mahlzeiten an, geht weiter über die Planung des Urlaubs und der Freizeitaktivitäten und geht hin bis zur Frage, für welche Großanschaffungen man bereit ist, Geld auszugebe und für welche nicht.
  • Oft kommt noch dazu, dass sich über 30-jährige Singles schon komplett nach ihrem eigenen Geschmack die eigenen Wohnung eingerichtet haben. Für eine zweite Person ist da schlicht kein Platz vorhanden. Für den Partner oder die Partnerin müsste Platz freigeräumt werden- und das wäre geradezu ein Angriff auf den eigenen Wohlfühlraum.
  • Auch das Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung ist schwierig: Schließlich ist an Hausrat und Möbeln bei über 30-Jährigen Singles meist alles schon doppelt vorhanden. Wer also darf seine Gegenstände und Möbel behalten? Von wieviel liebgewonnenem Eigentum muss sich jeder von beiden trennen?

Noch nie Sex- für Singles über 30
nur eine Schwierigkeit von vielen

Das möglicherweise ungeschickte Verhalten beim ersten Sex ist für Über-30-Jährige ohne Beziehungserfahrung also nur die Spitze des Eisbergs an Problemen, die durch einen ersten Partner/ eine erste Partnerin auf sie zukommen.

Die größte Schwierigkeit ist dann gegeben, wenn man selbst völlig beziehungsunerfahren ist und der neue Partner/die neue Partnerin nicht. Dann kann es sein, dass der oder die Neue ganz selbstverständlich ein Maß an Kompromissbereitschaft und Anpassungsfähigkeit erwarten, das ein Mensch ohne Beziehungserfahrung schlichtweg nicht mitbringen kann.

Da sind die Probleme dann gleich reihenweise vorprogrammiert. Und die mögliche Ungeschicklichkeit beim Sex ist letztlich eher weniger wichtig. Der eigentliche Ärger kann dann bei ganz anderen Punkten entstehen, etwa beim Streit, ob das Fenster im Schlafzimmer nachts offen oder zu bleiben soll und die Heizung laufen darf oder nicht.

Noch nie Sex-
Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Dem neuen Partner oder der Partnerin die eigene Unerfahrenheit verschweigen zu wollen, ist Unsinn. Das merkt der oder die andere entweder sowieso sofort, oder die eigene Verstellung wirkt so unnatürlich und merkwürdig, dass der oder die Partnerin nach dem ersten Mal die Flucht ergreifen.

Sinnvoll ist einzig und allein, von vornherein mit offenen Karten zu spielen. „Ja, auch wenn ich jetzt über 30 bin: Ich habe noch ie in einer festen Beziehung gelebt. Du bist tatsächlich die (bzw. der) erste, mit der/dem ich Sex haben werde.“ Und das kann dann sogar auch für den erfahreneren Partner eine hochspannende und sehr erotische Erfahrung sein, hier ein wenig die Führung zu übernehmen und den anderen in die Welt der Sexualität einzuführen.

Und auch bei der Bewältigung des gemeinsamen Alltags kann es helfen, darum zu wissen, dass jeder Mensch mit über 20 durchaus eine ganze Reihe an Eigenheiten entwickelt hat. Und es kann sogar spannend sein und Spaß machen, bewusst zu planen, wie ein Leben zu zweit funktionieren kann, in dem trotzdem jeder die Freiräume behält, die für ihn unverzichtbar sind.

Sollten die Probleme allerdings zu groß werden, um sie alleine lösen zu können, sind einige Stunden Paarberatung oder Paartherapie mit Sicherheit eine gute Investition.

*** *** ***
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Wenn Sie möchten, können Sie sich mit weiteren Fragen gern an mich wenden.

Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

Vgl. auch meinen Beitrag
Zusammenziehen oder nicht? Testfall für die Partnerschaft

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Zuletzt aktualisiert am 18.09.2017.

Persönlichkeitsstörungen
in der Partnerschaft

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen-
eine Aufgabe für die Sexualtherapie

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen sind als Krankheitsbild in der Öffentlichkeit weithin unbekannt. Und das, obwohl die Ergebnisse verschiedener wissenschaftlicher Studien vermuten lassen, dass etwa 10% der Bevölkerung in Deutschland an einer Persönlichkeitsstörung leiden. Dazu kommen noch weitere Menschen, die zwar das Vollbild einer Persönlichkeitsstörung nicht erfüllen, aber dennoch einen großen Teil der Diagnosekriterien erfüllen (sogenannte Persönlichkeitsakzentuierung).

Im Rahmen der Paartherapie bedeutet das: rein statistisch gesehen, ist in jeder fünften Beziehung einer der Partner betroffen. Bei Paaren, bei denen Partnerschaftsprobleme bestehen, liegt der Prozentsatz sicherlich noch höher.


Erstaunlicherweise ist in der Sexualtherapie und in der Paartherapie die Häufigkeit des Krankheitsbilds Persönlichkeitsstörung oft unbeachtet geblieben.

In fast allen Büchern zum Thema Sexualtherapie gehen die Autoren davon aus, dass es sich bei ihren Klienten um insgesamt psychisch gesunde Menschen handelt, die nur an Funktionsstörungen auf sexuellem Gebiet leiden. Nach meiner eigenen Erfahrung ist aber genau das Gegenteil der Fall: Probleme auf sexuellem Gebiet sind meist nur ein Symptom, hinter dem noch weitere und tiefgreifendere psychische Störungen stehen (übrigens noch häufiger als Persönlichkeitsstörungen sind depressive Erkrankungen als Ursache für sexuelle Probleme).

Natürlich heißt das nicht, dass in jeder Paarbeziehung, in der es Probleme gibt, einer oder beide Partner automatisch eine psychische Störung haben müssen.

Es bedeutet aber, dass in jeder Therapie mit dem Vorhandensein solcher Störungen zu rechnen ist. Die praktische Konsequenz daraus: Häufig haben Probleme in der Partnerschaft sehr viel weniger mit der Partnerschaft selbst zu tun, als das auf den ersten Blick scheinen mag.

Persönlichkeitsstörungen-
was bedeutet das?

Das Diagnosemanuals DSM-5 der Vereinigung amerikanischer Psychiater definiert die Persönlichkeitsstörungen durch folgende Kriterien:

  • Deutliche Beeinträchtigungen der Funktionsfähigkeit des Selbst (Identität oder Selbststeuerung) und der zwischenmenschlichen Kommunikation (Einfühlungsvermögen, Nähe).
  • Auftreten von krankhaften Persönlichkeitszügen in einem oder mehreren Bereichen.
  • Die Beeinträchtigungen sind ein dauerhaftes Muster, über lange Zeit hin stabil, und treten ähnlich in unterschiedlichen Situationen auf.,
  • Die Beeinträchtigungen können nicht allein durch den Entwicklungsstand des Betroffenen oder durch sein soziokulturelles Umfeld erklärt werden.
  • Die Beeinträchtigungen können nicht durch die Einnahme von Drogen, Medikamenten oder sonstige medizinische Schädigungen (z.B. Hirnverletzung) erklärt werden.
  • Die Beeinträchtigungen können nicht durch den Entwicklungsstand des Betroffenen oder durch sein soziokulturelles Umfeld erklärt werden.

Persönlichkeitsstörungen-
Konsequenzen in der Paartherapie

Nach den neuesten Erkenntnissen der Psychologie werden Persönlichkeitsstörungen nicht -wie noch bis zur Jahrtausendwende- als tief greifende Störungen der Gesamtpersönlichkeit verstanden, sondern als Störungen der Interaktion und der Beziehungsgestaltung. Bei Paaren, in denen ein Partner an einer „Persönlichkeitsstörung“ leidet, sind die Beziehungsprobleme sozusagen vorprogrammiert.
Als therapeutische Konsequenz ergibt sich daraus:

• Bei Paartherapien ist eine sorgfältige Diagnose erforderlich, um festzustellen, ob die gemeinsamen Probleme durch das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung bei einem der Partner (oder auch bei beiden) mitbedingt sein kann.

• Bei Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung ist der Fokus der Therapie nicht nur auf die jeweils konkret vorliegenden Probleme zu setzen, sondern darauf, dass beide Partner den Wirkmechanismus der gestörten Beziehungsgestaltung, die in der Persönlichkeitsstörung liegt, zu verstehen beginnen und Umgangsstrategien erlernen, damit umzugehen.

Eine Therapie kann den Leidensdruck, der durch eine Persönlichkeitsstörung innerhalb einer Partnerschaft verursacht wird, erheblich reduzieren. Dabei geht es vor allem auch um die Verbesserung der Lage des Partners, der selbst keine Persönlichkeitsstörung hat, indem er lernt,
1. nicht jede Reaktion des anderen auf sich zu beziehen,
2. mit gestörten Verhaltensmustern so umzugehen, das sie ihn selbst nicht belasten und
3. dafür zu sorgen, selbst innerhalb der Partnerschaft nicht mit den eigenen Bedürfnissen zu kurz zu kommen.

Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung, wenn sie denn bei einem der Partner vorliegt, kann im Rahmen einer Partnerschaft eine große Entlastung bedeuten: etwa dann, wenn durch eine solche Erkenntnis andauernde wechselseitige Schuldzuschreibungen der Partner wegfallen und die Erklärung der Schwierigkeiten im Krankheitsbild selbst gesehen werden kann. Außerdem können Umgangstrategien mit dem Krankheitsbild Persönlichkeitsstörung nur dann gefunden werden, wenn es zuvor diagnostiziert wurde.

Persönlichkeitsstörungen-
Warnung vor Laiendiagnosen

Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung kann nur durch einen Psychiater oder einen erfahrenen Psychotherapeuten festgestellt werden. Laien und insbesondere Partner, Familienmitglieder und enge Freunde sind grundsätzlich nicht die Richtigen, um eine solche Diagnose abzugeben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen, die selbst im Beziehungsgeflecht beteiligt sind, Fehldiagnosen abgeben, ist sehr hoch.

Außerdem sind Laien nicht dazu ausgebildet, mit den Folgen möglicher Diagnosen umzugehen und die entsprechenden Hilfsangebote zu geben. Im Extremfall kann eine mitgeteilte Diagnose Menschen in akute Suizidgefahr bringen.

Daher wird ein erfahrender Therapeut sich hüten, eigene Verdachtsdiagnosen auszusprechen, bevor er nicht Konzepte gefunden hat, wie der Patient mit den möglichen Folgen der mitgeteilten Diagnose umgehen kann.

Wenn ich in diesem Blog Beispielfälle für Persönlichkeitsstörungen im Rahmen sexualtherapeutischer Behandlung vorstelle, bitte ich Sie als Leser, diese Überlegungen keineswegs als Vorlage für eigene Diagnosestellungen zu übernehmen. Diese Ausführungen haben allein den Zweck, darauf aufmerksam zu machen, dass hinter bestimmten Schwierigkeiten in der Paarbeziehung Persönlichkeitsstörungen stehen können.

Ich habe dazu beispielhaft drei Formen der Persönlichkeitsstörung ausgewählt, die besonders häufig bei der Sexualtherapie eine Rolle spielen: die abhängige, die narzisstische und die paranoide Persönlichkeitsstörung.

Wenn in einer Beziehung einer der Partner den Verdacht hat, er selbst oder der andere könnte an einer Persönlichkeitsstörung leiden, dann ist das ein dringender Anlass, den Arzt oder Psychotherapeuten aufzusuchen. Das gilt genauso, wie wenn Sie vermuten würden Ihr Partner hätte eine schwere Lungenentzündung oder eine andere schwere körperliche Erkrankung: Dann würden Sie es ja auch nicht mit einer Laiendiagnose bewenden lassen, sondern möglichst schnell die fachlich kompetente Hilfe eines Arztes einholen.

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen
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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

PS: Zum Thema narzisstische Persönlichkeitsstörung finden Sie ausführliche Informationen und einen Gastbeitrag von mir unter himmelundhoelleblog.

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Paarberatung online- Hilfe bei Partnerschaftsproblemen

Paarberatung online-
erste Hilfe bei Krisen in der Partnerschaft

Paarberatung online – auch zuhause auf dem Bett Foto © Boggy Fotolia.com

Unzufriedenheit in der Beziehung ist ein Warnsignal, das immer ernst zu nehmen ist. Denn die Unzufriedenheit ist oft der erste Schritt zum Scheitern einer Partnerschaft- und das, obwohl beide Partner eigentlich gut zueinander passen und eine gemeinsame Zukunft haben können.

Für viele Probleme aus dem Bereich Sex und Partnerschaft kann eine Online-Paarberatung die entscheidende Hilfestellung sein. Es lohnt sich, die Sichtweise des Therapeuten als außenstehender Person hinzuzuziehen. Viele Fragen lassen sich bereits bei einer Paarberatung klären.

Dabei kann die Anfrage sowohl von einem Partner allein wie auch gemeinsam gestellt werden- ganz so, wie es Ihr Bedürfnis ist.

Paarberatung online-
die wichtigsten Vorteile

Oft ist es schwierig, für ein Problem einen Termin bei einem Paartherapeuten zu bekommen- besonders, wenn es sich eigentlich nur um eine einzige Frage handelt, die geklärt werden soll. Eine Online-Paarberatung kann hier eine gute Alternative sein und bietet gleich eine ganze Reihe an Vorteilen:

  • Die Beratungsanfrage kann jederzeit per Mail gestartet werden, der Beratungstermin erfolgt innerhalb weniger Tage.
  • Eine Paarberatung online ist auch für eine einzelne Frage möglich, ohne gleich eine Paartherapie beginnen zu müssen.
  • Es geht keine Zeit für Anfahrt und Warten verloren.
  • Die Beratung kann auch völlig anoynm erfolgen.
  • Bei Bedarf ist es jederzeit möglich, einen zweiten Termin auszumachen- oder, wenn der Klärungsbedarf umfangreicher ist, einige Sitzungen Paartherapie hinzuzubuchen.

Paarberatung online-
Mögliche Themen

Eine Online-Paarberatung kann Ihnen eine erste Orientierungshilfe geben, wie Sie Ihr Problem selbst in den Griff bekommen können.
Dabei geht es, wie der Name sagt, um Beratung: So kommen Sie auf neue Ideen, an die Sie selbst vielleicht noch nicht gedacht haben. Und Sie erfahren, welches die nächsten Schritte zur Lösung Ihres Problems sein könnten.
Eine Online-Beratung kann keine Therapie ersetzen- aber abklären, ob eine Therapie nötig ist bzw. was eine Therapie an zusätzlicher Hilfe leisten könnte.

Mögliche Themen für eine Online-Paarberatung könnten zum Beispiel sein:

  • Beziehungsprobleme
  • Kommunikationsprobleme zwischen den Partnern
  • Sexualprobleme (z.B. Orgasmusschwierigkeiten)
  • Probleme mit der sexuellen Orientierung
  • Probleme bei der Partnersuche

Paarberatung online-
per Mail, Skype oder Telefon

Paarberatung online ist ein einfacher Weg, sich kompetente Hilfe zu holen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Paarberatung online- Anfrage per Mail und Antwort per Mail
    Sie senden mir Ihre Anfrage per Mail und Sie erhalten kostenlos und unverbindlich von mir ebenfalls per Mail einen Beratungsvorschlag mit Honorarangabe. Wenn Sie diesen Vorschlag annehmen wollen, bekommen Sie von mir eine Rechnung und gleich nach Zahlungseingang die Antwort auf Ihre Anfrage. Für eine durchschnittlich umfangreiche Anfrage entstehen dabei Kosten von 60 € inkl. MwSt.
  • Paarberatung online-
    Anfrage per Mail und Beratung per Skype oder Telefon

    Gerne können wir auch einen persönlichen Onlie-Beratungstermin per Skype oder Telefon ausmachen. Dazu schicken Sie mir bitte eine Mail, wann ich Sie am günstigsten im Festnetz erreichen kann. Ich rufe Sie dann kostenlos und unverbindlich an und wir können das weitere Beratungsverfahren absprechen. Für viele Fragen genügt es, einen einzigen Beratungstermin von 30 min auszumachen. Kosten auch hier: 60 € inkl. MwSt. .

Für eine Anfrage erreichen schicken Sie mir bitte eine Mail.

Mit freundlichen Grüßen
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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

PS: Als Paar können Sie mit mir auch einen persönlichen Termin (auch am Wochenende) in meiner Praxis in Hildburghausen bei Coburg ausmachen. Hier ist bei größeren Problemen z.B. auch ein 3×90 min Block möglich.

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Zuletzt aktualisiert am 14.09.2017.

Kinderwunsch als
Trennungsgrund?

Kinderwunsch Gustav Klimt: Die Lebensalter der Frau (1905)

Kinderwunsch- mein Freund
will nicht heiraten und keine Kinder

Kinderwunsch
Mein Freund und ich (32) sind seit sieben Jahren zusammen. Seit fünf Jahren leben wir zusammen in einer schönen Wohnung. Wir verstehen uns bestens. Eigentlich ist alles also hervorragend.

Vor einem halben Jahr haben wir allgemein über unsere Zukunftspläne gesprochen, und da meinte er, dass er sich keine Kinder wünscht. Jedenfalls noch nicht. Ob er dann später Kinder haben will, könnte er mir jetzt nicht versprechen.

Ich bin da ziemlich aus allen Wolken gefallen. Für mich war das immer einfach selbstverständlich, dass wir einmal Kinder haben werden. Aber wir hatten noch nie darüber explizit gesprochen. Ich habe ihm dann auch ziemliche Vorwürfe gemacht wegen seines Egoismus, und fast hätten wir uns endgültig getrennt.

Danach haben wir uns dann doch wieder versöhnt und das Thema einfach ausgeklammert. Wir haben vereinbart, dass wir erst dann heiraten werden, wenn wir uns über die Frage mit den Kindern einig sind.

…ringsum nichts als Kinder…

Inzwischen bekomme ich mit, wie rings um uns geheiratet wird. Sogar meine jüngere Schwester ist jetzt unter der Haube und hat ein Baby.

Ich will jetzt auch nicht unbedingt sofort schwanger werden, aber ich will, dass es irgendwie in unserer Beziehung vorwärts geht. Ich habe jetzt wieder vorsichtig versucht, das Thema bei meinem Freund anzubringen. Doch der meinte nur, dass darüber von seiner Seite schon alles gesagt wäre.

Jetzt bin ich in einer ziemlich blöden Situation. Ich liebe meinen Freund, möchte nichts lieber, als ihn heiraten- und denke gleichzeitig darüber nach, ob es nicht höchste Zeit ist, dass ich mich von ihm trenne. Denn wenn wir so weitermachen, bin ich irgendwann einfach zu alt, und das Thema Kinder hat sich sowieso erledigt. Vielleicht ist es ja genau das, worauf mein Freund hofft.

Ich merke auch, dass ich irgendwie mit ihm nicht mehr dieselbe Nähe habe wie früher. Allerdings kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Und gleichzeitig kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ich wegen ihm einfach auf den Kinderwunsch verzichte. Wenn ich das täte, würde ich ihn in zehn Jahren wahrscheinlich für den Rest meines Lebens hassen.

Was soll ich bloß machen? Paartherapie habe ich ihm schon vorgeschlagen- da sagt er nur, ich soll mein Problem nicht zu seinem machen.

Jana U. (Name geändert)

Kinderwunsch-
Anlass zur Trennung?

Hallo Jana,

seit sieben Jahren sind Sie mit Ihrem Freund zusammen. Vor einem halben Jahr hat er Ihnen erlärt, dass er sich (noch) keine gemeinsamen Kinder vorstellen kann. Sie haben vereinbart, erst dann zu heiraten, wenn Sie sich über das Thema Kinderwunsch geeinigt haben. Da sich jetzt bei einem erneuten Gespräch nichts Neues ergeben hat, überlegen Sie sich, dass Sie sich von ihm trennen- und das, obwohl Sie ihn eigentlich lieben.

Kinderwunsch-
Was tun, wenn nur ein Partner Kinder will?

Auf die naheliegendste Lösung Ihres Problems sind Sie selbst schon längst gekommen: Miteinander reden, wenn nötig, auch im Rahmen einer Paartherapie. Leider hat Ihnen Ihr Freund diesen Wunsch verweigert.

Aber auch wenn Sie schon miteinander gesprochen haben, kann es sein, dass Ihr Freund immer noch nicht versteht, wie wichtig Ihnen Ihr Kinderwunsch ist. Vielleicht glaubt er tatsächlich, dieses „Problem“ einfach aussitzen zu können. Vielleicht ist er selber überrascht, wenn er irgendwann – und möglicherweise zu spät- begreift, dass Sie ihn deswegen tatsächlich einmal verlassen zugunsten eines anderen Mannes.

Kinderwunsch als Trennungsgrund-
verschiedene Standpunkte sind legitim

Ihr Kinderwunsch ist gut verständlich, auch der Umstand, dass Sie den Beginn Ihrer ersten Schwangerschaft nicht mehr sehr lange herauszögern möchten.

Grundsätzlich ist aber auch der Wunsch Ihres Freundes legitim, keine Kinder haben zu wollen. Es ist zwar schade, dass Sie beide das erst so spät voneinander erfahren haben- aber immerhin hat keiner von Ihnen in der Vergangenheit dem anderen irgendwelche falschen Versprechungen gemacht.

Unterschiedlicher Kinderwunsch-
ein Abschied von eigenen Zukunftsfantasien

Unabhängig, ob Sie nun bei Ihrem Freund bleiben oder nicht- wenn Ihr Freund jetzt nicht einlenkt, stehen Sie auf jeden Fall davor, sich von einer bestimmten Zukunftsvision trennen zu müssen, die Sie sich in Ihren Wünschen und Fantasien ausgemalt haben: nämlich von der Vorstellung, wie Ihr Freund als Ihr künftiger Mann und Vater Ihrer Kinder einmal hätte sein können, von den Träumen, wie Sie sich Ihre gemeinsame Zukunft als Familie mit Kindern ausgemalt haben.

Möglicherweise fällt Ihnen der Abschied von diesen eigenen Fantasien sogar noch schwerer als ein konkreter Abschied von Ihrem Freund. Viele Menschen können einen Partner, mit dem sie in der Gegenwart nicht mehr viel verbindet, vor allem deswegen nicht verlassen, weil sie dann auch den Traum einer besseren, gemeinsamen Zukunft endgültig aufgeben müßten.

Ein erster Schritt könnte also sein, dass Sie Ihren Freund als den wahrnehmen, der er ist, d.h. als einen Mann, der sich, zumindest im Augenblick, keine Kinder mit Ihnen wünscht.

Der zweite Schritt wäre dann die Frage, ob jetzt tatsächlich der Zeitpunkt gekommen ist, sich von ihm zu trennen. Eine solche Lebensentscheidung, die nicht nur die Gegenwart, sondern auch die geplante Zukunft betrifft, kann sehr schmerzhaft sein.

Kinderwunsch als Trennungsgrund-
Anlaß für ein Gespräch mit dem Therapeuten?

Da die Frage nach einer Trennung immer eine sehr schwere Entscheidung ist, könnte es sich auch für Sie alleine lohnen, mit einem Therapeuten darüber zu sprechen. Vielleicht kann Ihnen ein solches Gespräch helfen, dass Sie über Ihre Wünsche noch klarer werden und Ihre eigene Entscheidung noch besser annehmen können.

Im Rahmen eines solchen Gesprächs könnte es um folgende Themen gehen:

  • Bis zu welchem Punkt bin ich möglicherweise noch bereit, mich von meinem Freund in Sachen Kinderwunsch vertrösten zu lassen?
  • Was mache ich, wenn ich weiterhin keine klare Antwort bekomme?
  • Wie akzeptiere ich den unterschiedlichen Willen meines Freundes?
  • Bin ich unter bestimmten Voraussetzungen bereit, auf meinen Kinderwunsch zu verzichten?
  • Wenn ich mich trennen will- wie mache ich das am besten?
  • Wie gehe ich mit möglichen Reaktioen meines Freundes um?
  • Gibt es einen Abschied ohne gegenseitigen Groll?
  • Wie finde ich einen neuen Freund, der besser zu mir paßt?

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen
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Zusammenziehen oder nicht- Testfall für die Partnerschaft

Zusammenziehen-
Freund will nicht aus seiner Wohnung

Zusammenziehen oder nicht? Foto © SolisImages Fotolia.com
Mit meinem neuen Freund bin ich jetzt fast ein Jahr zusammen. Wir sind beide über 30 und haben auch schon darüber gesprochen, dass wir irgendwann einmal miteinander Kinder haben möchten. Wenn ihm das wirklich ernst ist, fände ich es richtig, wenn wir als erster Schritt jetzt gemeinsam zusammenziehen.

Mein Freund lebt zur Zeit allein in einer Wohnung, die er sich ursprünglich mit seiner Ex angemietet hat- übrigens zu einem Zeitpunkt, als die beiden weniger lang zusammen waren als wir jetzt. Er hat mir jetzt vorgeschlagen, dass ich bei ihm einziehen kann- für mich ein unerträglicher Gedanke, weil er die ganze Einrichtung gemeinsam mit der Exfreundin ausgesucht hat, von der sogar noch ein selbstgemaltes Plakat im Gang hängt. Wenigstens hat er jetzt ihren Namen auf dem Türschild überklebt.

Sein Wohnort ist übrigens fast 50 km von meinem entfernt und wir beide haben unsere Arbeit jeweils an unseren Wohnorten. Allein von daher fände ich am besten, dass wir in Zukunft irgendwo in der Mitte wohnen. Aber er mag einfach nicht aus seiner Wohnung ausziehen.

Ich weiß jetzt nicht, wie ich das sehen soll: Meint er unsere Beziehung wirklich ernst und den Plan, irgendwann Kinder zu bekommen, wenn wir uns nicht einmal über das Zusammenziehen einigen können? Meine Freundinnen sind alle bis 30 mit ihren Freunden in eine gemeinsame Wohnung gezogen, und bei den meisten passierte das schon nach einem halben Jahr.

Vielleicht ist mein Freund mit mir auch gar nicht richtig sicher- schließlich ging es mit seiner Ex bei der Wohnungssuche ja auch schneller.
Oder bin ich nur drängelig und es ist normal, ein Jahr und länger mit dem Zusammenziehen zu warten?

Ich weiß, das klingt blöd: Aber ich will nicht erst 35 werden und dann ein Kind bekommen. Muss ich mich also von ihm trennen, wenn es mit dem Zusammenziehen jetzt nicht klappt?

Franziska G. (Name geändert)

Zusammenziehen-
nicht in die Wohnung der Exfreundin

Hallo Franziska,

Sie und Ihr Freund sind jetzt seit fast einem Jahr zusammen. Sie möchten gern mit ihm zusammenziehen, als erster Schritt hin zu gemeinsamen Kindern. Ihr Freund bietet Ihnen an, in die Wohnung zu ziehen, die er gemeinsam mit seiner Exfreundin eingerichtet hat. Das möchten wiederum Sie nicht, weil Sie sich zu sehr an die Exfreundin erinnert fühlen und die Wohnung zu weit von Ihrem eigenen Arbeitsplatz entfernt liegt.

Zusammenziehen oder nicht-
was da alles dahinterstehen kann

Ihre Schilderung ethält viele Elemente, bei denen unklar ist, was sie eigentlich bedeuten, so etwa die Fragen:

  • Wie ernst ist es Ihrem Freund mit dem Kinderwunsch? Ist das Wohnungsproblem vorgeschoben, damit das Thema Kinder noch etwas länger hinausgeschoben bleibt?
  • Möchte Ihr Freund in seiner Wohnung bleiben, weil er sich noch nicht ganz sicher ist, ob die Beziehung zu Ihnen hält?
  • Will Ihr Freund nicht mit Ihnen zusammenziehen, weil er Angst hat, Sie danach zu verlieren- so wie er seine Exfreundin nach dem Zusammenziehen verloren hat?
  • Sieht er es als unproblematisch an, dass Sie an seinem Wohnort passende Arbeit finden oder geht er selbstverständlich davon aus, dass Sie täglich 50 km pro Richtung pendeln?
  • Gibt es ganz praktische Gründe, warum er seine Wohnung nicht aufgeben kann (z.B. Mitevertrag mit mehrjähriger Mindestlaufzeit)?

Das sind nur einige Punkte, die ziemlich unklar sind. Möglicherweise lassen sich einige der Fragen auch noch nicht eindeutig beantworten.

Vielleicht ist Ihr Freund zur Zeit hin- und hergerissen zwischen den verschiedenen Möglichkeiten: Einerseits will er mit Ihnen zusammenziehen und Kinder bekommen, andererseits aber vielleicht doch nicht so schnell…

Zusammenziehen oder nicht?
Eine genauere Aussprache ist wichtig

Weil hier noch so vieles unklar erscheint, wäre es wichtig, wenn Sie beide sich noch genauer darüber aussprechen, was Sie sich jeweils für Ihre Zukunft wünschen. Falls Ihnen beiden das schwer fällt, könnte es auch sinnvoll sein, für einige Stunden einen Paartherapeuten hinzuzuziehen.

Ohne eine solche Klärung besteht die Gefahr, dass Sie über Ihren Freund und seine Handlungsgründe Vermutungen anstellen, die vielleicht gar nicht zutreffen.

Umgekehrt es kann auch sein, dass Ihr Freund bestimmte Bedürfnisse von Ihnen noch gar nicht verstanden hat, so etwa Ihr Wunsch, nicht in einer Wohnung zu leben, die von der Exfreundin mitgestaltet wurde und die 50 km von Ihrem Arbeitsplatz entfernt liegt.

Ich wünsche Ihnen daher, dass Sie schon bald Gelegenheit finden, diese unklaren Punkte miteinander zu besprechen, so dass Sie gemeinsam an einer passenden Lösung für Ihre Zukunft weiterarbeiten können.

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen
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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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Unbefriedigender Sex-
Fünf Ideen, die helfen können

Unbefriedigender Sex? Foto © Photographee.eu Fotolia.com

Unbefriedigender Sex-
bei ihr fehlt die Leidenschaft

Leider habe ich bei meiner Freundin oft das Gefühl, dass ihr der Sex mit mir nicht besonders gut gefällt.

Sie läßt den Sex mehr oder weniger passiv über sich ergehen, während ich selbst immer der aktive Teil bin: Immer geht von mir die Initiative aus. Ich bin es, der vorschlägt, wann und wo wir Sex haben. Sie macht dann immer mit, sagt auch, dass sie den Sex mit mir mag und alles ok ist. Das ist es dann aber auch.

Allerdings habe ich mir den Sex immer sehr viel leidenschaftlicher und aufregender vorgestellt. Vielleicht habe ich mir aber auch nur Illusionen gemacht, da ich noch nie eine andere Freundin hatte (und sie auch keinen anderen Freund). Vielleicht sind es also nur meine Träume, die mir sagen, dass noch eine ganz andere Art von Sex möglich sein müsste.

Sven R. (Name geändert)

Unbefriedigender Sex- Änderung möglich?

Hallo Sven,

Sie sind mit dem Sex mit Ihrer Freundin unzufrieden, weil Sie Ihre Freundin als zu passiv empfinden und sich wesentlich leidenschaftlicheren Sex wünschen. Sie fragen sich, ob befriedigenderer Sex überhaupt möglich ist.

Unbefriedigender Sex muss nicht sein

Die gute Nachricht:
Sex kann leidenschaftlich sein und höchst befriedigend.

Die Einschränkung:
Leidenschaftlicher Sex kommt nicht von selbst.

Unbefriedigender Sex-
eine Paartherapie könnte sich lohnen

Beim Sex gehören immer beide Seiten dazu.
Deshalb ist es schwierig, Ihnen hier Tipps zu geben, ohne dass ich weiß, wie es Ihrer Freundin eigentlich dabei geht.

Wenn Sie selbst keine rechte Vorstellung davon haben, wie es mit Ihnen beiden weitergehen soll, könnte es sich durchaus lohnen, wenn Sie sich gemeinsam ein paar Stunden Paartherapie gönnen.

Dabei könnte es ausführlich darum gehen, was Sie beide sich beim Sex eigentlich wünschen und wo Möglichkeiten bestehen, dass Sie und Ihre Freundin eine größere Zufriedenheit mit Ihrem gemeinsamen Sex finden.

Dabei könnten folgende Ideen eine Rolle spielen:

1. Idee:
Machen Sie sich frei von der Vorstellung des Normsex

Viele Menschen haben aufgrund ihrer Erziehung ein ziemlich festes Bild davon, wie der Sex in einer Beziehung auszusehen hat („Normsex“). Dieses Bild ist nicht unbedingt die Art von Sex, die auch tatsächlich am besten in die Beziehung paßt.

Im Rahmen einer Therapie lohnt es sich daher immer zu prüfen, inwieweit die Partner möglicherweise bewußt oder auch unbewusst bestimmten vorgegebenen Vorstellungen zu entsprechen suchen, mit denen sie sich unter Druck setzen und die eigentlich gar nicht die Art von Sex ausmachen, den sie sich wünschen.

Viele Frauen erleben zum Beispiel niemals beim Koitus einen Orgasmus: vgl. den Artikel Weiblicher Orgasmus- jede Frau ist anders. Falls das auch bei Ihrer Freundin der Fall ist, sollten Sie beide versuchen, auch für sie eine Möglichkeit zum Orgasmus in Ihr sexuelles Spiel zu integrieren.

2. Idee:
Leidenschaftlicher Sex ist mehr als ein geglückter Koitus

Viele Menschen beschränken in ihrer Vorstellung den Sex auf den Moment des Koitus. Leidenschaft in einer Beziehung muss nicht unbedingt einen sehr heftig ausgelebten Koitus bedeuten.

Zu einer leidenschaftlichen Beziehung können auch noch ganz andere Momente hinzukommen: die Begeisterung für gemeinsame Interessen, Freude am gemeinsamen Essen, am Aussuchen der Kleidung für sich selbst und den Partner, gemeinsames Reisen… Dazu dann noch die Gesamtinszenierung des Sex: z.B. im Anschluss an ein besonderes Essen oder an einem ungewöhnlichen Ort…

3. Idee:
Guter Sex braucht Planung

Spannender und aufregender Sex braucht ein Stück Planung.

So schön es ist, manchmal ganz spontanen Sex zu haben: im Regelfall klappt es noch besser mit etwas Planung. Ganz ähnlich, wie es zwar schön ist, zufällig seinen besten Freund zu treffen und dann spontan essen zu gehen- meist klappt es mit gemeinsamen Unternehmungen aber doch besser, wenn man sich vorher dazu verabredet.

Schaffen Sie sich also für den Sex einen Moment, in dem Sie beide nicht völlig übermüdet sind (etwa direkt nach dem Heimkommen aus der Ausbildung oder der Arbeit oder nur spätabends vorm Zubettgehen).

Planen Sie Zeit ein für romantische Stunden. Fangen Sie nicht sofort mit dem Koitus an, genießen Sie die Möglichkeiten des Vorspiels. Sorgen Sie für eine schöne Stimmung, z.B. für eine passende Musik oder für romantisches Kerzenlicht.

4. Idee:
Erzählen Sie sich Ihre Fantasien und Wünsche

Erzählen Sie sich von Ihren sexuellen Wünschen und Fantasien– vielleicht auf einem Spaziergang, wo Sie Zeit und Ruhe dazu haben. Es ist wichtig, die eigenen Wünsche zu kennen und die des Partners.

Das heißt nicht, dass alles und jedes sofort ausgelebt werden muss. Im gemeinsamen Sex kann immer nur verwirklicht werden, was beiden Partnern gefällt.

Aber es kann ja sein, dass Sie beide feststellen, doch noch mehr gemeinsame Wünsche zu haben, als Ihnen das im Augenblick klar ist.

5. Idee:
Zu einer guten Inszenierung gehören manchmal auch ein paar Requisiten

So wie es zwar möglich ist, eine sehr gute Inszenierung am Theater auch ohne alle Requisiten in Szene zu setzen, so gilt doch auch, dass das auf die Dauer wohl etwas zu puristisch wäre. Das gleiche gilt auch für den Sex.

Es kann durchaus interessant und spannend sein, hier etwas Abwechslung auszuleben, etwa durch stimulierende Kleidungsstücke (auch aus dem Fetisch-Bereich) oder durch Vibratoren, die den Orgasmus fördern können, oder auch mit Hilfe von Spielzeugen aus dem BDSM-Bereich wie z.B. Fesseln, Masken oder Peitschen.

Es kann durchaus viel Spass machen herauszufinden, was da zu einem am besten passt.

Weil Sex für die meisten Menschen sehr wichtig für die Lebensqualität ist und weil Sex ganz entscheidend zur Qualität einer Beziehung beiträgt, lohnt es sich, hier am Ball zu bleiben. Es wäre absolut schade, nichts zu tun und sich in einer Beziehung damit zu begnügen, dass unbefriedigender Sex schon alles ist…

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Vorzeitiger Samenerguss- Wenn der Mann zu früh kommt

Vorzeitiger Samenerguss- Ejaculatio praecox

Vorzeitiger Samenerguss? Foto © Photographee.eu Fotolia.com

Seit fast einem Jahr bin ich, 36, weiblich, mit meinem neuen Freund zusammen. Wir verstehen uns insgesamt sehr gut, haben viele gemeinsame Interessen und mir gefällt seine ruhige, freundliche Art.

Dennoch habe ich ein riesiges Problem mit ihm: Beim Sex läuft praktisch nichts. In den ersten Monaten hat er geradezu die Flucht ergriffen, sobald die Situation hätte erotisch werden können. Irgendwann hat er mir dann gestanden, dass er noch nie mit einer Frau geschlafen hat.

Ich habe ihm dann Zeit gegeben, und alle ein bis zwei Wochen haben wir jetzt auch Sex- allerdings kommt er, sobald er bei mir eindringt, schon nach wenigen Sekunden: immer nur ein vorzeitiger Samenerguss. Irgendein Gefühl der Sinnlichkeit stellt sich dadurch bei mir nicht ein. Danach ist es dann mit seiner Erregung vorbei, und der Sex ist zu Ende. Ich selbst fühle mich komplett frustriert, da ich von dieser Art Sex überhaupt nichts habe.

Leider schaffe ich es nicht, ihn dazu zu bewegen, dass er zum Arzt oder Psychologen geht. Was soll ich bloß machen?

Tanja U. (Name geändert)

Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)-
unbefriedigender Sex als Folge für die Frau

Hallo Tanja,

Mit Ihrem neuen Freund verstehen Sie sich im Prinzip gut, der Sex ist allerdings unbefriedigend, weil Ihr Freund schon nach wenigen Sekunden einen Orgasmus bekommt und die Sache damit zu Ende ist.

Vorzeitiger Samenerguss(Ejaculatio praecox)
ein Arztbesuch ist erforderlich

Aus medizinischer Sicht leidet Ihr Freund wahrscheinlich an einer Ejaculatio praecox (vorzeitiger Samenerguss). Darunter versteht man einen Samenerguss, der nach der Penetration regelmäßig in weniger als einer Minute erfolgt (normale Durchschnittszeit für einen Orgasmus sind etwas mehr als 5 Minuten bei großen individuellen Unterschieden).

Man geht davon aus, dass etwa jeder fünfte Mann an einer Ejaculatio praecox leidet- es ist daher die häufigste sexuelle Funktionsstörung bei Männern unter sechzig.

Da es sich um eine rein körperliche Störung handeln kann, ist es in jedem Fall erforderlich, dass Ihr Freund mit einem Arzt darüber spricht.

Besonders dann wäre ein Arztbesuch nötig, wenn der vorzeitige Samenerguss ein neues Problem für ihn wäre, das er zuvor in seinem Leben nicht gekannt hätte. Da ihr Freund aber vor Ihnen noch überhaupt keine sexuellen Kontakte hatte, lässt sich nicht feststellen, ob es eine solche Veränderung gegeben hat: ein Arztbesuch ist daher der erste Schritt, der nötig ist.

Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)
eine Krankheit oder nicht?

Zunächst muss ausgeschlossen werden, dass die Ejaculatio praecox nicht Folge von anderen körperlichen Krankheiten ist.

Bei einer lebenslangen Ejaculatio praecox lässt sich in der Regel keine andere Krankheit als Ursache feststellen. Die moderne Forschung geht davon aus, dass eine Mischung von neurobiologischen und psychologischen Gründen für eine Ejaculatio praecox verantwortlich ist.

Einen Krankheitswert hat die Ejaculatio praecox nur dann, wenn Sie mit erheblichen Leidensdruck verbunden ist, entweder für den betroffenen Mann selbst oder im Rahmen seiner Partnerschaft. Wenn beide Partner mit dem Phänomen kein Problem haben, liegt also kein Krankheitswert vor.

Allerdings kann die Ejaculatio praecox -so wie das wohl bei Ihnen der Fall ist- erhebliche Probleme in der Partnerschaft verursachen, insbesondere dann, wenn dadurch die sexuelle Intimität leidet. Diese Probleme lassen sich in der Regel nur im Rahmen einer Psychotherapie bzw. Paartherapie lösen.

Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)
Behandlungsmöglichkeiten

Medikamente

Eine ursächliche Behandlung oder Heilung einer Ejaculatio praecox durch Medikamente gibt es nicht. Allerdings gibt es Medikamente, die zumindest für die Dauer ihrer Wirksamkeit den Samenerguss verzögern können. Dazugehören Psychopharmaka, die den Gehirnstoffwechsel beeinflussen, aber auch Sprays und Salben, die eine lokale Betäubung des Penis verursachen und dadurch die Erregbarkeit herabsetzen. Damit durch eine solche lokale Betäubung nicht auch die Erregbarkeit der Partnerin leidet, ist der Gebrauch von Kondomen erforderlich.

Sexuelle Techniken

Lange Zeit war es in der Sexualtherapie üblich, bestimmte Techniken zu üben, um den Zeitpunkt der Ejakulation beim Mann herauszuzögern. Bei der sogenannten Squeeze-Technik stimuliert die Frau abwechselnd den Penis, bis eine Ejakulation unmittelbar bevorsteht, und schwächt die Erektion dann wieder durch Zusammendrücken ab.

Bei der Stopp-and-Start-Technik nach Masters und Johnson übt der Mann, erst alleine beim Masturbieren, dann gemeinsam mit der Frau beim Geschlechtsverkehr, die sexuelle Stimulation jeweils kurz vor einem Orgasmus zu unterbrechen und erst dann fortzusetzen, wenn ein niedrigerer Erregungslevel erreicht ist.

Beide Techniken haben sich in der Praxis allerdings eher weniger bewährt, da sie mit einem spontanen und als sinnlich empfundenen Liebesspiel eher weniger gut zu verbinden sind. Außerdem können beide Techniken eine Ejaculatio praecox nicht grundsätzlich heilen.

Neue Konzepte der Sinnlichkeit

Nach meiner eigenen Ansicht hängt das Phänomen Ejaculatio praecox vor allem mit einem bestimmten Verständnis vom Normsex zusammen.

Wenn Sex ausschließlich als der Koitus von Mann und Frau angesehen wird, ist es tatsächlich ein großes Problem, wenn der Mann schon nach wenigen Sekunden kommt- und der Sex damit vorbei ist, bevor sich überhaupt eine Form der Sinnlichkeit eingestellt hat.

Ich halte es daher für wichtig, dass sich beide Partner darüber austauschen, welche sexuellen Wünsche sie haben, um sexuell befriedigt zu sein. Das kann heißen, dass z.B. die Frau ihren Orgasmus auch ohne Penetration erleben kann und der Koitus mit dem Orgasmus des Mannes erste danach erfolgt. Genauso ist auch das umgekehrte Modell denkbar: der Mann bekommt seinen Orgasmus sehr schnell, kümmert sich aber danach um die Bedürfnisse der Frau.

Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)
Paartherapie kann helfen

Da es in vielen Partnerschaften schwierig ist, über die Frage eigener sexueller Bedürfnisse offen miteinander zu reden, kann es sich lohnen, in einige Stunden Sexualtherapie zu investieren.

Bei einer solchen Therapie kann es dann darum gehen, gemeinsam neue Möglichkeiten für Ihre Partnerschaft auszuloten, so dass Sie beide zu neuen Formen des Sex finden, die für Sie beide erfüllend und befriedigend sind.

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen
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Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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Exzessive Onanie
trotz Partnerschaft

Mausklick deaktivieren Onanie trotz Partnerschaft

Onanie trotz Partnerschaft-
bis der Unterleib schmerzt

Onanie trotz Partnerschaft

Hilfe, ich leide an Onaniesucht, und das macht mein ganzes Leben kaputt! Ich schäme mich, aber weiß überhaupt keinen Ausweg.

Mit meiner Frau hat das mit dem Sex nach der Geburt unserer Tochter irgendwann nicht mehr geklappt. Wenn es hoch kommt, hatten wir einmal im Monat Sex. Wir waren zwar durchaus zärtlich miteinander, aber sie meinte immer, dass sie zu müde wäre für richtigen Sex.

In dieser Zeit habe ich angefangen mit dem Onanieren und den Pornos im Internet. Im Laufe der Jahre wurde das dann immer mehr, bis zu 20 mal am Tag… Zuletzt war das gar kein richtiger Orgasmus mehr, sondern ein einziger Schmerz im Unterleib.

Wenn meine Frau dann irgendwann doch wollte, war ich es dann, der sie vertrösten musste. Weil ich beim besten Willen ohne Pornofilm gar keinen Orgasmus mehr bekommen konnte. Das ging ein paar Mal so. Seither kommt sie selber auch nicht mehr an mit dem Wunsch nach Sex.

Ich selber finde das schrecklich. Aber wie soll ich ihr sagen, dass ich mir Pornos von anderen Frauen anschaue und es gleichzeitig nicht schaffe, mit ihr ins Bett zu gehen?Aber mit wem soll ich sonst darüber reden? Mit meinen Freunden??? Bestimmt nicht. Onanie trotz Partnerschaft
Und zu einem Therapeuten gehen kann ich auch schlecht. Da stellt sich die gleiche Frage: Wie soll ich das meiner Frau erklären?

Und noch etwas…

Seit einem Monat ist dann noch etwas dazugekommen. Auf meinem Heimweg von der Arbeit komme ich immer an einem einschlägig bekannten Parkplatz vorbei, wo Prostituierte mit ihren Wohnwagen stehen. Ich hab das einfach nicht ausgehalten, bin dreimal dran vorbeigefahren und immer wieder umgedreht. Schließlich bin ich dann doch angehalten, habe eine der Damen angesprochen: die hat mich in den Wohnwagen mitgenommen, mir ein Kondom übergestreift und mich oral befriedigt.

Auf dem Nachhauseweg war ich total wütend auf mich, fand mich selbst eklig und beschmutzt. Seitdem habe ich wahnsinnige Angst, mein eigenes Glied anzufassen, stell mir vor, ich hätte HIV oder irgendwelche anderen Krankheiten. Und das, obwohl ich weiss, dass mit Kondom gar nichts passiert sein kann. Nicht mal meine Tochter traue ich mich, auf den Arm zu nehmen, so schmutzig und widerlich fühle ich mich.

Der einzige Fortschritt: Die Lust auf Onanie ist mir vergangen. Aber nicht nur das, sondern eigentlich jede Lust auf Sex.

Gibt es irgendeine Möglichkeit, da herauszukommen und wieder normal zu werden?

Sven L. (Name geändert)

Probleme nach der Geburt der Tochter

Hallo Sven,

Nach der Geburt Ihrer Tochter ist der Sex mit Ihrer Frau immer weniger geworden und Sie haben damit begonnen, sehr intensiv zu onanieren. Zuletzt waren Sie nicht mehr fähig, ohne Pornofilme zum Orgasmus zu kommen und haben deswegen auch den sexuellen Verkehr mit Ihrer Frau eingestellt.

Seit Sie vor einem Monat mit einer Prostituierten Oralsex hatten, fühlen Sie sich komplett beschmutzt und onanieren nicht mehr. Ihr größter Wunsch ist „wieder normal zu werden“.
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Der Anfang Ihrer Probleme fällt also in die Zeit nach der Geburt Ihrer Tochter. Viele Paare haben Schwierigkeiten, nach einer Schwangerschaft wieder zu einem erfüllten Sexleben zurückzukehren.

Mögliche Gründe können physische Veränderungen bei der Frau sein (z.B. möglicherweise Erweiterung der Scheide und daraus resultierend verringertes Lustempfinden bei beiden Partnern, hormonelle Umstellungen) , dazu kommen psychische Faktoren (Umgewöhnung auf die neue Rolle als Eltern bei beiden Partnern) und handfeste organisatorische Probleme (erhöhter Finanzbedarf, zu wenig Zeit für Zweisamkeit, erhöhte Müdigkeit etc.).

Onanie ist nicht das Problem
sondern die Neugestaltung Ihrer Partnerschaft

Es ist verständlich, dass Sie in dieser Situation vermehrt auf Selbstbefriedigung zurückgegriffen haben. Aus therapeutischer Sicht ist Ihre Onanie für sich genommen kein Symptom für eine psychische Erkrankung.

Ein tatsächliches Problem ist allerdings, dass Sie und Ihre Frau es nach der Schwangerschaft überhaupt nicht mehr geschafft haben, ein erfülltes Sexualleben fortzuführen. Als bei Ihrer Frau die sexuelle Lust wieder aufkam, hatten Sie sich bereits so sehr an Ihren Pornokonsum gewöhnt, dass Sie nicht mehr in der Lage waren, Ihre Frau sexuell zu befriedigen.

Dass es überhaupt so weit kommen konnte, liegt wohl hauptsächlich an der fehlenden Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrer Frau.

Die fehlende Kommunikation

Nach der Geburt Ihrer Tochter haben Sie beide nicht mehr über Ihre sexuellen Bedürfnisse nach Sex gesprochen.

Deshalb haben Sie nicht erfahren, wann und in welchem Rhythmus Ihre Frau nach der Geburt Lust auf Sex gehabt hatte. Sie selbst konnten Ihre eigene Onanie nicht vorplanen und wurden dann vom Sexwunsch Ihrer Frau kalt erwischt.
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Als Ihre Frau dann plötzlich Sex wollte und Sie dazu nicht in der Lage waren, haben Sie Ihr nicht erklärt, dass Sie wegen Ihrer Selbstbefriedigung gerade nicht zum gemeinsamen Sex in der Lage waren.

Möglicherweise hätte Ihre Frau durchaus Verständnis für Ihre Onanie gehabt. So aber musste sie denken, Sie hätten an ihr jedes sexuelle Interesse verloren. Kein Wunder, dass sie nach diesem Erlebnis nicht noch einmal von selber mit der Bitte um Sex angekommen ist…

Sie beide wollten also nicht mehr auf Sex angesprochen werden: Sie nicht, weil Sie Angst hatten, dann schon wieder in einer Situation ertappt zu werden, wo sie wegen Ihrer Onanie nicht zum Geschlechtsverkehr in der Lage waren, und Ihre Frau nicht, weil ihr die eine Abfuhr schon schmerzhaft genug war.
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Nachdem Sie beide dadurch jede weitere Kommunikationsmöglichkeit zum Thema Sex verloren hatten, blieb Ihnen nichts anderes übrig, als weiter nach anderen Ventilen für Ihren Sexualtrieb zu suchen.

Ihr bisheriger Ausweg Onanie ist aber für Sie offenbar so wenig zufriedenstellend, dass Sie es zuletzt mit einer Prostituierten versuchten- und auch diese Erfahrung war offensichtlich nicht besonders beglückend.

Der Weg aus der Krise

Ich glaube daher, dass Sie im eigentlichen Sinn gar nicht pornosüchtig sind- Ihre eigentliche Sehnsucht gilt immer noch einer konkreten Frau. Und diese konkrete Frau ist Ihre eigene, die sich auch durch eine Prostituierte nicht ersetzen läßt.

Deshalb gibt es wahrscheinlich nur einen Weg, der Ihnen wirklich helfen kann: endlich gemeinsam mit Ihrer Frau offen über das Thema Sex und sexuelle Bedürfnisse zu reden.

Nachdem Ihnen das schon bisher nicht recht gelungen ist, dürfte es sich für Sie beide sehr lohnen, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um diese Sprachlosigkeit zu überwinden.

Es kann gut sein, dass Ihrer Frau ein Stein vom Herzen fällt, wenn Sie Ihr eine gemeinsame Therapie vorschlagen mit der ganz einfachen Begründung: weil Sie sie lieben und weil nichts anderes wollen, als mit ihr glücklich zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Mausklick deaktivieren © M.Petery.
Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

Hypersexualität-
macht zuviel Sex krank?
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Sexuelle Probleme
und psychische Störungen
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trotz Partnerschaft
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Ständig Sex
Er will häufiger als ich
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Zuletzt aktualisiert am 14.09.2017.

Alkohol- mein
Partner trinkt zu viel

Alkohol- er will auf den Genuss nicht verzichten

SAlkohol ©BillionPhotos.com Fotolia.com

Was soll ich bloß machen? Als ich meinen Freund vor zwei Jahren kennenlernte, hat er bereits jeden Abend ein Bier getrunken, dazu noch hin und wieder einen Wodka. Dabei habe ich mir eigentlich gar nichts gedacht, das ist bei meinen Eltern nicht anders.

Inzwischen sind aus dem einen Bier zum Feierabend immer gleich mehrere geworden, und am Wochenende oder im Urlaub gibt es dann schon vormittags den Frühschoppen. Weil das halt zum Urlaubsfeeling dazugehört, meint er.

Ich persönlich finde das richtig furchtbar, weil ich ihn allmählich gar nicht mehr ohne Alkoholfahne kenne.

Ein paar Mal ist es jetzt auch schon vorgekommen, dass er morgens nicht aus dem Bett kommt, um zur Arbeit zu gehen. Dann bin ich es, die beim Arbeitgeber anrufen muss, um ihn wegen Migräne zu entschuldigen. Dabei glaube ich, dass er schlicht und ergreifend einen Kater hatte.

Ich habe ihn mehrfach gebeten, mir zuliebe mal ein Wochenende auf Alkohol zu verzichten. Natürlich könnte er das, sagt er dann, aber er habe einfach keine Lust dazu. Warum am Wochenende darauf verzichten, es sich schön zu machen? Genauso gut könnten wir beschließen, am Wochenende nicht mehr Essen zu gehen oder nicht mehr auszugehen.

Was mir Sorgen macht, ist, dass sein Alkoholkonsum rein mengenmäßig immer mehr zunimmt. Er ist zwar noch nie richtig betrunken gewesen, wird in letzter Zeit ziemlich komisch und reizbar. Ich traue gar nicht mehr, ihm mit irgendwelchen eigenen Problemen aus der Arbeit zu kommen, weil er mir sowieso nicht zuhört.

Meine Sorge ist, dass er irgendwann richtig abhängig wird und vielleicht auch noch gewalttätig.


Monika L. (Name geändert)

Alkohol- Eine ärztliche Untersuchung ist wichtig

Hallo Monika,

in unserer Welt gehört Alkohol zum Leben dazu- allerdings gibt es einen Punkt, an dem Alkohol zum Problem werden kann. Und bei Ihrem Freund scheint das der Fall zu sein.

So wie Sie das schildern, ist zu vermuten, dass Ihr Freund bereits jetzt die Kriterien für das Vorliegen einer Alkoholkrankheit erfüllt. Ein Abhängigkeitssyndrom kann auch vorliegen, ohne dass Ihr Partner einen Vollrausch bekommt oder körperlich gewalttätig wird.

Deshalb ist eine ärztliche Untersuchung wichtig für Ihren Mann, um eine genaue Untersuchung durchzuführen und gegebenenfalls eine Therapie einzuleiten. Dass Sie beide, selbst wenn Sie es wollten, alleine eine Alkoholkrankheit Ihres Freundes ohne fachliche Hilfe in den Griff bekommen, ist nahezu ausgeschlossen. Dazu ist eine Alkoholkrankheit zu schwer. Sie würden ja auch bei einem Verdacht auf Lungenentzündung zum Arzt gehen und nicht selbst die Behandlung anfangen wollen.

Alkohol-
Wie motiviere ich ihn zur Untersuchung?

Das Hauptproblem liegt erfahrungsgemäß darin, einen Alkoholkranken dazu zu bewegen, überhaupt zum Arzt oder Therapeuten zu gehen und sich untersuchen zu lassen. Eine gewisse Chance haben sie dadurch, dass Ihr Freund möglicherweise Ihnen zuliebe dazu bereit ist, wenn Sie ihm zeigen, wie wichtig es Ihnen ist, dass er sich untersuchen läßt und dass Sie diesen Wunsch aus Fürsorge und Liebe zu ihm haben.

Vielleicht ist aber auch der Umweg über eine Paartherapie eine Möglichkeit. Sie erklären Ihrem Freund, dass Sie sich ganz allgemein die Beratung durch einen Therapeuten wünschen: Dann müssen Sie selbst das Alkoholthema gar nicht aufbringen. Ein geübter Therapeut wird die mögliche Alkoholkrankheit Ihres Freundes sehr schnell bemerken und Ihnen dann weitere Vorschläge machen.

Die Gefahr der Co-Abhängigkeit umgehen

Was sehr gut ist, dass Sie gemerkt haben, dass Ihr Freund ein Problem mit Alkohol hat. Es gibt häufig den Fall, dass die Menschen in der Umgebung eines Alkoholkranken diese Krankheit selber vertuschen oder verharmlosen (sogenannte Co-Abhängigkeit), möglicherweise aus sozialer Scham, mit einem „Alkoholiker“ zusammen zu leben.

Solche Co-Abhängigkeit ist insofern gefährlich, als dadurch dringend notwendige Hilfe für den Alkoholkranken verschleppt oder verhindert werden kann. Der Alkohol ist kein Thema, das Sie mit sich herumtragen müssen. Sie sind auch nicht dafür verantwortlich, Ihren Freund vor den Folgen des Trinkens zu schützen, also zum Beispiel beim Arbeitgeber anzurufen, wenn er wegen seiner Alkoholkrankheit nicht zum Dienst erscheinen kann.

Gerade dann, wenn Sie Ihren Freund lieben, sollten Sie ihm sehr deutlich machen, dass es nur langfristig nur dann mit ihnen beiden weitergehen kann, wenn er sich einer Untersuchung bzw. Therapie nicht entzieht.

Wenn Sie Fragen haben: Ich freue mich, wenn Sie mich nochmals kontaktieren.

Mit herzlichem Gruß

Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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Abhängigkeit- meine Freundin klebt an mir

Abhängigkeit

Abhängigkeit: „In einer Beziehung
macht man alles zusammen…“

Abhängigkeit- Ich habe ein echtes Problem mit meiner Freundin. Ich bin jetzt seit einem Jahr mit ihr zusammen, und sie hängt an mir wie eine Klette. Ich habe das Gefühl, dass sie regelrecht abhängig von mir ist. Wir sehen uns jeden Abend unter der Woche nach der Arbeit und am Wochenende durchgehend.

Ich schaffe es nicht mehr, irgendwelche anderen Freunde zu besuchen, weil sie immer mit dabei sein will. Sie wird sogar schon sauer, wenn ich einmal die Woche zum Krafttraining ins Fitnessstudio gehen will und fragt dann, ob das denn wirklich sein muss, dass sie sich dann einsam fühlt, nicht weiß, was sie machen soll usw. Die Begründung lautet dann immer: „In einer Beziehung macht man doch alles zusammen…“

Dafür bietet sie mir jeden Abend Sex an. Am Anfang habe ich das total genossen, aber jetzt bleibt außer zum Sex und zum Kuscheln für nichts anderes Zeit mehr. Das Maximum ist, dass wir gemeinsam ins Kino gehen, aber da kuschelt sie ja schon wieder an mir.

Für sich privat hat sie überhaupt keine Hobbies. Sie sagt mir immer wieder, wie sehr sie mich braucht, dass die Welt nur schön ist, wenn sie bei mir sein kann, dass sie gar nicht wüsste, wie sie ohne mich überleben kann. Es wäre so gut, mich zu haben, weil sie sonst gar nicht mehr mit ihrem Leben zurecht käme.

Ich bekomme schon richtig Angst, dass sie sich umbringen würde, falls ich mich von ihr trenne. Dabei mag ich sie, sie macht mir auch lauter Geschenke, verwöhnt mich mit gutem Essen und, wie gesagt, mit sehr viel, sehr gutem Sex. Ein anderer Mann würde sich wahrscheinlich im siebten Himmel fühlen. Ich fühle mich richtig schuldig und undankbar, weil mir das alles einfach zu viel wird.

Sie himmelt mich so sehr an, dass ich manchmal das Gefühl habe, dass das gar nicht ich bin, sondern irgendein Ideal von mir, das sie liebt. Immer wieder sagt sie sogar, dass ich wahrscheinlich viel zu gut für sie bin und dass ich sie wahrscheinlich irgendwann versetzen werde, wenn ich eine bessere Frau gefunden habe. Dann würde sie alleine zurückbleiben und mit ihrem Leben nicht mehr zurechtkommen.

Was soll ich nur machen? Gibt es irgendeine Chance, unsere Beziehung wieder etwas normaler zu bekommen? Und falls ich mich von ihr trennen sollte: Wie mache ich das, wenn sie mir schon indirekt gesagt hat, dass sie sich dann umbringen würde?


Andreas M. (Name geändert)

Abhängigkeit-
ein Problem nicht nur für den/die Abhängige/n

Hallo Andreas,

eine gute Beziehung besteht aus Geben und Nehmen, Momenten der Gemeinsamkeit und Momenten des Loslassens. In Ihrer Beziehung scheint hier ein Ungleichgewicht zu bestehen. Von Seiten Ihrer Freundin kommt ein ständiger Wunsch nach Zusammensein, und Sie fühlen sich umklammert. Auf Dauer empfinden Sie Ihre Beziehung nicht befriedigend- da kann auch viel guter Sex wenig helfen.

Um bei der Lösung des Problems vorwärts zu kommen, geht die erste Frage an Sie: Was sind eigentlich Ihre eigenen Bedürfnisse? Wieviel Zeit und Nähe sind Sie gerne bereit, gemeinsam mit Ihrer Freundin zu teilen und wo liegt die Grenze, dass Sie sich nicht länger wohl fühlen?

Je genauer Sie selber wissen, was Ihnen gut tut, desto besser können Sie das auch Ihrer Freundin mitteilen.

Abhängigkeit-
Grenzen setzen als Lösung

Sie selbst sind es, der Ihrer Freundin sagen muss, wieviel Nähe Ihnen gut tut und wann Sie Zeit für sich oder Ihre Freunde ohne sie brauchen. Eine gute Partnerschaft ist nur möglich, wenn die Bedürfnisse beider Partner nicht vernachlässigt werden. Sie sollten also prüfen, ob sie diese Grenzen ihrer Freundin gegenüber wirklich klar genug deutlich gemacht haben.

Das Motto „In einer Beziehung macht man doch alles zusammen…“ gilt nur so lange, wie Sie dem nicht widersprochen haben. Es könnte ja auch ein neues Motto gelten: „In unserer Beziehung machen wir manche Dinge gern zusammen (z.B. Sex) und andere Dinge nicht (z.B. Arbeit, alte Freunde besuchen…).

Abhängigkeit-
Und wenn die Grenzen nicht akzeptiert werden?

Aber möglicherweise haben Sie das ja schon versucht, und Ihre Freundin übt trotz von Ihnen klar ausgesprochener Grenzen Druck auf Sie aus, mit Sätzen wie: „Ich kann nicht allein sein.“, „Die Welt ist nur schön, wenn du bei mir bist.“ etc.

Dann hat Ihre Freundin offensichtlich ein Problem, Grenzen anzuerkennen und Sie als den Menschen zu akzeptieren, der Sie sind. Dass dem so ist, darauf deutet auch hin, dass Sie das Gefühl haben, sie würde mehr ein Idealbild von Ihnen lieben als Ihre konkrete Person.

In diesem Fall wäre eine Paartherapie sicherlich hilfreich, in der sie beide ihre jeweiligen Bedürfnisse formulieren können und wahrnehmen, wie der jeweils andere darauf reagiert. Vielleicht kann Ihre Freundin dabei auch erkennen, welcher Mensch sie tatsächlich sind und wieviel Gemeinsamkeit für Sie gut ist und wann die Grenze zum Zuviel überschritten wird.

Möglicherweise wird Ihre Freundin aber auch feststellen müssen, dass ihr Erwartungsbild in Bezug auf Sie einfach nicht mit der Realität übereinstimmt und Sie nicht der Mann sind, der für sie der passende ist.

Denkbar ist allerdings auch, dass sich in einer Paartherapie herausstellt, dass ihre Freundin überhaupt nicht in der Lage ist, selbst für ihr Leben Verantwortung zu übernehmen und sich deswegen so vollständig in die Abhängigkeit von Ihnen übergeben hat. Das wäre dann ein ernsthaftes psychisches Problem, an dem Ihre Freundin wohl auch individuell in einer Therapie weiterarbeiten sollte.

Abhängigkeit-
Und was ist bei einer Selbstmorddrohung?

Ein weiteres Thema, das Sie angedeutet haben, sind versteckte Drohungen mit Selbstmord für den Fall, dass Sie Ihre Freundin verlassen. Hier möchte ich Sie gern auf einen weiteren Blog-Eintrag verweisen, wo ich auf das Thema Selbstmorddrohung durch den Partner noch genauer eingehe.

Hier nur die Kurzfassung:
Wenn Ihre Freundin droht, sich selbst zu töten, müssen Sie diese Drohung auf jeden Fall ernst nehmen.
Das ist ein Anzeichen, dass Ihre Freundin unbedingt professionelle Hilfe benötigt, die Sie ihr nicht geben können.
Gehen Sie also entweder mit ihr gemeinsam zu einem Arzt oder Therapeuten oder rufen Sie die Notrufnummer 110.

Wenn die unmittelbare Gefahr, die bei einer Selbstmorddrohung immer gegeben ist, durch professionelle Hilfe gelöst wurde, bleibt immer noch das Problem, was eine solche Drohung für Ihre Beziehung bedeutet hat. Ohne die Unterstützung durch einen Paartherapeuten dürfte es für Sie beide sehr schwierig sein, den Weg in eine „normale“ Beziehung zu finden.

Wenn Sie weitere Fragen haben, freue ich mich, wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen.

Mit herzlichem Gruß

Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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Nach Fremdgehen
sofortige Trennung?

Nach Fremdgehen sofortige Trennung?

Fremdgehen- was tun?

Ich glaube, dass mein Mann mit einer Arbeitskollegin fremdgeht. Angefangen hat das ganze vor etwa 5 Monaten, nach einer Kongressreise. Seitdem hat er ein zweites Handy, das er immer mit sich herumträgt, und er muss immer wieder plötzlich Überstunden machen, ohne dass er erzählen kann, was er eigentlich konkret macht.
Ich habe auch mal während einer „Überstunde“ bei ihm am Arbeitsplatz angerufen, und er war gar nicht im Büro. Ich weiß überhaupt nicht, was ich machen soll. Eigentlich liebe ich meinen Mann und möchte ihn behalten. Andererseits wäre ich so wütend auf ihn, dass ich nie wieder in die Augen sehen könnte. Besonders deswegen, weil er mir nicht gleich die Wahrheit gesagt hat.
Wenn das stimmt, dass er mich betrügt, sollte ich mich dann am besten sofort von ihm trennen?

Heike B. (Name geändert)

Fremdgehen- wie stelle ich ihn zur Rede?

Hallo Heike,

was Sie schreiben, sind tatsächlich typische Anzeichen für ein mögliches Fremdgehen Ihres Partners.

Allerdings haben Sie erst dann Gewißheit, wenn Sie Ihren Mann ganz konkret mit Ihrer Vermutung konfrontiert haben. Wie könnte es ausgehen, wenn Sie ihn zur Rede stellen?
Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Möglichkeit: Er gibt die Affäre zu. Und was dann?

Es wäre völlig normal, wenn Sie ihn im Affekt erst einmal mit allen Schimpfwörtern der Welt überschütten und ihn aus der Wohnung hinauswerfen. An die Möglichkeit einer solchen „sofortigen Trennung“ haben Sie ja bereits selber gedacht.

Allerdings macht eine solche „sofortige Trennung“ es unmöglich, dass er seine Sicht der Dinge überhaupt vorträgt. Denn die meisten Männer, die fremdgehen, wollen ihre Frau nicht verlieren. Falls Ihr Mann sie über seine Affäre belügt, dann höchstwahrscheinlich deswegen, weil er Angst hat, Sie zu verlieren, sobald er Ihnen die Wahrheit sagt. Auch wenn Ihr Mann Sie betrügt, ist ihm Ihre Beziehung offenbar immer noch wertvoll.

Und solange Ihnen beiden Ihre Beziehung etwas bedeutet, ist es prinzipiell möglich, dass Sie auch wieder zusammenfinden.

1. Möglichkeit: Er gibt die Affäre nicht zu. Und was dann?

Sie müssen aber auch damit rechnen, dass Ihr Mann sagt, er hätte sie nicht betrogen.

Auch wenn es nicht wahrscheinlich ist: Vielleicht kann Ihr Mann diese Veränderungen in seinem Verhalten und das neue Handy irgendwie erklären.

Aber dann hätten Sie beide sofort neue Probleme: Ihr Mann müsste mit dem Gefühl fertigwerden, dass Sie ihm nicht trauen. Und auch Sie wären von seinen Erklärungen wahrscheinlich nicht ganz überzeugt.

Warum ein Therapeut jetzt hilfreich sein kann

Die Situation ist also so kompliziert, dass es sich lohnt, auch schon vor einer solchen direkten Aussprache therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Statt Ihren Mann direkt zur Rede zu stellen, könnten Sie sagen: „Ich habe das Gefühl, dass es gut wäre, wenn wir gemeinsam einen Therapeuten aufsuchen würden. Es gibt da ein paar Punkte, wo ich glaube, dass uns beiden fachlicher Rat weiterhelfen kann.“ Machen Sie ihm unmissverständlich deutlich, dass das Ihr Wunsch ist.

Höchstwahrscheinlich wird Ihr Mann darauf eingehen, vielleicht ist er sogar froh, wenn Sie die Sache in die Hand nehmen und er aus seiner eigenen verfahrenen Situation wieder freikommt. Denn wenn er tatsächlich Sie über eine Affäre belügt, dann geht es auch ihm vermutlich psychisch nicht besonders gut.

Fremdgehen- Eine Reihe wichtiger Fragen

Gemeinsam mit Ihrem Therapeuten gibt es dann eine ganze Reihe wichtiger Fragen zu besprechen:

  • Was ist tatsächlich dran an der Affäre Ihres Mannes? Wie ist es dazu gekommen und warum hat er Ihnen nicht von selbst die Wahrheit gesagt?
  • Welchen Wert hat Ihre gemeinsame Beziehung für Ihren Mann und für Sie selbst? Vor der Affäre und jetzt?
  • Gibt es Möglichkeiten, wie Sie das zerbrochene Vertrauen wiederherstellen können?
  • Können Sie Ihrem Mann die Affäre verzeihen? Wenn ja, unter welchen Bedingungen?
  • Wenn Sie sich trennen wollen: Wie organisieren Sie Ihre Trennung? Ist die Scheidung der richtige Weg oder genügt zuächst eine vorübergehende Trennung? Was geschieht mit Ihrem gemeinsamen Besitz? Wie soll es ggf. mit Ihren Kindern weitergehen?
  • Fremdgehen- Chance für einen Neuanfang?

    Fazit: Die sofortige Trennung ist für Sie beide wahrscheinlich nicht die beste Lösung, weil dadurch andere Möglichkeiten nicht mehr geprüft werden können, die für Sie beide deutlich besser sein können.

    Natürlich ist es sicher, dass nach einer Affäre in Ihrer Beziehung vieles nicht mehr so sein kann wie zuvor. Aber das ist ja auch gut so, dass sich etwas verändert hat. Denn jetzt gibt es die Chance, dass Sie beide nach einiger Zeit der gemeinsamen therapeutischen Arbeit wieder neu zueinander finden.

    Ihr Mann wird möglicherweise gelernt haben, dass er mit Ihnen über seine eigenen intimen Probleme und Sehnsüchte sehr viel offener reden kann, als er das je geglaubt hätte.

    Und Sie selbst werden möglicherweise herausfinden, dass Sie Ihren Mann auch trotz der Affäre lieben und ihm nach der gemeinsamen Therapie wieder in einem Maß vertrauen können, wie es zuvor in Ihrer Ehe gar nicht möglich gewesen ist.

    Auf Ihrem Weg zu einer Lösung, mit der Sie selbst rundum zufrieden sein können, wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

    Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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    Zuletzt aktualisiert am 19.09.2017.